Warum wir an der Kasse wirklich mit dem Handy bezahlen sollen

Warum wir an der Kasse wirklich mit dem Handy bezahlen sollen

Partner und Sponsoren:

„Mehrstufige Authentifizierungsverfahren“ sind erfunden worden, um die Welt sicherer zu machen, ganz sicher aber nicht unkomplizierter. Es ist also schon mal ein bisschen geflunkert, wenn Edeka behauptet, es gehe „so einfach“, den Einkauf an der Kasse künftig mit dem Handy zu bezahlen.

Dafür laden Sie bitte erstmal die Edeka-App auf Ihr Smartphone. Dann suchen Sie Ihre „Favoritenmärkte“ aus und speichern die. Anschließend registrieren Sie sich fürs mobile Bezahlen, indem Sie Edeka Ihre vollständige Adresse, Ihr Geburtsdatum, Ihre Mobilnummer, Ihre Email, Ihre Staatsangehörigkeit und Ihre Ausweisnummer verraten, bevor Sie sich eine PIN-Nummer aussuchen und eine Einzugsermächtigung für Ihr Konto erteilen. Daraufhin erhalten Sie einen Freischaltcode per SMS zugestellt, den Sie zusammen mit dem anderen Freischaltcode in die App eingeben. Dafür muss der mitsamt der 1-Cent-Überweisung auf Ihrem Konto eingehen, was ein paar Tage dauern kann – und eine Mailschleife über den Edeka-Kundenservice, der kurz vor Ablauf der Sieben-Tage-Freischaltfrist noch eilig die vertrödelte Überweisung veranlasst. Fertig!

„So einfach“ ist das alles nicht.

Anmeldeverfahren in der Edeka-App

Aber es funktioniert: Wer nachher in seinem „Favoritenmarkt“ einkauft, stellt sich an der Kasse an, zückt das Mobiltelefon, ruft die Edeka-App auf und wählt im Menü „Bezahlen und Copupons einlösen“ aus. Nach der PIN-Eingabe erscheint ein Strichcode, der für ca. 4 Minuten gültig ist und von der Kassiererin gescannt werden muss. Dann bucht Edeka die Summe vom Konto ab und schickt (ähnlich wie dm) automatisch einen E-Bon an die hinterlegte Mailadresse.


Sie brauchen beim Ausprobieren nur ein wenig Geduld, weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass die Kassiererin erstmal leicht panisch eine Kollegin rufen muss, die ihr erklärt, wie sie der Kasse möglichst schonend die Handyzahlung beibringt und woher der zusätzliche Scanapparat aus der Ablage gefuchtelt werden muss, weil die normale Kasse die Strichcodes vom Telefon nicht verarbeiten kann.

In dieser Zeit hilft es, sich möglichst wenig umzusehen, weil Sie sonst die Blicke der Menschen in der Schlange hinter Ihnen treffen, die sich fragen, was für ein Depp da den ganzen Betrieb aufhält, weil er mit seinem blöden Telefon bezahlen muss. Die Kassiererin bedankt sich aber freundlich für die Geduld. Danach dürfen Sie stolz sein, zum ersten Mal mit dem Telefon bezahlt zu haben.

Die Frage ist nur: wozu?

Wozu sollten Supermarktkunden eine komplizierte Anmeldung ausführen, bei der Sie ziemlich viele persönliche Daten preisgeben, um dann mit ihrem Telefon zu bezahlen, das sowieso nie genug Batterielaufzeit hat und auch im Supermarkt einen ordentlichen Internetempfang benötigt, um den Strichcode zu generieren? Mit der EC-Karte geht das genauso fix. (Es sei denn, Sie vergessen Ihre Geldbörse öfter zuhause als Ihr Handy.)

Der konkreteste Nutzen für Kunden, die an der Kasse mit dem Handy bezahlen, ist: dass Sie nachher damit angeben können.

Wenn die Supermärkte solche Technologien ausprobieren, liegt das aber vor allem daran, dass sie selbst davon profitieren.

Zunächst geht es um Kundenbindung: Über die App stellt Edeka eine direkte Beziehung zu Ihnen her und bietet Rabattcoupons, durch die beim Bezahlen mit dem Telefon automatisch ein bestimmter Cent-Betrag abgezogen wird. Das heißt: der Käse oder die Kekse sind etwas billiger. Derzeit promotet Edeka auf diese Weise ausschließlich seine Eigenmarken. Das ist eher kein Zufall.

