Kaufland will nicht mehr rot werden

Kaufland will nicht mehr rot werden

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Aldi Nord hat’s getan, um jüngere Kunden zurückzugewinnen; Penny ist immer noch dabei, um Fototapetenjugendsünden auszulöschen; die Supermärkte sind sowieso in einer Tour damit beschäftigt, um den Discountern voraus zu sein; und jetzt modernisiert auch Kaufland seine Märkte, um – ja, ähm: warum eigentlich?

Eigentlich scheint’s für die Lidl-Schwester auch so ganz gut zu laufen. Ständig baut Kaufland irgendwo einen neuen Großflächendiscounter hin oder schlüpft in ein umgebautes Ex-Citykaufhaus (siehe Supermarktblog). Die Kunden kommen quasi von alleine. Trotzdem wird jetzt umgebaut. Auf Facebook kündigte das Unternehmen an, seinen Fans und Followern häppchenweise „das neue Kaufland-Design“ vorzustellen. Wir erledigen das hier mal in einem Schwung. Also:

Kaufland will nicht mehr rot werden.

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„Die neue Wohlfühlatmosphäre“ ist stattdessen: anthrazit! Gut, die Originalität der Farbwahl hält sich in Grenzen, zumal Anthrazit gerade ungefähr überall an Möbel und Wände geklatscht wird, wo Supermärkte oder Discounter renoviert werden. Aber es ist gut möglich, dass das hippe Grau bei Kaufland besonders auffällt, weil dadurch die bisherige augenschädigende Mischung aus Knallrot und Elfenbein der Vergangenheit angehört.

Bei den Backttheken ist der Unterschied besonders deutlich. Rot ist Vergangenheit – und die Zukunft zwar auch kein Designwunder, aber immerhin nicht rot anders.

Die roten Backstationen sind Vergangenheit

Mit dem neuen Design verschwinden womöglich auch die meterlangen Fleischtäfelchen, die bisher nicht nur die Wurstregalitäten zierten.

Die Bedientheken sehen künftig schlichter aus und verzichten auf hintendran geklebte Alpenpanoramen mit Kuhleben. (Ganz täfelchenfrei wird’s aber nicht.)

kauflanddesign02Kein Alpenpanorama mehr im Hintergrund: neue Kaufland-Theke

In der Obst- und Gemüse-Abteilung wird mehr Platz geschaffen. Bisher stehen in vielen Läden unter einem Meer von Schildern einzelne Kisten herum. In umgebauten Märkten wird eine zweite Regalebene eingezogen. Damit passt auf dieselbe Fläche bestenfalls mehr Ware. Auf jeden Fall sieht es weniger konfus aus.

Übersichtlicher und trotzdem mehr Platz: Kaufland räumt bei Obst und Gemüse auf

Kaufland-Kunden, die schon mal eine kürzlich eröffnete Filiale besucht haben, wird das bekannt vorkommen. Die neuen Märkte sind nämlich bereits ans Anthrazit-Design angepasst worden (z.B. in der Müllerstraße in Berlin-Wedding).

Weil in den Gängen immer noch massig Aktionsware und Quatsch rumsteht, wirken sie zwar nicht ordentlicher als die alten. Aber vor allem wegen der dunkelgrauen Kühlmöbel (die in ganz neuen Märkten noch deutlich dunkelgrauer sind als auf dem Symbolbild hier) doch irgendwie moderner.

In neuen Filialen sind die Kühlmöbel noch etwas dunkelgrauer als auf dem Symbolbild

Auf Facebook hat Kaufland angekündigt, dass alle Filialen umgebaut werden sollen. Dort heißt es aber auch:

„Je nach Standort kann dies noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“

Vor allem die Anschaffung neuer Kühlgeräte ist ein teurer Spaß. Zumal Kaufland weiter expandiert und in neue Standorte investieren muss. Auf Supermarktblog-Anfrage heißt es in der Zentrale in Neckarsulm, man wolle den Kunden „gerne attraktive Einkaufsstätten anbieten, die hinsichtlich Einkaufskomfort und Gebäudetechnik auf dem aktuellen Stand sind“. Bei der Modernisierung werde „ein besonderes Augenmerk auf den Einsatz energiesparender und klimaschonender Technik gelegt, wie beispielsweise energieeffiziente Kühlmöbel und LED-Beleuchtung“.

