Lebensmittel aus Litauen: ein nachhaltiger Gewinn für den deutschen Markt

Lebensmittel aus Litauen: ein nachhaltiger Gewinn für den deutschen Markt

Foto: Enterprise Lithuania
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Snackriegel für junge Berufstätige, gefriergetrocknete Lebensmittel aus dem 3D-Drucker, Backwaren mit gemahlenen Insekten: Litauische Unternehmen liefern nachhaltige Produkt-Innovationen, die auch im deutschen Lebensmittelhandel eine echte Bereicherung sein können.

Anzeige. Der folgende Text stammt von Enterprise Lithuania .


Im südlichsten der drei baltischen Staaten hat die Produktion von Lebensmitteln eine Tradition mit bedeutendem Stellenwert. Kein Wunder – nehmen die landwirtschaftlichen Nutzflächen doch den größten Teil der Landesfläche Litauens ein. Heutzutage beeindrucken die überwiegend kleinen und mittelständischen Unternehmen durch ihre innovativen und zukunftsorientierten Konzepte. Wichtig sind die Anwendung moderner Technologien sowie die Umsetzung der strengen, EU-konformen Qualitäts- und Umweltstandards. Aus der engen Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern resultieren Lebensmittel, die einen besseren Nährwert besitzen, länger haltbar sind und dafür sorgen, dass die Verbraucher sich gesünder ernähren können. Sogar der 3D-Druck von Lebensmitteln ist unter diesen innovativen Lösungen.

Nachhaltigkeit ist heutzutage Notwendigkeit. Es reicht nicht, „nur“ gesunde Bio-Lebensmittel anzubieten. Darüber hinaus müssen die Lebensmittelproduzenten selbst eine Führungsrolle übernehmen, indem sie ihren gesamten Herstellungsprozess umweltfreundlich gestalten.

Das quirlige Litauen mit seinen vielen Jungunternehmern will seine Dynamik und Leistungsfähigkeit dem europäischen Markt präsentieren.

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Fünf Unternehmensbeispiele zeigen innovative und nachhaltige Wege, die auch für den deutschen Markt von großem Interesse sind.


Startuper’s Smoothies – ein Snack nicht nur für Unternehmensgründer

Foto: Startuper’s Smoothie

Startuper’s Smoothies, ein funktionaler Snack, der sich an junge, aktive Menschen richtet, die in hektischen Berufsumfeldern, wie zum Beispiel Startups, arbeiten, strebt auf den deutschen Markt. Der Snack enthält weder zugesetzten Zucker noch Konservierungsstoffe, dafür eine hohe Nährstoffdichte. Dank neuartiger Technologie ist Startuper’s Smoothie 18 Monate haltbar, denn junge Berufstätige haben oftmals nicht die Zeit, sich um Verfallsdaten zu kümmern.

Die Entwicklung des Produkts begann 2017. Nach intensiver Forschung entstand zusammen mit Lebensmittelwissenschaftlern und Experten der Technischen Universität Kaunas ein Smoothie, der u.a. 72 Meeresmineralien enthält.

„Am wichtigsten ist, dass wir den ersten echten Mahlzeitenersatz erfunden haben, der Mundspeichel, Magensäure und alle Verdauungssysteme aktiviert“, sagt Lukas Laurinavičius, einer der beiden Unternehmer des Startups. Laut Dr. Raimondas Narkevičius vom Kaunas Institute of Technology Food Institute „ermöglicht der technologische Prozess eine konservierungsmittelfreie Produktion, hervorragende mikrobiologische Sicherheitsindikatoren und eine lange Haltbarkeit. Die Zusammensetzung des Produkts ist sehr ausgewogen, sie gewährleistet einen hohen Nährwert für Erwachsene sowie einen ausgezeichneten Geschmack.“

