Aldi kann auch lustig sein

Aber nur in Ländern, wo potenzielle Kunden es dem Discounter nicht so leicht machen wie in Deutschland. Die Briten zum Beispiel kaufen auch gerne günstig ein. Zur Sicherheit hilft Aldi UK aber ein bisschen mit lustiger Fernsehwerbung nach.

Mehr Aldi-Werbung: hier entlang. Und die Outtakes sind auch ziemlich witzig.

Nachtrag, 31.10.: Zum Vergleich: die erste TV-Werbung von Aldi Suisse.

Bitte recht freundlich: Aldi Nord knipst in seinen neuen Filialen das Licht an

Anfang des Jahres legte Penny damit los, seinen Läden eine modernere Einrichtung zu verpassen. Seit ein paar Monaten kümmert sich nun auch Aldi Nord darum, die bisherigen Einkaufsverliese kundenfreundlich aufzumöbeln. In Lübeck und Castrop-Rauxel haben mögliche Prototypen der neuen Aldi-Nord-Filialen eröffnet. Aber auch in Berlin gibt es erste Anzeichen dafür, wie Aldi Nord künftig aussehen wird: erkennbar freundlicher als bisher, aber nicht ganz so futuristisch wie in der Hansestadt.

Das Supermarktblog stellt die wichtigsten Neuerungen vor.

(Zum Vergrößern anklicken.)

Draußen wird jetzt leuchtreklamt

Das braune Spitzdach ist weg, der Backsteinanteil der Fassade ist deutlich geschrumpft. Stattdessen ist die neue Filiale unschuldsweiß verputzt, in die großen Frontfenster ist das Discounter-Logo eingelassen und am Eingang sorgt ein riesiges blaues Leucht-A für Aufmerksamkeit. Eine riesige Verbesserung.

Drinnen hat jemand das Licht angemacht

Gerade in der kalten Jahreszeit besteht in bisherigen Aldi-Nord-Filialen die Gefahr, beim Montagmorgeneinkauf schlummernde Braunbären zu wecken, die es sich nach Ladenschluss am Wochenende an diesem dunklen, geschützt liegenden Ort mit minimalem Sichtkontakt zur Außenwelt für den Winterschlaf gemütlich gemacht haben. Im neuen Aldi ist eine solche Höhlenverwechslung ausgeschlossen. Das freundliche Neonlicht wird nicht mehr von den typischen braunen Fliesen verschluckt, sondern von hellen weißen Wänden, den Decken und dem Bodenbelag reflektiert. Die Preisschilder sind – fast schon unauffällig – auf grauen Leisten angebracht. Der größte Schock sind allerdings: die im Vergleich zu früher riesigen Fenster. An den Seiten des Markts lassen sie Tageslicht herein, sind nicht verklebt oder vermustert. Und wer sich auf die Zehenspitzen stellt, kann sogar hinaus sehen. Außerdem wurden ins Drogerieregal kleine Lämpchen eingelassen, um die Artikel freundlich anstrahlen. Das wird den von horrenden Stromrechnungen träumenden Verantwortlichen vermutlich bereits jetzt schlaflose Nächte bescheren.

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Technische Durchsagen

Bevor’s hier weitergeht, hätte ich noch zwei technische Durchsagen:

1. Das RSS-Feed
Wunderbar, dass schon so viele das neue RSS-Feed abonniert haben. Dummerweise hab ich zu spät mitgekriegt, dass Google Feedburner nicht mehr lieb hat und abschalten wird. Deshalb gibt’s schon wieder eine neue RSS-Adresse: www.supermarktblog.com/feed (für die Einträge) und www.supermarktblog.com/comments/feed (für die Kommentare). Entschuldigung für das Durcheinander. Das Feedburner-RSS wird noch eine Weile weitergeleitet.

2. Twitter
Auf vielfachen Wunsch (genauer: auf Wunsch von Kommentator Alexander) hat das Supermarktblog sich jetzt auch dieses Twitter eingefangen, in dem neue Einträge künftig verlinkt werden.

(Der Twittername @supermarktblog war leider schon von den niederländischen Kollegen belegt.)

Also: abonnieren Sie! Das war’s auch schon. Und jetzt zurück zum eigentlichen Thema.

Hallo, Sie! Das Supermarktblog wohnt jetzt auf supermarktblog.com

Herzlich willkommen im neuen Supermarktblog, das zunächst einmal ganz das alte ist: Im Archiv lassen sich alle Einträge aus der Zeit bei FAZ.NET aufrufen. (Die Kommentare von damals leider nicht.) Und es wird neue Einträge geben. In welchem Rhythmus weiß ich noch nicht so genau. Sehen Sie’s mir bitte nach, wenn es auf der neuen Seite an manchen Stellen noch ein bisschen ruckelt und scheppert. Die internen Links funktionieren noch nicht alle und die ein oder andere Seite ist noch nicht fertig. Aber das wird schon mit der Zeit.

Also: Bitte das neue Supermarktblog bookmarken (www.supermarktblog.com), weiterempfehlen, falls nicht schon geschehen bei Facebook und Google+ anfreunden – und natürlich fleißig kommentieren. Bis dahin: guten Einkauf!

Migros kauft Fuldaer Bio-Pionier: Wie geht’s weiter mit Tegut?

Bis Weihnachten ist es zwar noch ein bisschen hin, aber der Schweizer Handelskonzern Migros hat sich schon ein paar Wochen vorher einen großen Wunsch erfüllt – und die hessische Supermarktkette Tegut gekauft. Die ist künftig nicht mehr eigenständig, sondern gehört ab Januar komplett den Schweizern. Thomas Gutberlet, Sohn des Tegut-Gründers, soll als Chef mit an Bord bleiben.

Einerseits ist der Verkauf eine traurige Nachricht: Weil ein familiengeführtes Unternehmen mit überschaubarer Größe sich im deutschen Markt offensichtlich selbst dann nicht dauerhaft gegen die starke Konkurrenz behaupten kann, wenn es ein klar umrissenes Konzept hat. Und mit seiner Mischform aus Supermarkt und Bioladen trifft Tegut derzeit ziemlich gut den Nerv der Zeit.

Andererseits lässt sich durch die Migros-Übernahme womöglich Schlimmeres verhindern. Der “Lebensmittelzeitung” zufolge hatte auch Rewe Interesse an einem Einstieg. Da Rewe aber im Rhein-Main-Gebiet schon geradezu übermächtig ist, hätte das für viele Tegut-Filialen womöglich drastische Konsequenzen bedeutet.

Jetzt kommen also die Schweizer. Und bringen haufenweise Eigenmarken mit. Für die ist Migros in der Heimat nämlich bekannt, und der Konzern hat auf der Pressekonferenz am Donnerstagmorgen bereits angekündigt, einen ganzen Schwung davon in die Tegut-Filialen holen zu wollen. Obwohl die Läden weiter Tegut heißen sollen.

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