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Brandnooz verteidigt die “Coolbox”: “97,3 Prozent sind pünktlich angekommen”

Das Supermarktblog hat Leserpost von Brandnooz bekommen. Dort ist man nicht ganz einverstanden mit der Kritik an der “Coolbox” aus der vergangenen Woche. Sprecherin Kerstin Altmann schreibt:

“Kommt sie heut nicht, kommt sie morgen? Nachdem 97,3 % der 5.000 gekühlten Brandnooz-Boxen pünktlich bei den Abonnenten ankamen, fand [am Freitag] der Nachversand der nicht zustellbaren Boxen statt. Das nehmen wir gern zum Anlass, Ihnen einen exklusiven Einblick in unsere Kennzahlen zu geben:

Die letzten drei Brandnooz-Boxen erreichten eine Kundenzufriedenheit von 94 % und nur rund 3 % der Abonnenten verzichten jeden Monat auf die weitere Zustellung. Wenn Ihnen der Inhalt also mal nicht gefällt, dann sind Sie in guter Gesellschaft, aber deutlich in der Minderheit.

In Deutschland darf eine Produktneueinführung sechs Monate lang als ‘neu’ bezeichnet werden. Knapp 90 % aller bisherigen Brandnooz-Box-Produkte fielen zum Zeitpunkt der Zustellung in diese Kategorie. Das ist aber nicht der einzige Entscheidungsfaktor beim Aboabschluss für unsere Kunden: 85 % schätzen den monatlichen Überraschungseffekt und 84 % probieren gern Produkte, die sie sonst nicht gekauft hätten.”

100 Prozent aller Supermarktblog-Autoren finden das zwar sehr interessant, würden aber trotzdem bei ihrer sachten Skepsis bleiben, was die bisherige Fortentwicklung des Konzepts angeht. Vielleicht ändert sich das ja mit den nächsten Boxen.

Die Brandnooz-“Coolbox”: Kommt sie heut’ nicht, kommt sie morgen

Wieviel Geduld würden Sie mitbringen, um einen in Honig-Dill-Fertigsoße ertränkten Lachs, “limitierte” Brotaufstriche mit Comic-Faultier auf der Packung und einen Frischkäse mit Erdbeergeschmack zu probieren? Hoffentlich eine ganze Menge.

Falls nicht, kommt ein Abo des Lebensmittelprobier-Diensts Brandnooz für Sie eher nicht in Frage. Vor einigen Monaten kündigten die beiden Gründer des Hamburger Start-ups an, im Herbst erstmals eine Box mit gekühlten Produkten verschicken zu wollen. In der vergangenen Woche war’s soweit. Dem Unternehmen zufolge wurden rund 5000 Haushalte beliefert. In der Pressemitteilung (pdf) heißt es:

“Damit führt Brandnooz die bisher größte einmalige Versandaktion mit konstanter Kühlkette in Deutschland durch.”

Und weil so eine Kühlkette einen gewissen Planungsvorlauf braucht, vor allem wenn sie vom Dumpingpaketdienst Hermes eingehalten werden soll, wurden die Abonnenten bereits Mitte Oktober dazu aufgefordert, sich einen Termin auszusuchen, an dem ihnen das Paket ganz sicher zugestellt werden kann. Denn:

“Da das Paket gekühlt ist und die Produkte direkt in den Kühlschrank müssen, kann Hermes diesmal nur einen Zustellversuch unternehmen. Bei Abwesenheit ist eine zweite Zustellung kostenpflichtig (9,99 Euro) und erfolgt nur auf Wunsch.”

“Termin” bedeutete in diesem Fall: ein Zeitfenster von 48 Stunden. Das Abonnement für einen Monat auszusetzen, um sich die Versandenttäuschung von vornherein zu ersparen, war nicht möglich. Die Box könne auch an einen Hermes-Shop geliefert werden, erklärte Brandnooz – aber nur “wenn die Box am selbigen Tag abgeholt wird”. Sollte das Paket zwei Tage nach Versand nicht angekommen und ausgepackt sein, müssten die Produkte weggeschmissen werden, weil die Kühlung dann nicht mehr ausreiche.

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Süßigkeiten-Bescherung: Brandnooz verschickt neue Lebensmittel per Abo-Box

Als die ersten Tester Anfang Mai ihre Urteile veröffentlichten, war der kleine Milchreis-Eklat nicht mehr aufzuhalten: “Sieht aus wie Milchreis, schmeckt nach nichts”, schrieb einer. Ein anderer bemängelte “ekligen Geruch”. “Nicht cremig genug” und “geschmacksneutral” kritisierten die nächsten. Weniger höfliche Bewertungen lauteten: “muffig”, “pappig” und “abartig”. Am Ende aber waren sich die meisten Kommentatoren einig: “Kaufen würd’ ich mir das nicht.” Spätestens da muss den Marketingleuten von Reis Fit klar geworden sein, dass ihr neuer Milchreis für die Mikrowelle im Supermarkt kein besonders großer Hit werden würde.

Die Entwickler bedankten sich höflich bei den Testern für ihre Einschätzung und erklärten, diese ernst nehmen zu wollen:

“Daher arbeiten wir aktuell mit Hochdruck an einer verbesserten Rezeptur, um den Milchreis so zu gestalten wir ihr es euch gewünscht habt.”

Mit einer derart brutalen Ehrlichkeit der Konsumenten haben Danielle Fontaniello und Johannes Nielsen vielleicht nicht gerechnet, als sie vor drei Jahren ihr Start-up Brandnooz für so genanntes “Empfehlungsmarketing” gründeten. (“Brand” steht für Marke, “nooz” ist die hippe Schreibweise für “News”.) Aber zumindest zeigt der kleine Milchreis-Eklat, dass ihre Idee funktioniert. In manchen Fällen halt nur anders als gedacht.

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