Aldi, Lidl und der Knöllchenkampf gegen fremdparkende „Nicht-Kunden“

Aldi, Lidl und der Knöllchenkampf gegen fremdparkende „Nicht-Kunden“

Inhalt:

Damit auf Kundenparkplätzen niemand länger parkt als er einkauft, beauftragen Aldi und Lild private Firmen, die eifrig Knöllchen verteilen. Auch an treue Kunden, die bloß versäumt haben, sich die pedantischen Parkregeln durchzulesen.

Partner und Sponsoren:

Kunden sind eigentlich auch nichts anderes als EC-Karten bei sich tragende Zumutungen auf zwei Beinen. Sie wollen billig einkaufen, aber schön soll’s im Laden trotzdem sein – Aldi und Lidl passen sich an. Auch am späten Abend müssen noch frische Backwaren im Brötchenknast liegen – Aldi und Lidl stellen sich drauf ein. Ständig schleppt einer Produkte zum Umtausch zurück in den Laden, hat aber den verdammten Kassenzettel längst verschlampt – Aldi und Lidl sind großzügig, alles kein Problem. Ein Problem wird’s erst, wenn die Discounter in den Grundfesten ihres Geschäftsprinzips erschüttert werden: draußen, auf dem Parkplatz.

Da hört der Spaß ganz schnell auf.

Die zweibeinigen Zumutungen, die mit ihrem Auto den ganzen Tag einen Parkplatz blockieren, obwohl sie bloß Kleinkram eingekauft haben oder gar nicht erst im Laden waren, sind den Ketten ein Dorn im Auge. Weil kaum etwas schlechter fürs Geschäft ist als ein Parkplatz, der fast vollständig belegt aussieht. Weil neu ankommende Zumutungen sich womöglich in letzter Sekunde umentscheiden und ein paar Straßen weiter zur Konkurrenz fahren könnten, wo sie sich nicht dazwischen quetschen müssen. Viele Discount-Parkplätze sind vor allem deshalb so groß geraten, damit sie nie ganz voll werden.

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„Fremdparker“, wie Aldi sie nennt, stören diesen Plan empfindlich. Aus diesem Grund gehen die Ketten inzwischen rigoros gegen sie vor – und riskieren sogar, brave Einstundenparker zu vergrätzen.

In Köln (und andernorts) hat Aldi Schranken vor seine Kundenparkplätze gebaut. An manchen Lidl-Filialen versperren große Eisentore die Zufahrt außerhalb der Öffnungszeiten. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich jedoch vor allem die Straf-Parkplatzaufsicht.

Bei der kümmern sich private Firmen um die Beaufsichtigung und verteilen fleißig Knöllchen, wenn Autobesitzer gegen die Vorschriften verstoßen. Was ziemlich schnell geht, wenn man als Kunde versäumt, die über Nacht montierten Tafeln zu lesen, die ein pedantisches Parkverhalten einfordern: Parkscheibe raus, bitte nicht Trödeln beim Einkaufen, nach sechzig Minuten bis drei Stunden (je nach Laden und Lage) heißt’s hasta la vista. Oder wie es die Firma „Parkraum Service auf ihre Banner schreibt:

„Hier sorgt Parkaum Service dafür, dass Sie als Kunde bequem parken und Ihren Einkauf genießen können.“

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Wer sich nicht dran hält, muss blechen. Und zwar mit 15 bis 30 Euro oft deutlich mehr als er beim Einkaufen im Discounter eigentlich sparen wollte.

Das Aufsicht-Outsourcing ist zugleich eine höchst effektive Stützmaßnahme für Zeitungsredaktionen, die jeden Tag einen Lokalteil vollkriegen müssen, und für die Kunden ein Segen sind, die teure Privatknöllchen vor der Teufelsfiliale in die Kamera halten, um empört zu berichten, wie das Unheil über sie kam. („Ein Knöllchen am Auto ist immer eine ärgerliche Sache. Doch als Dieter Pukallus nach seinem letzten Lidl-Einkauf zu seinem Wagen zurück kehrte, fühlte er sich im falschen Film“, berichtete die WAZ im vergangenen Jahr romanhaft aus dem Parkplatz-Krisengebiet Bottrop.)