* * *

Macht bei Ihnen auch ein neuer Kaufland auf? Mich interessiert vor allem: wo, wann – und ob der Neue willkommen ist oder mit Gegenwehr zu rechnen hat. Schreiben Sie’s in die Kommentare!

Fotos: Kaufland (3)/Supermarktblog

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64 Kommentare
  • Komisch, so wie die „neuen“ Bilder sieht unser Kaufland in Leipzig (Reudnitz) schon lange aus. Zumindest beim Obst, den Backwaren und im TK-Bereich. Die Kühe und das wunderschöne Alpenpanorama haben wir, glaube ich, aber auch noch…

    • So komisch ist das gar nicht. Es wird nach und nach modernisiert, jetzt kommuniziert Kaufland halt, dass das neue Design überall kommen soll.

  • Für mich ist Kaufland der erste Fall, in dem es völlig unnötig scheint alleFilialen komplett umzukrempeln. Welchen Nutzen bringt das für die Kunden? Ich finde, selbst 10 Jahre alte Märkte sind keine Schmuddelläden die es nötig hätten. Und vor allem ist es doch unfassbar teuer die kompletten Kühlregale zu entsorgen nur damit sie eine andere Farbe haben, denn zumindest in den neueren Märkten (z.B. 2 Jahre alt) sind die Kühlregale von der Technik her sicher nicht veraltet. In dem 2 Jahre alten Markt in Velbert (NRW) gibt es bis auf die Obstabteilung auch keine Unterschiede mehr zum neuen Konzept.

    • Ich tippe auch mal, dass nicht alles rausgeschmissen und komplett neu reingestellt wird. Das dürfte eher ein fließender Übergang sein.

  • In Pforzheim hat für ein paar Monaten ein Kaufland eröffnet, welches den Fotos sehr nahe kommt. Ich würde sogar behaupten, dass Foto mit den neuen TK-Schränken in Pforzheim aufgenommen wurde.
    Das alte Kaufland stand Luftlinie 500m entfernt und wurde komplett abgerissen. Das war auch ein echt versiffter Laden. Das neue ist dagegen wirklich gut gelungen. Gute Fleisch- und Fischtheke. Ansonsten ist es mir deutlich zu groß – bekomme da nach 10 Minuten eine totale Reizüberflutung. Es gibt da alles und das jeweils in 10 Ausführungen. 😉

    https://www.kaufland.de/Home/05_Unternehmen/008_Presse/068_Maerz_2014/04_Eroeffnung_Pforzheim/index.jsp

    http://www.pz-news.de/cms_media/module_bi/1753/876507_1_detail_531e12fa1241b_Altes_Kaufland_Areal_noch_ohne_neuen_Nutzer.jpg

    http://flickrhivemind.net/Tags/neubau,pforzheim/Recent

  • Bei unserem Kaufland ist über den Zeitschriften eine ausgeblichene Fototapete angebracht, auf der (neben anderen Zeitschriften) eine „Bravo“ mit Jürgen Klinsmann als FC Bayern Spieler abgebildet ist. Die ist also mindestens 17 Jahre alt, das ist fast schon wieder retro.

  • ich kann zwar die meinung der anwohner verstehen, dass der verkehrsfluss, falls der markt eröffnet wird, sich ziemlich steigern wird und somit die geräuschkulisse vermutlicherweise „unerträglich“ wird, jedoch nicht aus Einzelhändler-Sicht. In der unmittelbaren Umgebung ist nur wenig vorhanden und ca. 2 Min. Autofahrt entfernt finden sich ein ALDI und ein Edeka und wie ich mitbekommen habe, wird derzeit in einem Neubau am Nordpark ein DM-Drogeriemarkt geplant.

    • Und wäre es realistisch, dass Kaufland einen Teil der Kundschaft der kleinen Gewerbetreibenden abziehen würde?