Coupons in der Edeka-App

Stefan Krüger, Geschäftsführer des App-Entwicklers Valuephone, erklärte kürzlich dem Fachmagazin „Der Handel“:

„An erster Stelle steht für den Händler immer die mobile Couponing-Lösung, beispielsweise, um Werbeerfolge messen zu können. Das Zahlen mit dem Handy steht erst an zweiter Stelle.“

Valuephone verantwortet auch die Edeka-App.

Der zweite wichtige Punkt ist: Unabhängigkeit. Edeka etabliert mit der App eine Bezahlmöglichkeit, die sich selbst steuern lässt – und deren Transaktionsgebühren nicht von Banken oder Kreditkartengesellschaften vorgegeben werden. (Ganz ohne Dienstleister geht es natürlich nicht, in diesem Fall wickelt Deutsche Post Zahlungsdienste die Buchungen ab.)

Darüber hinaus ist das App-Bezahlen ein Abwehrmechanismus: Wenn die Kunden künftig wirklich so scharf darauf sein sollten, mit ihrem Telefon zu bezahlen, dann ist das Risiko groß, dass Sie das mit Systemen von Apple oder Google tun werden, die mit ihren mobilen Betriebssystemen den Markt beherrschen. Dann könnten Apple und Google den Supermärkten aber auch vorschreiben, was für sie bei so einer Transaktion herauszuspringen hat. Das ist für eine Branche, in der es permanent um kleinste Margen geht und die ungern Kontrolle abgibt, keine schöne Aussicht. Anders formuliert: Jeder Kunde, der sich bis dahin ans Bezahlen mit der Edeka-eigenen App gewöhnt hat, kann Edeka nur recht sein, weil die Kosten dann kontrollierbar bleiben.

Wenn Sie dem Edeka-Händler Ihres Vertrauens also eine Freude machen wollen, dann zahlen Sie doch künftig an der Kasse mit der Handy-App. Sollte Ihnen die 20-Cent-Vergünstigung für den Biokäse nicht so wichtig sein, tut’s aber auch weiterhin die EC-Karte.

Screenshots: Supermarktblog/Edeka

Kommentieren

41 Kommentare
  • Wahrscheinlich müssen wir nur noch darauf warten bis Edeka das Bezahlen mit NFC implementiert:
    http://www.heise.de/ct/meldung/Digital-Life-Design-2013-Mobiles-Bezahlen-ist-das-naechste-dicke-Ding-1788413.html

    Für mich sind Handy Bezahlsysteme eine Lösung ohne Problem, ähnlich der Gesten- oder Sprachsteuerung von Fernsehern. Ist irgendwo witzig, braucht aber eigentlich kein Mensch. Ob ich an der Kasse 10 Sekunden länger zum bezahlen brauche spielt doch nun wirklich keine Rolle.

    Viel nerviger finde ich beispielsweise das man in McDonalds Filialen nur mit Bargeld zahlen kann. Früher gab es ja mal die „Geldkarte“, auch so ein Konzept das wieder im Orkus verschwunden ist.

    • Lustig. Ich hab beim Lesen des Artikels auch sofort an die „Geldkarte“ denken müssen. Einmal Ende der 90er bei einem Busfahrer in Frankfurt mit ihr gezahlt, resultierte in einem sehr ähnlichen Erlebnis wie hier beschrieben. (Ratloser Fahrer, Hass der Mitreisenden…)

      Ich bin echt technikaffin und auch gerne mal „Early-Adopter“ von Payment-Krams. Aber ich will wirklich gar nicht mit meinem Handy zahlen, wenn es eine 5 Gramm leichte Plastikkarte auch tut.

      Vielleicht ist die angedachte Erleichterung auch die: Da viele mittlerweile um die 5 verschiedene Zahlkarten haben und sowieso erst die PIN im Handy nachgucken müssen, kann man dann auch den zweiten Schritt wegrationalisieren 😉

    • Da habe ich jetzt aber eine gute Nachricht für Sie:
      Schon seit einiger Zeit stattet McDonald’s seine Filialen mit Kartenlesern aus.
      Da kann man dann – ohne Mindestumsatz – mit ec und Kreditkarte (auch AMEX) bezahlen.