Jedes Mal wird geklärt, dass Aldi und Lidl auf ihrem Privatgelände tatsächlich selbst die Regeln bestimmen dürfen. Die Bestrafzettelten sind dennoch außer sich. So sehr, dass sich bereits Anwaltskanzleien auf das Problem spezialisieren und Ratgeber zu der Problematik anbieten. Ein Berliner Verbraucherrechtsanwalt erklärt auf seiner Seite:

„Dreh- und Angelpunkt ist bei solchen Vorfällen die Sichtbarkeit des Hinweisschildes an der Einfahrt zum Parkplatz. Dieses muss so groß und deutlich gestaltet sein, dass Sie es nicht übersehen können.“

So groß und deutlich, zum Beispiel, wie vor diesem Berliner Aldi-Markt, dem Kunden kaum vorwerfen können, nicht umfassend informiert zu werden – sofern sie es hinkriegen, den vollständigen Inhalt innerhalb der erlaubten 60 Parkminuten zu erfassen. (Gut möglich, dass sie sich fürs Einkaufen anschließend anderswo einen Parkplatz suchen müssen.)

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Dabei wissen die deutschen Vor-Discountern-Parker gar nicht, wie gut sie es eigentlich haben. In Großbritannien vermasselt Tesco seit einiger Zeit so genannten „Nicht-Kunden“ („non-customers“) das unbefugte Parken mittels der ANPR-Technik („Automatic Number Plate Recognition“).

Fährt ein Auto auf den Kundenparkplatz, registriert eine Kamera das Nummernschild; nach dem Einkauf, bei dem mehr als 3 Pfund ausgegeben werden müssen, scannt der Wageninhaber einen Coupon und gibt an einem Touchscreen-Automaten sein Kennzeichen ein. Dann ist das Parken kostenfrei. Wer das vergisst, kriegt ein paar Tage später Knöllchenpost. Vielen Kunden stinkt das gewaltig, wie Beschwerden auf Twitter belegen.

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Dennoch ist Tesco nicht alleine mit der Strafmaßnahme: Supermarktblog-Leser Arnulf K. berichtet von ähnlichen Vorkehrungen bei Sainsbury’s, schreibt aber auch, dass sein Kennzeichen beim Einfahren schon falsch gescannt wurde. Ganz so ausgereift scheint die Technik also noch nicht zu sein.

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Aber das ändert sich in den kommenden Jahren sicher. Weil das Potenzial riesig ist. Wenn Supermärkte demnächst ihre Kunden im Laden gesichtserkennen, lassen sich Unschlüssige, die zu lange vor dem Weinregal rumgammeln oder Staus an der Käsetheke verursachen, per Lautsprecher augenblicklich zur Kasse beordern, um nachfolgenden Kunden den Weg freizumachen. Spätestens dann wird sich auch der Online-Einkauf von Lebensmitteln ein für alle Mal durchsetzen.

Und wenn sich der freundliche Mitarbeiter beim Kistenschleppen in den 5. Stock wieder Zeit lässt, stecken Sie ihm oben angekommen zum Trinkgeld einfach ein Verspätungsknöllchen in die Brusttasche. Ist ja ihr Privatgelände, auf dem können Sie Regeln aufstellen, wie sie wollen. Wenn Sie vorher dran gedacht haben, an der Haustür eine große Tafel mit ihren ganz persönlichen AGB anzubringen.

Mit Dank an Supermarktblog-Leser Arnulf K. (für das Sainsbury-Foto und das Parkkamera-Ausprobieren).

Fotos: Arnulf K., Metric Group Ltd., Supermarktblog

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22 Kommentare
  • Parkraum Service? Leiter, 1 Dose Farbspray, Vermummung und aus dem dummen Spruch auf dem Banner schnell ein ‚Bitte denken sie stets an den Bindestrich‘ zaubern, nur so aus Freude an der Anarchie und korrekter Rechtschreibung auch bei Firmennamen.
    Die Aldi-Filiale hinterm Arbeitsamt Duisburg hatte schon vor mindestens 9 Jahren Schranken angebracht. Mir ist allerdings nicht bekannt, ob das immer noch so ist, weil ich seit eben 9 Jahren nicht mehr dort war.

    • “ weil ich seit eben 9 Jahren nicht mehr dort war.“ Was bei Ihrem Verständnis von Eigentum verwundert.