  • Bei uns hat direkt vor den Toren der Stadt vor einigen Jahren ein neues Kaufland eröffnet. Damals unter großem Protest der weiteren Gewerbetreibenden und vor allem natürlich des Einzelhandels. Der einzige innerstädtische Supermarkt musste zwei Jahre nach der Eröffnung aufgeben, viele weitere Geschäfte leiden seitdem unter der Tatsache, dass Kaufland die Kunden aus der Stadt heraus gelockt hat. Heute spricht auch die Politik offen darüber, dass es ein Fehler war, die Ansiedlung zu unterstützen.

    • Hier sieht man mal wieder, dass die Politiker keine Ahnung haben, denn die Supermärkte/SB-Warenhäuser binden Kaufkraft. Dass der eine oder andere den negativen Einfluss erfährt ist normal, hier müssen die örtlichen Einzelhändler mit neuen Innovationen dagegen steuern, nur das ist und bleibt ein Fremdwort.

      Selbst einfache Dinge wie die Änderung des Sortiments und Qualität bei einem ortsansässigen Bäcker, können zu neuem Schub verhelfen.
      Bzw. vom „kleinen Bäcker“ zum Standalone-Standort kombinierte Bäckerei/Cafe mit einem Drive-Thru-Schalter und Bezahlautomaten wie http://www.marbacher-zeitung.de/inhalt.beilstein-broetchenkauf-mit-bezahlautomat.c2b56eaf-c425-43de-b2a3-c55f4468c967.html

      Des weiteren sollten der Gemeinde/Stadtrad sich Gedanken darüber machen, wie man die Einzelhändler unterstützen könnte, im Wege von Unternehmensberatungen/-Schulungen usw.
      oft fehlen die einfachste Dinge, wie Homepage, Zahlungssystem (iZettle, payleven, SumUp), was IBAN/BIC oder QR-Codes (f. Marketing oder Zahlung wie girocode) sind – Geschweige denn Beacon&co.

  • ich vermute nicht. blumenläden, kiosk, apotheken und imbisse sollten keine angst davor haben. ich vermute, dass sie eher dadurch profitieren, da der fußgängerfluss gesteigert wird.

  • ganz ehrlich, gerade bei Kaufland ist mir völlig wurst, in welcher Farbe er ist. schöner wäre, es gäbe etwas einzukaufen. Kaufland Stuttgart und Kaufland Hattingen glänzen durch das Nichtvorhandensein von Waren – speziell Obst und Gemüse. Nach 19 Uhr gibt es so gut wie kein Gemüse mehr. schade, dass dann noch 3 Stunden lang nichts mehr verkauft wird. Und wozu brauche ich mehr Regale für Ware, wenn eh nichts drin ist?? Ich verstehe das Kaufland-Konzept nicht mehr.

    • Das ist tatsächlich merkwürdig. Die Kauflands hier sind nicht gerade leer, wobei der Innenstadtladen schon ein Mal etwas leergekauft sein kann. Der alte Kaufland wurde schon renoviert, was vor allem zu besseren Kühltruhen geführt hat. Der neue ist halt einigermaßen neu.

    • was meint Ihr, wie oft ich mich schon beschwert habe. Angeblich wird die Gemüseabteilung irgendwann umgebaut (ich berichte dann, wenn sie im neuen Look ist) aber das geht jetzt schon bald 2 Jahre. Stutzig wurde ich als ich merkte, dass es in Hattingen auch nicht besser ist. In der Zwischenzeit glaube ich, das hat System.

    • der Umbau ist ja erstmal zweitrangig, wichtig ist dass du deine Waren (Obst+Gemüse) bekommst.
      Bei Reklamationen vor Ort hatte ich bisher kaum (nie) Erfolg, bei schriftlicher bzw. telefonischer über die Hotline sehr wohl – hier wird der Gebietsleiter informiert.
      PS: die Mitarbeiter vor Ort hatten mir diesen Hinweis gegeben, da der Kunde auf diesem Weg schneller was erreichen könnte, als von unten nach oben (intern).

