Anzeige. Der folgende Text stammt von GEBIT Solutions.

Seit 35 Jahren entwickelt GEBIT Solutions modulbasierte IT-Individuallösungen für weltweit führende Einzelhändler. In der neuen Reihe „Innovation Insights“ im Supermarktblog kommen die GEBIT-Expert:innen zu Wort: mit fachlichen Einschätzungen zu aktuellen Marktentwicklungen, Einblicken in konkrete Projekte und einem Blick auf die Arbeitskultur dahinter.
Wenn an der Kasse im Laden alles funktioniert, fällt es niemandem auf. Der Bon wird gedruckt, der Betrag stimmt, der Gutschein ist mit dem gewünschten Wert aufgeladen – perfekt. Für die meisten Beteiligten bleibt unsichtbar, was dafür im Hintergrund alles zusammenpassen muss.
Zwischen dem, was eine neue Kassenfunktion leisten soll, und dem, was am Ende tatsächlich im System läuft, klafft manchmal eine Lücke. Eine kleine nur – aber sie zu schließen, ist eine eigene Disziplin. Sie heißt nüchtern Qualitätssicherung und entscheidet darüber, ob ein Checkout wirklich verlässlich ist.
Kaum jemand kennt sich damit so gut aus wie My Dung Do-Thieu. Bei GEBIT Solutions sorgt die Testmanagerin dafür, dass die Software am Ende genau so funktioniert, wie sie soll – sehr vereinfacht gesagt.
Denn eigentlich ist es natürlich ein bisschen komplizierter.
Fehler finden – und sich darüber freuen
Als Testerin arbeitet Dung schon seit rund 25 Jahren. Sie bringt Erfahrungen aus verschiedensten Branchen mit, aber ihr Schwerpunkt ist bis heute das manuelle Testen – „und zwar an echter Hardware“, wie sie sagt. Das geht am besten im GEBIT-eigenen Testlabor. Dort ist für jedes Projekt ein kompletter Kassenablauf aufgebaut, mit exakt den Komponenten, die auch im Laden zum Einsatz kommen.
Sobald ein Kunde eine Software-Lösung in einem weiteren Land implementieren möchte, wächst das Testlabor quasi mit: andere Scanner, andere Bondrucker, andere Kartenterminals.
Der Kern ihrer Arbeit klingt erstmal paradox: „Du musst Freude daran haben, Dinge kaputt zu machen“, sagt sie. Nicht im wörtlichen Sinn, sondern als Haltung: Wenn die Kasse im Test plötzlich einfriert, stöhnt man kurz. „Aber du freust dich insgeheim trotzdem: Gut, dass ich diesen Fehler gefunden habe.“ Und nicht der Auftraggeber, oder später der Kunde im Laden.
Viel kommunikativer als man denkt
Das Testen ist keine stille Arbeit vor Bildschirmen (oder eben Kassen). Tatsächlich besteht der Job zu einem wesentlichen Teil aus: Kommunikation. Mit Entwicklern, Business Analysten, dem Product Owner. Alle sind daran interessiert, ein Projekt bestmöglich umzusetzen. Damit das funktioniert, muss im Ablauf aber auch auf Kleinigkeiten geachtet werden.
Erst wenn die Qualitätssicherung grünes Licht gibt, verlässt ein Software-Update das Haus. „Du bist in dieser Funktion die letzte Instanz“, sagt Dung über ihre Arbeit. Das bedeutet für sie aber nicht, Fehler erst am Ende zu beheben, sondern sie früh zu verhindern.
Im Refinement bespricht das Team bei GEBIT neue Storys gemeinsam – also: die Beschreibung einzelner Anforderungen, die innerhalb eines laufenden Projekts umgesetzt werden sollen. In den 15-minütigen Dailys wird abgeglichen, was bereits erledigt ist, was ansteht und wo es vielleicht noch klemmt.
Stetiges Um-die-Ecke-Denken
Dung ist in diesem Ablauf von Anfang an integriert. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen. Jede neue Story heißt für sie: Testfälle schreiben, durchführen, ein Auge darauf haben, dass die Entwickler die automatisierten Tests implementieren. Genauso wichtig ist aber auch die Frage: Wird jede Story tatsächlich von allen gleich verstanden und umgesetzt? Falls nicht, hakt Dung ein.