      Ansonsten finde ich das vorgehen gegen Fremdparker okay. Wäre das ein kleines Geschäft mit 4 Parkplätzen hätte jeder Verständnis dafür. Nur weil die Discounter so doof sind eine große Anzahl an Parkplätzen zu Verfügung zu stellen sollen sie das hinnehmen ?

    • „Ansonsten finde ich das vorgehen gegen Fremdparker okay. Wäre das ein kleines Geschäft mit 4 Parkplätzen hätte jeder Verständnis dafür. Nur weil die Discounter so doof sind eine große Anzahl an Parkplätzen zu Verfügung zu stellen sollen sie das hinnehmen ?“

      Nur weil der Discounter mit seinem zehnfachen Gewinn pro Filiale es nicht hinbekommt selbst Mitarbeiter hinzustellen die aufpassen, werden alle Kunden gegängelt. Da liegt doch der kleine Unterschied. Während du mitunter noch von dem Geschäftsinhaber persönlich ermahnt wirst bzw. er Verständnis zeigt, dass du noch fix ne Kleinigkeit mehr erledigt hast, wird dein Auto mitunter schon abgeschleppt, während du an der Kasse beim Lidl stehst. Andere Supermärkte haben da übrigens auch ganz andere Sichtweisen: Viele Menschen kaufen mitunter in drei, vier Geschäften ein, dann kommt der Kunde halt später oder geht im Vorfeld im eigenen Laden einkaufen. Machen die Kunden bei anderen Geschäften dann ebenfalls – am Ende ein Nullsummenspiel. Mal anders ausgedrückt: Warum sind die großen, finanzstarken Ketten die Vorreiter, also jene die es sich leisten können, und gerade nicht lokal vernetzte Supermärkte?

    • Weder ihr zehnfacher Gewinn noch ihr Nullsummenspiel rechnen sich und rechtfertigen irgendwas. Und ihre romatische Vorstellung vom Inhaber der Sie persönlich ermahnt und Veständnis zeigt dürfte eine genauso große Anzahl an Unternehmern entgegenstehen die da eine ganz andere Meinung zu haben – so wie es auch Ihre genannten Supermärkte mit der ganz anderen Sichtweise geben mag.

      Zitat: „Mal anders ausgedrückt: Warum sind die großen, finanzstarken Ketten die Vorreiter, also jene die es sich leisten können, und gerade nicht lokal vernetzte Supermärkte?“

      Ja sagen Sie doch mal warum das so ist ? Und warum für ihre großen, finanzstarken Ketten „die es sich leisten können“ andere Maßstäbe gelten ?

  • Gut, ich bin kein Autofahrer, wäre ich einer, würde das tatsächlich mein Kaufverhalten verändern. Parkscheiben nerven einfach… Ich würde wohl zum nächsten Supermarkt/Discounter mit FreiParken angebot fahren. Das wäre übrigens eine gute Idee für die Discounter: Super Park Samstag, parken 33% reduziert…

  • 15 – 30 Euro sind ja noch ein Schnäppchen… In Hamburg berichten die Zeitungen immer wieder von der Firma Toetrans bzw. dem Nachfolger Aktiv Transport. Wer hier auf einem Rewe-Parkplatz an der Barner Straße parkt, kann auch schon mal 220 Euro zahlen, siehe http://www.elbe-wochenblatt.de/altona/lokales/wieder-aerger-um-aktiv-transport-d35586.html . Inzwischen wurde Aktiv Transport seitens der Stadt die Genehmigung entzogen, siehe auch http://www.mopo.de/umland/dubiose-firma-bahrenfeld–schleppt-aktiv-transport-jetzt-wieder-ab–1167886

  • Ich finde eine Lösung mit Schranke und 90 Minuten kostenlosem Parken für Kunden (Parkscheinentwertung an der Kasse) am besten. Da kann man nicht versehentlich was falsch machen. Und wenn man schonmal eine Schranke hat, dann kann als Supermarkt in dicht besiedelten Gegenden noch gleich den Parkplatz von abends bis vor Geschäftsöffnung für 3 Euro pro Nacht oder so an Anwohner vermieten.

  • @Torsten: Die Discounter sollen den ganzen Tag bezahlte Mitarbeiter hinstellen, um „aufzupassen“? Was für ein Kindergarten.