    • ja, so sehe ich es auch, dass es über Kaufland direkt am Besten geht. Zweimal habe ich schon geschrieben, demnächst ein drittes Mal – nur geändert hat sich noch nichts. Ich bleibe dran und werde berichten.
      Aber im Moment kaufe ich lieber woanders.

    • Ist bei uns auch so: In Leimen braucht man 2 Stunden vor Ladenschluss nicht mehr nach Gemüse, meist auch Obst schauen. Ratzeleer. Bei Brot ist es ähnlich.

    • Besser als dann Brot wegwerfen zu müssen, weil es viele andere machen. Bei Gemüse dürften besonders bei lange haltbaren Sorten, wie Kartoffeln, Zwiebel und ähnlichem natürlich gerne genug vorhanden sein. Bei Salat wird es da schon schwieriger. Den Rest zu spenden ist leider auch keine gute Möglichkeit, zumindest bei Gemüse und Obst. Ich arbeite einmal die Woche bei der Hamburger Tafel und zumindest wir haben an fast jedem Tag mehr Gemüse und Obst, als Abnehmer dafür. Dann schmeißen nicht die Supermärkte es weg, sondern wir. Da bin ich lieber für leere Regale ab 20 Uhr. Früher hatten die Läden auch alle da schon zu und es ging auch 😉

  • In München ist ein Kaufland in Moosach in Bau (Kaufland: „Eröffnung ist voraussichtlich für Mitte 2015 geplant“; Karte). Das ist eine sehr gute Lage an einem wichtigen Umsteigepunkt zwischen U-Bahn, S-Bahn, Trambahn und Bus, wo es auch Nahversorgungsfunktion haben wird, sicher gut für die Geschäfte in der Nachbarschaft (außer dem Tengelmann) und so politisch erwünscht (erzeugt zwar lokal Verkehr, vermeidet ihn aber insgesamt eher). Wird den Standort gegenüber Olympia-Einkaufszentrum und der Discounteragglomeration weiter nördlich am Stadtrand (mit größerem Hit) aufwerten.

    Ungefähr gleichzeitig wird eins in Berg am Laim fertig. Das ist zwar schon recht innerstädtisch, aber etwas abseits gelegen, und wird von den kleinen Einzelhändlern am Stadtteilzentrum (300 m östlich) mit gemischten Gefühlen betrachtet. Auch wegen denen wird es wohl keine nähere Querungsmöglichkeit der Hauptstraße geben (außerdem braucht eine normgerechte Querung einer Trambahntrasse heute so viel Platz, dass das Parkplätze und/oder Bäume kosten würde). Karte; weiter im Gewerbegebiet nordwestlich ein protziger Lidl; die je nach Perspektive sichtbare Baugrube daneben ist heute ein Netto (ohne Hund); kleiner älterer Aldi (aber mit Tiefgarage) nördlich an der Bahn. Denen wird das hauptsächlich schaden. Westlich gibts noch einen alten Edeka im Untergeschoss, um den es nicht besonders schade wär (gut 1 km weiter gibts einen neuen). Der erwähnte Prima-Markt (russischer Supermarkt) südwestlich im Wohngebiet war mal ein Penny, dem wohl schon der Lidl zu viel geworden ist.

    Die neue Gemüseanordnung gibts in der Art mindestens in einem Kaufland im Umland, obwohl das sonst nicht neu ist (da weiß ich aber nicht, wie lang das schon so ist).

  • Nicht schlecht, bin gespannt, wann es bei uns losgeht. Hier wurden erst vor ein paar Jahren die Aussenwände von real-weiss auf Kaufland-gelb neu gestrichen. Bin mal gespannt, ob das bald wieder neu gemacht wird. Und wenn ja, in welcher Farbe.

    • das Beispiel (Metzger) ist perfekt, wo man sieht, dass man sich auf die Generation beruft und nichts gemacht hat. Weder am Erscheinungsbild im Ladenlokale noch bei der Besenwirtschaft http://www.zumfaulenzer.de
      Beides ist doch nicht ansprechend und letzteres in keinem Fall gemütlich.