Super Garden – Nahrung aus dem 3D-Drucker

Foto: Super Garden

3D-Druck mit Metallen und Kunststoffen ist heute alltäglich, 3D-Druck in der Lebensmittelindustrie war bisher eher Science-Fiction. Das innovative litauische Unternehmen Super Garden entwickelte einen 3D-Druck-Prototypen, der gefriergetrocknete Lebensmittel wie Gemüse und diverse Fleischsorten nach Belieben drucken kann. „Stellen Sie sich vor, Sie wollen Rindfleisch, Rote Beete und Brokkoli zum Mittagessen. Sie drücken einen Knopf, und der 3D-Drucker druckt sofort die ausgewählten Lebensmittelwürfel aus“, sagt Laura Kaziukonienė, Geschäftsführerin von Super Garden.

Der bisherige Geschäftserfolg von Super Garden hat seinen Ansatzpunkt in der Gefriertrocknung (Lyophilisation). Dabei bleiben bis zu 98 Prozent der Nährstoffe im dehydrierten Produkt erhalten, während die ursprüngliche Form des Produkts beibehalten wird. Diese Methode wurde von der NASA übernommen, um Astronauten mit nahrhaften und leicht zu verzehrenden Mahlzeiten zu versorgen. Lyophilisation kann nicht nur zum Gefriertrocknen von pflanzlichen, sondern auch von tierischen Lebensmitteln wie Käse oder anderen Milchprodukten, Geflügel und anderem Fleisch verwendet werden.

Ustukiu malunas: Backwaren mit gemahlenen Insekten

Foto: Ustukiu malunas

Ein Getreidekuchen mit einem Anteil von gemahlenen Insekten, der Algenart Spirulina sowie proteinreichen Pulvern ist die innovative Entwicklung des Familienunternehmens Ustukiu malunas, das auf Getreideprodukte spezialisiert ist. Dazu gehören Vollkornkuchen, Chips, Mehl, Getreide, Getreideflocken und Nudeln. Um die Produkte einzigartig zu machen, experimentiert das Unternehmen u.a. mit Insekten. Diese werden zu Pulver vermahlen und als Proteinquelle in den Getreidekuchen verarbeitet, genauso wie die Spirulina-Algen. Laut Kipras Uzdavinys, Eigentümer von Ustukiu malunas, haben die Kuchen einen hohen Anteil an Proteinen, Ballaststoffen und anderen Zusatzwerten.

Das Unternehmen bietet nicht nur Getreidekuchen an, sondern auch die Technologie zur Bearbeitung der Rohprodukte für diese Kuchen. „Wir können die Rohstoffe selbst herstellen, deshalb haben wir einen Zeitvorteil. Jede Woche können wir Experimente durchführen und einzigartige Alternativen kreieren“, so Kipras Uzdavinys.

AUGA-Gruppe – vertikal integrierte Biolandwirtschaft konsequent umgesetzt

Foto: AUGA

Laut der AUGA-Gruppe, dem größten vertikal integrierten Bio-Lebensmittelunternehmen in Europa, reicht es nicht aus, umweltfreundliche Produkte herzustellen. Die Unternehmen müssen noch weiter gehen. „Die Menschen wollen Nachhaltigkeit, und dieser Trend hat sich während der Pandemie noch verstärkt. Es ist auch sehr wichtig, auf die Landwirtschaft selbst zu achten, die zusammen mit der Forstwirtschaft 23 Prozent der Gase produziert, die den Treibhauseffekt verursachen“, sagt Laurynas Miškinis, Leiter der Forschung und Entwicklung für Bio-Produkte und Handel bei der AUGA-Gruppe.

Das Ziel ist es, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen zu werden, das keine Treibhausgase produziert. „Heute besteht eine unserer Lösungen darin, organische Produktionsabfälle wiederzuverwenden. Außerdem verwenden wir auf fast 100 Prozent unserer Arbeitsflächen umweltfreundliche Anbaumethoden mit minimaler Bodenbearbeitung (min-till). Darüber hinaus wird für all unsere Gebäude Ökostrom verwendet“, erklärt Laurynas Miškinis.