    Ich finde es gut, dass die Discounter verstärkt gegen die Fremdparker vorgehen. Ich hab hier einen Lidl in guter Lage, nebenan Hotel, Fitnesstudio und diverse Bürogebäude. Jeder Hinz und Kunz nutzt den kostenlosen Lidl-Parkplatz, weil es da ja nix kostet. Hihihi.

    Ich konnte schon mehrfach nicht bei diesem Lidl einkaufen, weil kein einziger Parkplatz frei war. Oder hab gerade noch einen Platz ergattert. Im Laden waren dann keine 10 Kunden, draußen aber 50 Autos. Super Sache.

    Die Geschäftsleitung hat mir gesagt, dass sie Gegenmaßnahmen plant, aber passiert ist bislang nix.

    Eine Parkscheibe reinlegen zu müssen und dafür 1 Stunde kostenlos parken zu können, ist doch absolut ok.

  • Knöllchen bei den Discountern sind ja noch harmlos… der beschrankte Rewe hier lässt abschleppen. Übrigens auch, wenn das Auto nach dem üppigen Wocheneinkauf nicht anspringt! Da hilft auch alles Bitten beim Personal nichts, wäre der ADAC nicht bis Ladenschluss da gewesen, Pech gehabt…

    Grundsätzlich sind kleine Parkgebühren ja schon verständlich, wenn tatsächlich Parkplatzknappheit herrscht. Bei uns gabs mal nen Aldi direkt neben einem Parkhaus. Klar, dass Parken über einer Stunde auch auf dem Aldi-Parkplatz etwas gekostet hat.

  • Zumindest in Tübingen weist Aldi in dicken Lettern darauf hin, sich das mit der Parkscheibe nicht selbst ausgedacht, sondern von der Stadtverwaltung verordnet bekommen zu haben.

    Die „Nichtkunden werden abgeschleppt“-Schilder gibt es meiner Erinnerung nach schon seit Jahrzehnten, auch an gänzlich unbeschrankten Supermärkten. Und zumindest an den neuralgischen Einkaufstagen vor drei Feiertagen werden sie auch tatsächlich mal durchgesetzt.

    • Ja, mir hat man auch gesagt, daß da die Stadt selber kontrolliert.

      Ich meine mich zu erinnern, daß diese Parkfläche irgendwie sogar der Stadt gehört – und Aldi die nur nutzen darf für die Kunden bzw. gepachtet hat.

      Evtl. war das ja eine Auflage der Stadt bei der Baugenehmigung, um die Kontrolle über die Parkkappazitäten zu behalten….

      …ich kann mir nämlich vorstellen, daß der liebe Herr Palmer (Partei: Die Grünen) auf Teufel komm raus alles tut, um die Stadt für Autofahrer unattraktiv zu machen.

      (und habe das dort auch schon erlebt … Tempo 30 auf Durchgangs-Bundesstraße (statt Ortsumgehung zu bauen), Poller damit man keine Abkürzungen mehr fährt, Straßen nur für Busse freigegeben so daß man mit PKW große Umwege fahren muß)

  • Das einzige was man den Händlern vorwerfen kann, ist dass sie nicht immer den für den Verbraucher klarsten und einfachsten Weg wählen: Schranke an den Parkplatz und (bei Einkauf erlassene) Parkgebühren erheben. Aber das mag auch irgendwelche bürokratischen Gründe haben.

  • Die Maßnahmen zu den Parkplätzen halte ich für angebracht. Hier in der Stadt gibt es ein Kaufland direkt im Zentrum, mit Schranke. Wer dort einkauft, bekommt das Parkticket entwertet, alle anderen zahlen am Automaten. Nach den Öffnungszeiten geht die Schranke hoch, so dass die abendlichen Besucher der Innenstadt kulturelle Veranstaltungen oder die Restaurants besuchen können, ohne zu zahlen.