  • Hoffentlich wird dann auch der Kaufland hier in der Nähe bald modernisiert (Münchner Westen). Der Laden hat zwar ein großes Sortiment, wirkt aber sehr ramschig, unordentlich und veraltet. Scheint die Leute aber nicht zu stören, denn es ist immer voll und die Wartezeit an der Kasse lang.

    Schön wärs auch, wenn der Laden neue Fliesen kriegt. Die Fliesen sind mein liebstes ästhetisches Ärgernis in vielen Supermärkten. Kleinformatig weiß wie in einer Schlachterei, gräßliches Gelb bei Lidl, die uralten Steinoptik-Fliesen bei Tengelmann…

    • Bei den „Tengelmann-Fliesen“ musste ich schon schmunzeln. Dies kann man nur unterschreiben. Anscheinend wurden früher die Fliesen für alle Unternehmen, welche zur Tengelmann-Gruppe gehör(t)en, zentral eingekauft. Sowohl in älteren Obi-Märkten, als auch in ehemaligen Plus-Filialen (jetzt Netto) sind die Steinoptik-Fliesen vorzufinden. Aber auch in Kik-Filialen (vorher ebenfalls Plus) oder ehemaligen KD-Filialen kamen diese zum Einsatz…

    • Aber nur in der Innenstadt, oder? Ich fahre immer nach Grone und dort wurde nur die Backwarenabteilung auf anthrazit umgestellt und es kam ein neuer Außenanstrich. Der Rest sieht aus wie immer.

  • Warum neue Kühlmöbel? Wegen der neuen Farbe? Je nach Möbel kann man Bleche tauschen oder einfach ne andersfarbige Folie draufziehen. Oder dünne Bleche/Holz aufkleben.

    • Neue Kühlmöbel rentieren sich dann, wenn die Energieeffizienz der alten nicht mehr stimmt. Sonst reicht der Austausch sicher völlig aus, sieht ja so aus, als ob Kaufland das auch so praktiziert.

      Die ganz neuen dunklen sind die hier:

      Kühlmöbel in neuer Kaufland-Filiale

  • Neueröffnung ist auch in Neuss geplant (in einem ehemaligen HIT Supermarkt):
    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/neuss/baubeginn-im-roemerpark-noch-im-april-aid-1.4119911
    Scheint sich aber noch weiter zu verzögern: https://www.facebook.com/kaufland/posts/615783865119698

    Das grausamste an Kaufland (neben dem Publikum) sind wirklich (wie schon oben von Thomas erwähnt) die vollkommen lieblos eingesprochenen Durchsagen, die am Ende noch durch das „Kaufland, hier bin ich richtig“ gekrönt werden.
    Ist das Absicht oder ist Kaufland einfach noch nicht auf die Idee gekommen diese Ansagen zentral von einem motivierten Mitarbeiter einzusprechen?

  • Ich finde die manuellen Durchsagen sehr charmant. Die beiden Mitarbeiterinnen in unserem Kaufland haben sehr gute Stimfarbe dafür. Mit russischen Akzent: Kaoflaand – Hierr bin ik rrrrichtig 😉

    • Ja, eigentlich sollte man für eine Portion unperfekten Human Touch heute dankbar sein 🙂 Selbst bei uns in den Regionalzügen denkt man mittlerweile, vorne sitzt nicht der Zugführer im Fahrstand sondern Bruce Willis im Tonstudio.

    • Die Beschallung an sich ist eigentlich das wesentliche Argument gegen Kaufland (wenn man eins in der Nähe hat). Da ist es auch ziemlich egal, wie das gesprochen wird bzw. ob es schlechtere oder bessere Musik gäb. Das ist an sich schon grob abstoßend. Und da hilft es auch nicht, was für die Optik zu tun. Die ist im Verhältnis dazu völlig egal.