    • Ach? Ich hab die Kartenleser bisher nur im Einsatz erlebt, wenn der Schichtleiter einen Bon stornieren musste. Wenn ich selbst mal mit Karte bezahlen wollte, hieß es jedes Mal „Können wir nicht“.

    • Das sind zwei unterschiedliche Kartenleser.
      Es ist richtig, dass jede Kasse in jeder bundesdeutschen McDonald’s-Filiale die „Supervisor-Karte“ lesen kann.

      Es verbreiten sich aber seit längerer Zeit nun freundliche, blaue Geräte (derselbe Hersteller wie an den Karstadt-Kassen, übrigens), auf denen der Kunde seine Karte einstecken und ggf. den PIN-Code eingeben kann (ec-Karte, sonsitge Debit-Card).
      In Berlin sind mittlerweile die meisten Filialen damit ausgestattet, auch an frequentierten Orten wie der Abfahrt am Autobahnkreuz Kirchheim/Hessen (A5/A7/A4) habe ich sie schon gesehen.

      Wenn es diese aber nicht gibt, geht es nicht, das ist richtig.
      Wenn es diese aber wiederum gibt, fallen sie (a) auf und es gibt (b) Aufkleber mit den Logos sämtlicher Kreditkartengesellschaften an der Tür.

    • Wenn dem so ist freue ich mich.
      Mir geht es bei der EC Karte auch meistens gar nicht um Komfort oder Zeitersparnis sondern um den Fall das ich mal nicht genug Bargeld dabei habe. Dann stehe ich bei McDonalds dumm da, während jeder Supermarkt natürlich Kartenzahlung akzeptiert.

  • Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Ich denke, dass das noch optimiert werden muss, damit das überhaupt jemand macht. Meiner Einschätzung nach sind gerade EDEKA-Kunden eher konservativ und nicht übermäßig technisch versiert.
    Der Erfolg z.B. von Kreditkarten beruht auf ihrer Einfachheit. Ich bezahle, wie VISA behauptet, mit meinem guten Namen (=Unterschrift). Keine PIN und kein Smartphone.

  • Interessanter Artikel. Ich verfolge aus eigenem Interesse die Entwicklungen schon länger. Trotz allem finde ich die Feststellung: „Der konkreteste Nutzen für Kunden, die an der Kasse mit dem Handy bezahlen, ist: dass Sie nachher damit angeben können.“ nicht korrekt. Der konkreteste Nutzen für den deutschen Lebensmittelkunden ist doch, dass er den Bio-Käse 20 Cent günstiger bekommt. Auch die ewige deutsche Diskussion des Datenschutzes und das Edeka dann über einen mehr weiß als man selbst ist doch überfällig seit Payback, DeutschlandCard und die anderen üblichen Verdächtigen. Nur da macht der deutsche Lebensmittelkunde doch gerne mit – weil bringt Rabatte. Und so schließt sich der Kreis s.o.
    Alles in allem glaube ich, dass die Händler es alleine nicht schaffen werden ein System zu etablieren und am Ende doch abhängig werden von Google, Apple oder was meine persönliche Vermutung ist PayPal bzw. eBay. Trotz allem steckt das alles in den Kinderschuhen und muss erstmal erwachsen und v.a. gesellschaftstauglich für jede Generation werden.

    • Trotz allem finde ich die Feststellung: “Der konkreteste Nutzen für Kunden, die an der Kasse mit dem Handy bezahlen, ist: dass Sie nachher damit angeben können.” nicht korrekt.

      Stimmt, bei „damit angeben“ hatte ich mit die Einbindung einer FB7Twitter/sonstwas-Funktion gerechnet, über die ich dann (wie beispielsweise bei Amazon) aller Welt erzählen kann, dass ich gerade das superflauschige Edeka-Toilettenpapier gekauft habe, weil das für meine Hämorrhoiden am Besten ist …

  • (Danke zwischendurch für die konstruktiven, kritischen, unterschiedlichen Kommentare. Ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.)

