Um sein neues Projekt zu finanzieren, lud der britische Koch Arthur Potts Dawson im vergangenen Jahr Freunde und Unterstützer in London zu einem Fundraising-Dinner ein, für das jeder Gast 150 Pfund zahlen sollte. Zusammengenommen reichte das prima als Startkapital. Am Abend waren die Tische hübsch gedeckt, die Leute ebenso hungrig wie gut gelaunt – bis Dawson ankündigte, es gebe noch ein winziges Detail, das er ihnen beichten müsse. Sämtliche Zutaten für das Menü habe er den Tag über aus den Mülltonnen der großen Supermärkte gefischt. Keine verdorbene Ware, sondern ausschließlich frische Sachen.
Ein paar Gäste haben ziemlich verdutzt geguckt. Aber keiner ist aufgestanden und wollte sein Geld zurückhaben, wie es Dawson angeboten hatte. Den meisten hat es geschmeckt.

Dabei ging es dem Koch gar nicht darum, Geld beim Einkaufen zu sparen (das war eher ein Nebeneffekt). Sondern darum, zu zeigen, dass irgendwas mit unseren Supermärkten nicht stimmen kann, wenn so viel Essbares in der Tonne landet, um daraus noch ein Fünf-Gänge-Menü für 60 Leute zubereiten zu können. Nach dem erfolgreichen Dinner hatte Dawson sein Startkapital tatsächlich zusammen und eröffnete “The People’s Supermarket” in London, einen Laden, der von seinen eigenen Kunden verwaltet und organisiert wird, um unabhängig von den großen Ketten zu sein. Im angeschlossenen Bistro wird auch Gemüse, das sonst liegen geblieben wäre, verwertet. (Wenn Sie mehr wissen wollen: hier entlang.)










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