Um ein landwirtschaftliches Technologieunternehmen (AGTECH) zu werden, arbeitet die AUGA-Gruppe an mehreren Projekten. Das erste ist die Entwicklung von biomethanbetriebenen Landmaschinen und die Nutzung von Biogas, wodurch die Landwirtschaft ohne fossile Brennstoffe arbeiten kann. Im Rahmen dieses Kreislaufs wird Gülle sowohl als Düngemittel als auch als Quelle für Biokraftstoff verwendet. Bei dem zweiten Projekt handelt es sich um eine spezielle Futtermitteltechnologie, mit der die Auswirkungen von Futtermitteln auf die Verdauung von Rindern gemessen werden. Das Unternehmen widmet auch der regenerativen Fruchtfolge große Aufmerksamkeit, bei der Getreidepflanzen mit Leguminosen im Wechsel angebaut werden, die in der Lage sind, Kohlenstoff und Stickstoff im Boden zu „fixieren“.

Ekofrisa – Buchweizen als multiple Lösung

Foto: Ekofrisa

Ein weiteres nachhaltiges Beispiel aus Litauen kommt von Ekofrisa, einem der wichtigsten Getreideproduzenten im Baltikum. Ekofrisa stellt nicht nur spezielle Bio-Snacks für den deutschen Markt her, sondern verwendet die übrig gebliebenen Buchweizenschalen auch zum Füllen von Kissen und zum Heizen der Fabrikräume.

„Wir heizen unser Fabrikgebäude, indem wir die übrig gebliebenen Buchweizenschalen verbrennen“, erklärt Unternehmensleiterin Lina Dužinskienė. „Dieselbe Energiequelle wird auch für den Betrieb unserer Maschinen genutzt. Außerdem nutzen wir Solarenergie aus unseren eigenen Kraftwerken.“ Übrig gebliebene Buchweizenschalen werden als Füllung für Kissen und Matratzen verkauft; ebenso als Mulch, der von Gärtnern verwendet werden kann. Insgesamt werden 82 Prozent der Produktion exportiert, hauptsächlich die unverarbeiteten Produkte. Buchweizen-Snacks in Riegelform oder als Müsli werden auf dem deutschen Markt bereits online bei Amazon angeboten. Als neues Produkt wurde der „Hungerkiller“ entwickelt, eine Pulvermischung als Nahrungsersatz für Eilige.

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Lebensmittelproduktion in Litauen
Im Jahr 2019 machte die Lebensmittel- und Getränkeindustrie etwa 3,8 Prozent des BIP aus. Anfang 2021 beschäftigte die Branche rund 39.000 Arbeitnehmer, was 4,0 Prozent der Gesamtbeschäftigung entspricht. Mehr als 960 Unternehmen waren Anfang 2021 in der Branche tätig. Die Mehrheit (96 Prozent) von ihnen waren kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit 1-249 Beschäftigten.

Über Enterprise Lithuania

Enterprise Lithuania ist eine gemeinnützige Agentur des litauischen Ministeriums für Wirtschaft und Innovation, die gegründet wurde, um das Unternehmertum zu fördern, die Geschäftsentwicklung zu unterstützen und den Export zu fördern. Das Team von Enterprise Lithuania bietet zuverlässige Beratung und Unterstützung bei der Gründung, dem Wachstum und dem Export litauischer Unternehmen, wobei der Schwerpunkt auf kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) liegt.

Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, um den Bekanntheitsgrad im Ausland zu erhöhen, ist die litauische Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die einer der größten Produktionszweige in Litauen ist und einen bedeutenden Platz in der litauischen Wirtschaft einnimmt.

Große Aufmerksamkeit wird dem Wachstum der Lebensmittel- und Getränkeproduktion und dem Export, der Erhöhung der betrieblichen Effizienz, der Suche nach neuen Partnern und der Steigerung des Exportvolumens an bestehende Kunden gewidmet. Deutschland spielt dabei zweifellos eine besonders wichtige Rolle, da es derzeit das größte Exportziel ist.


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