  • Der Artikel ist doch pauschalisiert und unueberlegt. Das ganze hat noch einen ganz anderen realistischen Vorteil: Ich kann:
    1. mit meinem Handy bezahlen(erster schritt um ueberall mit meinem Handy zu zahlen)
    2. ich bekomme eine EBon. D.h.(wenn ich das richtig sehe) ich bekomme die Quittung digital, kann sie hochladen und weiterverarbeiten. Ich kann also meine Einkaeufe tatsaechlich mal im UEberblick halten.

    • Gut, gut – aber wozu wollen Sie denn überall mit dem Handy bezahlen, wenn Sie auch überall mit der EC-Karte bezahlen können.
      (Der E-Bon ist übrigens eingeschränkt weiterverarbeitbar und keine Excel-Datei. Wenn Sie weiterverarbeiten wollen, sind Sie vermutlich schneller, wenn Sie den Papierbon abschreiben.)

    • Na ist doch klar: weil ich das Handy immer dabei hab, jeglichen weiteren Klimbim aber gern vermeiden will. Gerade im Sommer eine echte Erleichterung (wenn sich das überall durchsetzen würde).

    • Also ich finde Artikel eigentlich ganz anschaulich – pauschalisieren und unüberlegt schreiben geht anders, darüber könnte ich aber ganze VHS-Kurse füllen.

      zu 1) Wenn das die Zukunft des „mobilen Bezahlens“ (nennt man das so?) ist, möchte ich wirklich noch nicht daran teilnehmen. Wo führt das denn hin?
      Für den Lebensmitteleinkauf brauche ich die EDEKA-App.
      Wenn ich mir eine Hose kaufen will, brauche ich die Peek&Cloppenburg-App.
      Suche ich Lebensmittel, die es bei EDEKA nicht gibt, oder vielleicht ein nettes Geburtstagsgeschenk, dann brauche ich wiederum die KaDeWe-App.
      Und da die App nicht mir Kundenkarten verknüpft zu sein scheint, muss ich die ja ohnehin mitnehmen (gut, da ist auch mein Führerschein drin, das wäre ein weiterer Grund).
      Also, was bringt mir das nun genau?
      zu 2) Ich finde es ja auch abartig, dass es fast nur noch Kassenbons gibt, die von Thermodruckern ausgespuckt werden. Das ist besonders lästig, wenn man diese archivieren muss.
      Aber ehrlich gesagt, bisher kam ich noch nie in die Verlegenheit, eine Rechnung vom örtlichen EDEKA abzusetzen. (Vielleicht sollte ich das aber einfach mal versuchen. Versuch macht kluch.)

      Sorry, ich würde es spaßeshalber sogar mal ausprobieren, wenn diese Leute das Anmeldeverfahren nicht so kompliziert wie möglich gestaltet hätten. Und nebenbei, wozu brauchen die meine Personalausweisnummer?

  • Ja stimmt schon zum Teil. Der Abwehrmechanismus ist denen wohl kaum zu verübeln. Wobei aber auch die ec Gebühren wohl höher sind als von den Handysystemen derzeit?!
    Als Kunde erreiche ich damit aber trotzdem noch etwas, was Banken derzeit verschlafen. Ich sehe sofort was ich wo für wieviel Geld gekauft habe. Was bei der Nutzung bunter Kärtchen manchmal aus den Blick geraten kann.
    Und der Rest ist doch der von vielen genutzte Werbung und Daten gegen Rabatt Deal.

    • Nicht sofort, aber manche Banken biesten heutzutage einen SMS-Benachrichtigungsdienst an, man bekommt dann einen Tag nach dem Einkauf eine SMS mit der Buchungsinfo…

    • Da stellt sich mir aber auch die Frage, warum das nicht direkt geht. Bei meiner Mastercard bekomme ich 10 Sekunden, nachdem ich sie benutzt habe eine SMS und/oder E-Mail mit „Umsatzanfrage wurde genehmigt“. Bei EC wird auch nahezu alles online gebucht. Nur sieht man dort das Ergebnis erst Tage später und bekommt nicht mit, wenn eine Karte zweckendfremdet wurde….

    • Ich sehe bei meiner Bank Girocard-Zahlungen mit PIN immer sofort als „vorgemerkten Umsatz“ im Onlinebanking. Das ist also möglich. Und deshalb mag ich die Lastschriftzahlungen auch nicht.

