Ganz so leicht, wie Edeka es uns in der Werbung weismachen wollte, läuft das mit der Regionalität im Supermarkt dann doch nicht. So stand’s im vergangenen Herbst im Supermarktblog – weil der Bauer seine Ernte eher selten direkt vor den Laden fährt, damit der Kaufmann die Ware bloß noch in die Auslage heben muss. Das Angebot regionaler Lebensmittel ist in vielen klassischen Supermärkten eher bescheiden.
Dabei geht’s auch anders, meint Edeka – und lud, nachdem der Text im Supermarktblog erschienen war, zum Besuch ins E-Center nach Berlin-Moabit, um zu erklären, wie die Regionalität dort ins Regal kommen.
Nein, nicht mit dem Traktor. “Aber bei manchen Herstellern bringt die Chefin ihre Produkte tatsächlich selbst bei uns im Laden vorbei”, sagt Marcus Reh, der bei der Edeka-Regionalgesellschaft Minden-Hannover für Regionale Sortimentskoordination in Berlin und Brandenburg zuständig ist. (Was eine “Regionalgesellschaft” ist, steht hier.) Zu Rehs Aufgaben gehört es, herauszufinden, welche regional produzierten Lebensmittel ins Edeka-Sortiment passen könnten. Er sagt:
“Viele kleine Hersteller fragen mich: Wieviele Kilo muss ich liefern, um in eure Läden zu kommen? Dabei kommt es darauf gar nicht an. Die Frage ist eher, für wieviele Märkte eine Belieferung ausreicht. Es kann durchaus Sinn machen, auch mal nur 18 Flaschen eines regional hergestellten Weins ins Regal zu bringen oder nur ein paar Kilo Äpfel zu liefern. Es gibt keine vorgegebenen Mengen. Mit regional hergestellten, besonderen Produkten will Edeka sich von der Konkurrenz abheben.”
Das erfordert nur eine gewisse Flexibilität.
Das E-Center wird derzeit von 32 Lieferanten aus der Region beliefert: Es gibt Säfte aus der Kelterei Buchholzer in Französisch-Buchholz, Honig von Imker Manfred aus Friedrichshagen, Milchprodukte vom Milchhof Hemme im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, Sanddorn aus Werder, (während der Saison) Apfelkisten vom Brandenburger Obstgut Müller – sowie Schaumküsse von Aseli Zuckerwaren aus Berlin-Schönholz und Florida Eis, das in der Nähe von Spandau hergestellt wird. (Was Sie jetzt vermutlich nicht ganz oben auf Ihrer Liste an regionaler Produkte stehen hätten.)

Damit die Sachen im Laden auch gefunden werden, gibt’s – außer dem Regal, an dem die Regionalität groß dransteht – Aufkleber, die überall dort auf den Boden oder die Preisschilder gepappt werden, wo sich die Regioprodukte ins normale Sortiment einsortieren. Darauf steht:
“Aus maximal 30 km Umkreis.”
Das ist recht hilfreich bei rund 20.000 Produkten, von denen 300 oder 400 regional sind.










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