  • Insgesamt mag das ja alles seine Bereechtigung haben, was da in den Konzernzentralen ausgetüftelt wird, meiner Meinung nach sind aber gerade Farben für Firmen, vor allem auch Lebensmitteleinzelhändler, identitätsstiftend. Bei ALDI Nord z.B. mag Rot (z.B. die Schienen der Preisschilder) nicht besonders schön gewesen sein, das war aber eben typisch ALDI Nord. Rot und Weiß ist für mich Kaufland, nicht dunkelgrau, hellgrau und schwarz. Wieso muss denn jetzt jedes Ladendesign über den grauen Kamm geschoren werden? Ich finde das nicht besonders schön. Zum Beispiel in Velbert (NRW) ist die Außenfassade von Kaufland mehrfarbig bunt gekachelt und wirkt freundlich, ist ein Farbtupfer und vor allem kein dunkler Klotz wie oben auf dem Foto (http://a1.format-assets.com/image/private/s–nGj2t1kC–/c_limit,g_center,h_700,w_65535/a_auto,fl_keep_iptc.progressive,q_95/161950-8365023-20130422-_MG_7969-1600.jpg) . EDEKA ändert doch auch nicht sein blau-gelbes Logo zu lila-schwarz, also liebe Konzerne: bleibt wenigstens ein bisschen bunt! Ansonsten verödet die Landschaft doch, zumindest farblich.

  • Der Kaufland in Menden/Sauerland ist ein ehemaliger Famila-Markt und vor allem die Kühltheken müssen dringend ersetzt werden. An warmen Tagen bilden sich Wasserlachen vor den Truhen. Außerdem ist der Real sehr aufwendig renoviert worden. Trotzdem scheint mir der Kaufland voller als der Real zu sein.
    Wie es in Iserlohn mit Real/Kaufland weiter geht interessiert mich auch. Interessant ist auch die Karstadt-Immobilie in Iserlohn, die Stadt hat sie vor kurzem gekauft.

  • In Kiel hat im Mai auch ein Kaufland eröffnet, in einem Einkaufzentrum direkt neben Famila und Penny. Es lag eine Brachfläche vor, die die Stadt allzugerne hergab. Trotz Widerstand vom regionalen Famila. Kaufland hat schlicht mit Geldscheinen gewedelt und eine Stadt wie Kiel bekommt da natürlich Sabber vorm Mund.
    Dass ausgerechnet die Stadt sich gegen den regionalen Konzern wendet und Kaufland gewähren lässt, ist durchaus erstaunlich.

    • Interessant, was im Norden läuft, denn hier im Süden hat Kaufland einige Famila-Märkte übernommen, was bei uns zu der absurden Situation führt, das im selben Industriegebiet zwei Kaufland-Märkte liegen, mit teilweise unterschiedlichem Sortiment.

    • Da kumulierte/große Flächen ja leider immer schwerer genehmigt werden, ist eine Übernahme von entsprechenden „Großflächen“ mit Sicherheit sinnvoll.

      Die Thematik gleiches oder unterschiedliches Sortiment, wird mit Sicherheit von jedem Käufer anders bewertet und gesehen, denn manche möchten gleiche Anlaufpunkt und Artikel und die anderen sehen es als Angebotserweiterung an, wenn an dem einen Standort Produkte angeboten werden, die es am anderen so nicht gibt – der Kunde hat somit die Wahlfreiheit beim Kauf.

  • Kiel ist ein spannendes Beispiel. Ich habe die Presse hierzu aufmerksam verfolgt. Da gibt es ein paar Preisabgestimmte Supermärkte wie Sky, Edeka und Famila und nun kommt ein Störenfried ins gelobte Hochpreis-Handels-Schlaraffenland und mach den lieben vorhandenen Händlern die größe Preisspanne kaputt. Ohhh, wie schade …
    Das Grundstück lag da schon Jahre rum, mit Baurecht für ein Einkaufscenter oder so und, … keine wollte es. Da kann man doch Kaufland nicht den Vorwurf machen, dass die da zugreifen.
    Auch uns Kunden kann man wohl keine Vorwurf machen, dass man da hinfährt. Ich komme da aus Heikendorf die paar Kilometer 1x in der Woche hingefahren und paar in Gegensatz zu früher pro Einkauf mal locker 10 Euro. Bei den selben Artikeln die ich vorher bei den anderen Handels-„Apotheken“ bezahlt habe.
    Dafür – Danke – an Kaufland und gerne noch mehr Läden in unserem gelobten Hochpreis Schleswig-Hollstein!