  • „(Es sei denn, Sie vergessen Ihre Geldbörse öfter zuhause als Ihr Handy.)“

    Oder die normale Geldbörse ganz bewusst zu Hause lassen. Machen durchaus viele Partygänger, dann wird die Zigarettenpackung zur Geldbörse umfunktioniert, oder es wird eine Minibörse verwendet – Resultat ist in beiden Fällen das gleiche: EC-Karte passt nicht rein. Das Handy ist aber immer mit dabei.

    So gesehen sollte Edeka eher noch einmal sein Zielgruppe für die Coupons überdenken und eher die Party-Vorglüher adressieren.

    Aber noch eine andere Frage: Ist es eigentlich innerhalb der App möglich, ein Ausgabenlimit fest zu legen?

    Und ein Feature-Request: Die Krönung wäre es natürlich, wenn ich beim Einkaufen selbst schon den Artikel scannen könnte und mir die App den aktuellen Wert des Einkaufs kontiniuerlich berechnet.

    • Das wäre tatsächlich interessant, aber soweit ist Edeka offensichtlich (noch) nicht. In Großbritannien testet Sainsbury’s eine App, die genau das kann.
      Und eine Ausgabenlimit-Einstellung ist mir nicht bekannt. Schlagen Sie das doch den Entwicklern vor.

    • Erstaunlich. (Bei mir auch.) Ich bin ja leider kein Technikexperte, aber weiß jemand, ob das am Telefonmodell liegen kann? Das Nexus 4 erlaubt’s jedenfalls.

    • Laut Edeka-Kundenservice liegt es am als Favorit eingerichteten Markt. Unterstützt der die Zahlung nicht, wird die Option und/oder die Registrierung erst gar nicht angeboten.

    • Danke für die Aufklärung. (Tatsächlich ist die Zahl der Testmärkte derzeit wohl beschränkt. In meiner Berliner Filiale wird explizit auf den Dienst hingewiesen.)

  • Solange das Bargeld nicht abgeschafft ist (keine bloß-rhetorische Einschränkung), hätte nur die doofe Plastik-Guthabenkarte eine Chance, ein Ding, das keine allgemeinen Debit-Funktionen a la EC-karte enthält, leicht aufladbar ist, und das beim Einkauf durch die neunjährige Tochter notfalls auch verloren gehen kann, wo 40 EUR drauf waren (oder so), nu sindse wech, passiert mit der Lütten alle drei Jahre einmal, ärgerlich, aber naja. Alles andere ist Kokolores. Bis das Bargeld abgeschafft ist. Deshalb wird genau das passieren. …

  • Und der Vorteil ist nun genau welcher…? Mit Coupons wird man bei EDEKA doch ohnehin schon seit einiger Zeit eingedeckt, dafür haben die doch noch einen kleinen Farbdrucker neben dem Bondrucker aufgestellt.

    Wenn „die da oben“ bei EDEKA schon viel Zeit und Experten in dem Fachbereich beschäftigen, könnten die doch in Dreiteufelsnamen mal dafür sorgen, dass die Kartenzahlung irgendwie beschleunigt würde. Das geht immer ewig.

    • Das ist aber bei jedem EDEKA anders. Der nächstgelegene ist sehr schnell und akzeptiert Kreditkarten, aber keine Deutschlandcard. Irgendwelche Coupons gibt es auch nicht.

    • Ok, die Coupons habe ich bislang auch nur im Edeka-Center in Berlin-Tempelhof und meinem, ähem, „Favoritenmarkt“, dem Edeka-Reichelt B-Lankwitz, gesehen.

      Ich bin aber der festen Überzeugung, dass die Kartenzahlung ausnahmslos ewig dauert.
      Ich kaufe ja als typischer Single-Stadtrandbewohner wirklich nie sehr viel ein. Dann denke ich mir: Hmm, hier stelle ich mich an, da sind zwar drei Leute vor mir, aber die haben ja jeweils nur zwei, drei Sachen dabei.
      Dass keiner dieser drei Leute über drei, vier Euro in bar verfügt, hatte ich nicht bedacht, daher genieße ich dreimal the same procedure as every year, James:
      Lesen…Senden…Empfangen…Genehmigung erteilt. Im besten Fall.

