
Es ist Herbst, die Schnupfen schlagen aus. Und Aldi Nord, das sonst für seine Immunität gegen jegliche Einflüsse von außen bekannt ist, hat sich auch was eingefangen. Erkennen Sie die Krankheit an den Symptomen?
- hektische Markenartikelaufnahme
- groß angelegte Filialaufhübschung
- Sortimentsanreicherung mit Bio- und “Premium”-Produkten
Bei solch eindeutigen Anzeichen fällt die Diagnose natürlich nicht schwer: Aldi Nord leidet unter akutem Konkurrenzdruck.
Dabei beteuert das Unternehmen, bei bester Gesundheit zu sein. Es wächst nur nicht mehr so schnell wie früher und muss zusehen, wie die Konkurrenten, anstatt sämtliche Aldi-Taktiken zu kopieren, plötzlich nicht nur eigene Ideen entwickeln, sondern damit auch noch erfolgreich sind.
Für den Nummer-1-Discounter ist das eine völlig neue Erfahrung.
Dementsprechend drastisch fällt die Reaktion aus: Aldi Nord will alle seine Filialen renovieren und moderner gestalten. Die “Lebensmittelzeitung” schreibt vom “größten Investitionsvorhaben in der Firmengeschichte” mit jährlichen Kosten von rund 280 Millionen Euro. Dazu hat Aldi Nord eine Reihe von Bio-Artikeln ins Sortiment aufgenommen, die bei Aldi Süd schon länger zu den Standards gehören, obwohl die Sojaschnitzel im Kühlregal immer noch wie ein Fremdkörper wirken.









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