  • Nun, ich find es schad. Die „Modernisierung“.
    Kaufland hat für mich einen Kultfaktor wie in meiner Ecke kein anderer Supermarkt/Discounter.
    Ich meine den
    http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pulheim_Kaufland.jpg
    Ich war heute mal wieder drin, obwohl ein Stück weiter ein Aldi ist (und am Ortsaus- bzw. -eingang von Pulheim wird Penny hinkommen, der ist aber noch Baustelle).
    Bisher alles wie immer in Pulheim – auf diese Filiale (groß übrigens) trifft im Wesentlichen alles zu, was ich in diesem schönen Blog schon über Kaufland gelesen habe.
    Ich fahre einfach ab auf diese Rolltreppen …
    mal wieder einen Riesenremmel Holland Gouda Pikant gekauft, Euro 8,49/kg und diese Baktat Schwarze Oliven mit Stein.
    Der preiswerte Speisequark 40% war wie oft ausverkauft, aber ich finde den etwas teureren Tuffi auch besser.
    Die Zwetschgen hab ich diesmal liegenlassen, die sahen unreif aus, aber letzte Woche ware sie gut – für Euro 0,79/kg.
    Im Erdgeschoss die Abteilung mit Waschmittel und Badzubehör ist ein hinreißendes Durcheinander mit einer Regalaufstellung, als hätte jemand Domino damit gespielt.
    Und heute war es VOLL an den Kassen, und ca. 4 davon nicht besetzt, und es dauerte – ich war kurz davor, in die Trotzhaltung zu verfallen und meinen versprochen Gutschein einzufordern – Euro 2,50, wenn man länger als 5 min wartet.
    Auch die Kontrollen, auch die übliche Frage, waren Sie zufrieden? Was ich der sehr gestressten Frau gerne bestätigt habe – warum unfreundlich zu denen sein? Meinen Bus hab ich mit einem Sprint noch erreicht, falls nicht, wäre es auch egal gewesen, gibt Schlimmeres als eine Stunde in Pulheim festzusitzen. Kann man ja zurück in den Kaufland.
    Unter einkaufsergonomischen Gesichtspunkten kann man den Laden wohl vergessen, aber ich unterhalte mich jedesmal großartig. Nur Zeit muss man mitbringen.
    Was in dem Bau vorher drin war, oder ob der fürs Laufland da hingeklotzt wurde, weiß ich nicht. Im architektonisch eher grausigen Pulheim (mit einigen stehengebliebenen schönen Häusern, zwischendurch – ohwei!) ein echter Blickfänger.
    Danke für dieses wirklich schöne Blog!
    JeanP

  • In Recklinghausen eröffnet morgen (16.09.2014) das „Palais Vest“ (so ist glaube ich der Name nach Kurswechsel noch während der Bauphase, vorher sollte es „Recklinghausen Arcaden“ heißen). Das ist ein Einkaufszentrum, wie sie inzwischen allenthalben eröffnen, ähnlich etwa der Thier-Galerie in DO.
    Darin wird es auch eine Kaufland-Filiale geben, m. W. die erste in Recklinghausen. Andere Filialen sind in den kleineren Nachbarstädten Castrop-Rauxel und Oer-Erkenschwick.
    Das „Palais“ befindet sich unmittelbar in der Innenstadt (Fußgängerzone, aber direkt am Wallring und mit Parkmöglichkeiten); als konkurrierender anderer Supermarkt/Discounter ist eigentlich nur das Karstadt-Haus fast direkt daneben zu nennen, alle anderen (REWE, Edeka, Aldi, Lidl, Netto oH, Penny etc.) sind dann außerhalb gelegen.