    • Naja, es gibt auch andere Gründe, als „kein Geld dabei haben“ für Kartenzahlung von Kleinbeträgen.
      Wir führen z.B. die gemeinsame Haushaltskasse ausschließlich „virtuell“ über ein extra Girokonto. Daher zahle ich ausnahmslos jeden Lebensmitteleinkauf mit Karte.
      Dies nur so nebenbei angemerkt, weil ich auch häufiger Augenrollen an der Kasse bemerke, wenn ich wieder jemandem 20 Sekunden Lebenszeit stehle, das aber ignoriere 😉

  • Für den Endbenutzer ist es derzeit wirklich noch sinnvoller mit Karte als mit dem Handy zu zahlen. Rabattte hin oder her. Der Aufwand, die Fehleranfälligkeit und die anderen Probleme, die oben im Artikel sehr schön beschrieben sind, sind einfach Fakt.
    Wenn die Technik sich jedoch verbessert und die normalen Scanner der Supermarktkassen in der Lage sind den Strichcode zu scannen und die Kassierer damit mehr Erfahrung haben, dann wird das Bezahlen wirklich zur Sekundensache und in meinen Augen auch endlich für Kunden interessant.

  • Habe den Artikel nur überflogen. Der Inhalt ist definitiv nicht falsch.

    Was aber falsch ist, ist EDEKAS Werbespruch:
    „App jetzt bezahlt ihr Handy“
    Was zur hölle ist das für ein Deutsch? Wie weit sinkt die Werbesprache noch? Irgendwann steht auf Werbeplakaten nur noch ein Wort!

    Ich habe übrigens mehrmals bei den Mitarbeitern bzw. dem Marktleiter gefragt. Mitarbeiter meckern nur rum und erzählen mir die Funktion der App, weil sie das Problem nicht verstehen ?? und der Marktleiter weiß nicht wie das dazu kommen konnte.. Shit.

    Ich hoffe ich bin nicht der dumme. Aber im Ernst:
    App jetzt bezahlt ihr Handy
    Das klingt so, als ob die App das Handy bezahlen würde. App heißt nichts anderes als Application. Ich weiß ja nicht was die Werbung nun unter den Begrif App versteht.

    Ich weiß dass die mit diesem Satz folgendes sagen möchten:
    Über der App können Sie jetzt mit Ihrem Handy bezahlen.

    Aber ist das nicht ein Unterschied!!??!?
    Ich bin wirklich böse, da mir die Menschheit langsam reicht, sei es die Freundlichkeit der allg. Menschheit oder der Fakt, dass die Menschen immer weiter herabsinken.

  • Eine Anmeldung bei Edeka funktioniert nicht wie gewünscht, wenn schon bei Netto registriert, wird nicht aufgeklärt, dass eine erneute Anmeldung nicht nötig ist. Die Anmeldung wird angenommen und dann für nicht durchführbar erklärt. Während dessen man auf dem nicht verifizieren Handy munter den Bezahlcode aufrufen kann. Wohlgemerkt, ohne die PIN einzugeben um sich zu legitimieren.

  • Lustig, lustig, mehr als drei Jahre später (vom Ursprungsposting aus) scheint dennoch die Zeit stillzustehen. Die Registrierung ist nich genau so. Zusätzlich habe ich von der DPZ 12 Stunden lang stündlich eine „Willkommens- eMail“ erhalten. Der Centbetrag zur Verifikation kam jedoch schon zwei Tage später. Auch der Eingabezeitraum zum Abschliessen der Registrierung scheint nun länger möglichzu sein.
    Und ja, im Edeka meiner Wahl musste auch (Freitag abend) zunächst die Kassenaufsicht gerufen werden. Und ja, die lange Schlange der Wartenden zeigte sich nicht wirklich erfreut 😀
    Letztendlich ist der Zahlungsvorgang dann doch sehr schnell und dem mit „Karte“ gleich zu setzen.
    Der Sinn dieses Zahlverfahrens? Für mich einfach „interessant“ . Leider keine Integration der Deutschlandcardbepunktung. Also weiterhin Geldbörse mit Karten … . Derzeit (?) ist bei mir ein Wochenlimit von rund 100 Euro vorgegeben.
    Werde die App vermutlich nicht weiternutzen, da gefühlt die „Karte“ doch bequemer einzusetzen ist.

Blog-Unterstützer:innen können sich über Steady einloggen, um Support-Hinweise und Werbung im Text auszublenden:

Archiv