Oda fragt Kund:innen, welches Lieferkosten-Modell sie bevorzugen

Oda fragt Kund:innen, welches Lieferkosten-Modell sie bevorzugen

Inhalt:

Ab Februar will Oda ganz Berlin mit Lebensmitteln versorgen; die Lieferkosten dafür scheinen aber noch nicht in Stein gemeißelt zu sein. Derzeit hält man sich eine weitere Option mit günstigeren Zeitfenstergebühren, aber höherem Kostenloslieferwert offen.

Partner:

Vor anderthalb Wochen ist der norwegische Lebensmittel-Lieferdienst in Deutschland gestartet und bringt Online-Einkäufe seitdem zu den ersten Testkund:innen in Berlin. Die wichtigsten Fakten dazu sind an dieser Stelle im Blog erschienen. So erklärt Oda in seinen FAQ u.a., dass die Lieferkosten nach der Testphase künftig „zwischen 0 € und 4,99 €“ betragen sollen (Stand: Dezember 2022). Außerdem heißt es:

„Bestellungen mit einem Bestellwert (exklusive Pfand) von über 89 € sind ebenso immer kostenlos.“

Diese Werte scheinen aber noch nicht in Stein gemeißelt zu sein.

Zumindest bittet Oda seine Erstbesteller:innen nach abgeschlossener Lieferung, an einer kurzen Umfrage teilzunehmen, um Feedback zum Service zu erhalten. Darin heißt es, man befasse sich „nach Ablauf der kostenlosen Lieferfrist“ mit „zwei Optionen für die Lieferpreise“. Im Anschluss sollen Kund:innen angeben, welche der Lösungen „besser für dich ist“.

Konkret unterscheiden sich die beiden Optionen vor allem im Bestellwert, der für eine Kostenlosbelieferung erreicht werden muss und in den betragen, die darunter je nach Zeitfenster berechnet werden.

Oda will den anderen Lieferdiensten Kund:innen streitig machen; Foto: Smb

Beim Modell, für das man sich zumindest laut FAQ vorerst zu entscheiden haben scheint, gelten die oben bereits genannten Preise. Konkreter:

  • Künftig soll es 2-, 3- und 5-Stunden Lieferzeitfenster geben
  • Der reguläre Preis für 2-Stunden-Zeitfenster beträgt 3,99 Euro; in der vermutlich stark nachgefragten Zeit zwischen 8 und 10 Uhr sind es 4,99; gleiches gilt aber auch für 14 bis 16 Uhr und 15 bis 17 Uhr.
  • Das einzige 3-Stunden-Zeitfenster zwischen 11 und 14 Uhr kostet 2,99 Euro.
  • Wer sich morgens zwischen 6 und 11 Uhr beliefern lassen kann, zahlt nix.
  • Die anderen 5-Stunden-Zeitfenster (9 bis 14 Uhr, 14 bis 19 Uhr, 16 bis 21 Uhr) kosten 1,99 Euro.
Screenshot: oda.com

Wocheneinkauf oder öfter nachbestellen?

Bei der zweiten angegebenen Option steigt der Bestellwert, ab dem kostenlos geliefert wird, von 89 auf 99 Euro. Dafür sinken die Kosten für die 2-Stunden-Zeitfenster auf 2,99 bzw. 3,99 Euro. Die Beträge für 3- und 5-Stunden-Zeitfenster blieben gleich.

Im Grunde genommen fragt Oda seine Kund:innen, ob sie künftig eher Wocheneinkäufe über den Dienst abwickeln wollen und einen niedrigeren Kostenloslieferwert bevorzugen – oder öfter nachbestellen wollen und dafür gerne niedrigere Zustellgebühren hätten.

Im Februar will Oda dann ganz Berlin beliefern und verspricht, die Zahl der Artikel im Sortiment bis dahin von 7.000 auf 9.000 gesteigert zu haben. Außerdem werde es ab dem offiziellen Startschuss in Berlin „möglich sein, bereits ab 06:00 morgens Bestellungen zu erhalten“.

Gegen Kritik, bislang keine trennscharfe Positionierung im Liefermarkt vorweisen zu können, erwidert Oda, man habe den Anspruch, den „einfacher, stressfreier und nahtloser als über existierende Lieferservices, und einfacher als der gewohnte Gang in den Supermarkt“ zu machen. Was freilich auch sämtliche Quick-Commerce-Dienste von sich behaupten (und nicht zu unrecht). Außerdem werde man „keine Kompromisse bei Auswahl, Qualität und Preisen“ machen.

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Daran wird sich Oda messen lassen müssen. In Sachen Frische besteht zumindest nach meinem Testeinkauf in der Vorwoche bei Obst und Gemüse schon mal viel Luft nach oben. Und ob die Bünting-Eigenmarke „Küstengold“ im 739,51 Kilometer zur nächsten Küste entfernten so eine große Hilfe sein wird: mal sehen.

Mehr zum Thema:

Kommentieren

Datenschutzhinweis: Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Eine Freischaltung erfolgt nur unter Angabe einer validen E-Mail-Adresse (die nicht veröffentlicht wird). Mehr Informationen.

1 Kommentar
  • Also massenkompatibel ist zweifelsfrei Variante 2, gerade in der Single-Hauptstadt und fürs Marketing und die Preiswahrnehmung auf jeden Fall attraktiver. Ich hab in der Umfrage Variante 1 nur genommen, da für die 89€ das Vormittagsfenster identisch teuer ist und ich auch mit der 5h Variante gut leben kann (in der Hoffnung, dass die Lieferankündigung immer zielgenau arbeitet, dann ist es nur noch ein 1h Fenster). PS: Als Mecklenburger würde ich bei Küstengold noch ein Auge zudrücken, Ostsee immerhin ein schönes Binnenmeer =)

Blog-Unterstützer:innen können sich über Steady einloggen, um Support-Hinweise und Werbung im Text auszublenden:

Archiv