Manchmal zeigen sich Unstimmigkeiten erst, wenn man ganz genau hinschaut. „Ich will die Story ja nicht auf den Best Case testen“, sagt Dung, „sondern bewusst Fehler finden.“ Das sei ein kreativer Prozess. Mit vielen Was-wäre-wenns. Und stetigem Um-die-Ecke-Denken.
Manchmal ist Dung weniger Prüferin als Vermittlerin: Sie holt Entwickler und Business Analyst an einen Tisch, bis alle dasselbe unter einer Story verstehen. So sind Missverständnisse ausgeräumt, bevor sie im Code landen.
Über das Naheliegende hinaus
Am Ende jedes Projekts steht die Abnahme durch den Product Owner. Auch hier gibt sich Dung nicht mit dem Erwartbaren zufrieden. Sie prüft deshalb nicht nur, ob die Akzeptanzkriterien alle wie vorgegeben erfüllt sind. Sondern weist auch auf Dinge hin, die vielleicht gar nicht in der Anforderung standen, sich beim Testen aber als wichtig herausgestellt haben – eine Bedienung, die noch unrund ist, eine Schrift, die zu klein geraten ist. Dazu hält sie Rücksprache mit dem Auftraggeber.
Der Maßstab der Qualitätssicherung ist nicht nur, ob eine Lösung der Vorgabe entspricht. Sondern die Frage: Ist sie wirklich gut?
Eine Rolle, die nachwirkt
Testen und Testmanagement sind dabei nur ein Teil von Dungs Arbeit. Eingestiegen ist sie bei GEBIT als Test Engineer, wurde dann aber auch als Scrum Master gebraucht – als Teamcoach, der das Prozessframework einführt, Hindernisse beseitigt und das Team dabei unterstützt, selbstorganisiert und effizient zu arbeiten. „Als Scrum Master räumst du Probleme aus dem Weg“, bringt Dung es auf den Punkt.
Offiziell ist sie in dieser Funktion heute nicht mehr tätig. Geblieben ist aber das Gespür dafür, ein Team in Bewegung zu halten – und der Reflex, für Klärung zu sorgen. „Wenn es offene Punkte gibt, sind es oft die Tester, die fragen: ‚Ist das schon besprochen?‘ Wenn du wartest, hast du unnötig Zeit verloren.“
„Solange dich keiner aufhält, läufst du los“
Dazu kommt ihre Rolle als Trainerin. Einmal im Quartal gibt es bei GEBIT eine Onboarding-Woche für alle, die neu dazukommen. Dungs Part darin ist natürlich die Qualitätssicherung.
Was sie den Neuen dabei vor allem mitgibt, ist neben dem Basis-Testwissen auch die Haltung: „Wartet nicht, bis jemand auf euch zukommt, sondern seid aktiv.“ Ihre Überzeugung ist: Wer etwas erreichen oder verändern will, muss den ersten Schritt machen. „Solange dich keiner aufhält, läufst du los und rennst.“
Und wenn mal was schiefläuft? „Dann versucht das ganze Team zusammen, einen solchen Fehler beim nächsten Mal zu vermeiden. Dieses Miteinander ist das A und O, sonst klappt es einfach nicht.“
Damit am Ende alles funktioniert
Was muss man mitbringen, um in ihrem Job gut zu sein? Das Fachliche könne man durchaus lernen, sagt Dung. Aber Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit, eine gute Selbstorganisation seien absolute Voraussetzung. Okay: und ein bisschen auch diese fast schon trotzige Freude daran, einen Bug zu finden, der noch gefixt werden kann.
Das ist der Grund, warum Qualität beim Test-Management von GEBIT Solutions nicht am Ende steht, sondern von Anfang an mitgedacht wird.
Weil es darum geht, bereits während eines laufenden Prozesses auf Genauigkeit zu achten. Und eine Lösung zu bauen, die in sich stimmig und gut ist. Damit an der Kasse im Laden am Ende alles funktioniert. Und es niemandem auffallen muss, dass der Weg dorthin vielleicht tüfteliger war als gedacht.

GEBIT Solutions entwickelt Checkout-, Pricing-, Campaign-Management- und Fraud-Prevention-Lösungen für Händler wie ALDI SÜD, SPAR, Deichmann, dm-drogerie markt, OBI und Kaufland.
Mehr erfahren: gebit.de





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