  • …und die „veraltete“ Technik landet dann auf dem Müll???? Das kann doch wohl nicht wahr sein, nur weil da so paar PR-Berater der Meinung sind, die Regale sind in einem Farbton, dass dem Kaufverhalten der angestrebten Zielkundschaft nicht gefallen könnte? Und dann wird natürlich auch mehr Umsatz gemacht, wenn sich der Kunde in wohligem anthrazit bewegen kann….
    Wir produzieren ja noch nicht genug Müllberge….kein Problem, da noch ein paar tausend Kubikmeter an Kunstoff-, Holz- und Elektromüll dazuzustellen….

  • Mosbach ist umgestaltet, ich weiß aber nicht, seit wann schon. Geh zu selten hin.

    2 Punkte stören mich massiv: es gibt keine Parkplätze für Motorräder und keine Einkaufskörbe. Für die 3 Teilchen, die ich dort kaufe will ich nicht diese Riesenkiste rumschieben. Also sammle ich immer einen der zahlreich vorhandenen Kartons ein …

  • Als gelernter Elektriker fiel es mir vielleicht eher auf als den normalen Kaufland Kunden: Dieses „Anthrazit“ oder auch Dunkelgrau schluckt sehr viel Licht, es muss also stärker beleuchtet werden um das gleiche zu sehen
    und finden zu können, oder der Kunde tappt im dunklen,sieht vielleicht das gesuchte nicht sofort und kauft es dann später woanders.Kaufland war doch sehr übersichtlich, ich kann mir nicht vorstellen was an dieser Dunkellandschaft jetzt besser sein soll, ärgerlich ist jedenfalls das wir als Kunden diesen Designquatsch bezahlen , der dann aber bei der nächsten Stiländerung im Einzelhandel sowieso wieder rückgängig gemacht wird.

  • Schreiben hier eigentlich Pro- Kaufland Werbefuzzis aus der Marketingabteilung? !
    Was nützt es, wenn Kaufland mit ihrem dauerundurchsichtigen System -auch im Marketing – sich nun wieder wie immer aus weiteren gewinnoptimierenden Gründen plötzlich als „neue Wunderwaffe“ mit optischen, farblichen Aufpimpten aufgehübschten Effekten von Tiefkühltruhen, Wurstabteilungen, Regalen, Rolltreppenwänden, ect. weiterhin mit den gleichen Methoden der Discounter in XXL Ausgabe daherkommt? ( mit Werbung der Billigste zu sein sogar gegen Discounter gerichtet, obwohl die Lidl Tochter selbst ebenfalls z. Lidl&Schwarz Milliardenkonzern gehört! Die rieisigen Gewinne in die gleiche Tasche von Multimillirdär Schwarz wandert. Nun die ganzen Kosten des Umbaus-auch die derzeitige weitere Expansion -(die nicht ganz ökonomisch, monitär aufgeht) auf dem Rücken des Personals finanziert wird?! Ach ja, Weihnachtsgeld und ein Bio Fresspaket kam ja auch noch fürs Image und um die misserablen personalpolitischen Mitarbeiterbehandlungen und Arbeitsbedingungen aufzuhübschen. Saftladen -egal welche Farbe!

  • Also bei uns hat Kaufland seit Genau vor 1 Jahr mit dem Umbau begonnen, und im März mit der neuen Leergutannahme abgeschlossen. Unser KL war von der Ausstattung recht veraltet, vorallem fielen zum schluss öfters mal die TK Truhen aus. Nun hat KL ja umgebaut und mir gefällt der wesentlich besser. Dieser Wirkt nun Aufgeräumt und Sortiert. Vorallem die Neuandordung des Gesamten Laden macht einen Eindruck, dass der Laden gewachsen ist. Ist der KL in Konz. Leider sind in Trier die beiden noch nicht gebaut. Vorallem in der Ostallee hätte es sehr nötig, da der andere erst 2008 gebaut wurde.

  • Mein Freund arbeitet seit heute dem 13.02.17 für Kaufland und arbeitet Nachts von 22 Uhr bis 7 Uhr morgens. Er ist in einem Team und baut neue Regalböden ein und stellt Ware drauf. Das ist allerdings auch ein Beziehungskiller

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