    Etwas weiter das zweite Kaufland mit zwei Parkebenen, initial mit Schranke, die wurde aber abgebaut. Nebenan Bürogebäude und ein kostenloses Mitarbeiter-Parkhaus. Wer parkt nun auf dem Kaufland-Parkplatz direkt vor dem Eingang zum Kaufland? Richtig, die Angestellten aus den Büros. Und zwar den ganzen Tag. Schließlich ist es so schön praktisch ebenerdig und überdacht, und im kostenlosen Firmenparkhaus müsste man ja vier, fünf Etagen die Treppe benutzen. Sollen doch die blöden Kunden dort parken, wo nicht mehr überdacht ist, und können weiter laufen. Wenn hin und wieder der Abschleppwagen anrollt, ist natürlich sehr schnell viel frei…

    Zwei Straßen weiter ein Aldi mit kostenlosem Parkplatz, direkt nebenan ein Bürozentrum, unter anderem mit Start-ups belegt. Die Parkplätze zum Bürozentrum könnte der hippe, coole Chef ja dazumieten. Aber wenn er nur die Hälfte anmietet und ansonsten die Parole ausgibt, dass man während der Arbeit drüben bei Aldi parken soll, dann ist das noch hipper und man spart auch noch Kosten.

    Polemisch? Ja, aber der Beitrag ist auch recht reißerisch geschrieben.

  • Ich war auch überrascht, als ich auf einer Dienstreise auf einem Aldi Süd Parkplatz in Baden-Württemberg eine Parkscheibe nutzen sollte…

    …denn ich hatte keine. Zum einen buche ich Hotels mit Parkplatz, zum anderen bin ich es gewohnt daß gerade in großen Städten eigentlich jeder Parkplatz in irgendeiner Form Geld kostet. Ich glaube, die kostenloses Parkscheibenplätze sind am Aussterben…die Städte und Gemeinden suchen doch händeringend nach Möglichkeiten, die klammen Kassen aufzubessern.

    Ansonsten habe ich auch dafür Verständnis, daß die Discounter sowas machen. Bei dem Aldi Parkplatz, auf dem ich parkte, sind rundherum Regierungsviertel, Schulen, Unternehmen. Wenn da ein Pendler weiß, daß er jeden Tag dort den ganzen Tag kostenlos parken kann, wenn er nur früh genug kommt – was macht er dann? Klar doch…

    Und die Forderung, daß die MItarbeiter der Discounter selber kontrollieren, ist natürlich Quatsch. Die sollen das machen, wofür sie eingestellt worden sind – und nicht Hilfssherriff spielen… und sich, je nach Stadtviertel, vielleicht noch ein paar auf die Zwölf dabei abholen….

  • @Wasserturm: das ist eine Falle! Auto abstellen, bemerken, dass man keine Parkscheibe hat, in den Aldi gehen und Parkscheibe abholen, zurück zum Auto kommen und Knöllchen von der Windschutzscheibe entfernen… ;o)

  • Wir haben bei uns einen Edeka in der Innenstadt, direkt neben dem Salzmuseum und fußläufiger Entfernung zur Fußgängerzone. Dort ist es schon seit Jahren üblich, dass man an der Schranke einen Chip bekommt, den man sich an der Kasse entwerten lassen kann, wenn man etwas kauft (und sei es ein Hefewürfel). Kauft man nicht oder bleibt man länger (genaue Dauer fällt mir gerade nicht ein), zahlt man ein, zwei Euro die Stunde. Ein Stück weiter gibt es einen kostenlosen städtischen Parkplatz, der aber immer hoffnungslos überfüllt ist. Daher ist diese noch recht günstige Lösung (wie auch ein günstiger Parkplatz der IHK) recht beliebt im Vergleich zu Parkflächen mit städtischen Tarifen.

  • Mich interessiert bei dem Thema die Verhältnismäßigkeit. Am 2. Weihnachtsfeiertag wurde mein irrtümlich auf einem Parkplatz der Firma PENNY abgestelltes Fahrzeug abgeschleppt. Abgestellt wurde das Fahrzeug ca. um 18 Uhr, abholen wollte ich das Fahrzeug gegen 20.30 Uhr. Rechnung beim Abholen am gleichen Abend 250€. Das Fahrzeug ist ca. 20km vom Abschlepport bei einem Abschleppunternehmen eingestellt worden. Ist das noch verhältnismäßig, was die Firma PENNY hier an einem Feiertag durchführen lässt?

    • Im Zivilrecht ist grundsätzlich alles verhältnismäßig, was nicht ausschließlich der Schikane dienen könnte. Die Frage ist allenfalls, ob es über eine normale Beseitigung der Störung hinausgeht. Für Feiertag erscheint mir das aber eher günstig.

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