Schnell erklärt: Das doppelte Nettochen

Schnell erklärt: Das doppelte Nettochen

Inhalt:

In Deutschland gibt es zwei Netto-Discounter. Weil die beide gelb sind, lassen sie sich am besten anhand eines Haustiers unterscheiden.

Partner und Sponsoren:
Original-Text von 2013 (ergänzt 2016):

Netto (mit Hund), oben rechts im Bild, hat einen schwarzen Schnauzer als Maskottchen und gehört zum dänischen Konzern Dansk Supermarked, der bis 2014 Teil der Møller-Mærsk-Gruppe war, die sonst in der in der Containerschifferei engagiert ist. (Hat also nur so mittelgut gepasst.) In Deutschland gibt es derzeit etwa 350 Netto-(mit Hund)-Filialen, vor allem im Osten Deutschlands (Mecklenburg- Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Sachsen, aber auch in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg).

Netto (ohne Hund), links im Bild, hat eine Tierhaarallergie, verzichtet deshalb auf jeglichen Vierbeinerschmuck und gehört zu Deutschlands größter Supermarktkette Edeka. (Dort findet man übrigens, die beiden Discounter seien „nicht zu verwechseln“.) Netto (ohne Hund) ist mit über 4.000 Filialen der größte Herausforderer von Aldi und Lidl. Gegründet wurde er allerdings nicht von Edeka, sondern vom früheren Rivalen Spar. Der ließ sich 2005 von Edeka übernehmen. Und brachte Netto (ohne Hund) gleich mit.

Alles klar?

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Spaßfakten:

  • Bis 2012 war Netto-(ohne Hund)-Eigentümer Edeka an Netto (mit Hund) beteiligt, hat sich dort aber zurückgezogen
  • Wussten Sie, wie Netto (mit Hund) morgens zur Arbeit kommt? In diesem sensationellen Hundemobil natürlich (fotografiert auf der Grünen Woche 2012):

Update von 2021:

Zwischenzeitlich haben sich die beiden Nettos (mit und ohne Hund) große Mühe gegeben, Verwechselungen noch zu befördern. Beide Discounter haben sich in den vergangenen Jahren neue Logos zugelegt, die – wenn man die Augen zusammenkneift – sich jetzt noch ein bisschen ähnlicher sehen als vorher.

Gleichwohl hat sich Netto (mit Hund) ein deutlich edler als bisher wirkendes, sehr schwarzes Ladendesign zugelegt (siehe Supermarktblog) und behauptet seitdem, mehr Wert auf Frische zu legen.

Netto (ohne Hund) müht sich derweil vor allem, sich mit seinem umfassenden Angebot von den größeren Konkurrenten Aldi und Lidl abzuheben und setzt auf Services wie Kassen für Selbstzahler:innen (siehe Supermarktblog) bzw. Scan & Go.

Mehr über die beiden Nettos steht regelmäßig im Supermarktblog.

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7 Kommentare
  • Ich bin immer gern im schwarzen NETTO einkaufen gegangen.leider muss ich meinem aerger luft machen.2 dinge (wohlbemerkt am gleichen tag) haben mich sehr veraergert.1.man kann nur mit parkkarte parken und wenn man es vergisst bekommt man von einem aufseher ein ticket.2.ich hab mit karte bezahlt da wurde von mir der Personalausweis verlangt.ist noch nie passiert. Worauf hin ich fragte was das soll..da wurde mir laut geantwortet dass die karte ja gestohlen sein könnte. ..das ist eine unverschämtheit…
    Ich werd meine Konsequenzen ziehen…

    Mit frdl. Gruss
    Sabine Stich

    • Die Karte kann ja auch gestohlen sein. Es ist sinnvoll, Stichproben zu machen. Es kann gut sein, dass die Supermarktkasse per Zufallsprinzip ermittelt, welcher Zahler sich ausweisen muss.

    • Der Netto übernimmt also hoheitsrechtliche Aufgaben der Polizei? Ausweiskontrolle inklusive? Das ist tatsächlich eine Unverschämtheit!

    • @Frau Stich: Ihren Beitrag fand ich schräg. Für beide genannten Punkte kenne ich durchaus gut nachvollziehbare Gründe. Ich könnte mir zum Beispiel gut vorstellen, dass der Markt in einem Bereich liegt, wo es wenig Parkplätze gibt. Und die Frage nach dem Ausweis kenne ich vor allem, wenn der geschätzte Kunde eine nicht unterschriebene Girocard vorlegt. Ich persönlich wüsste echt keinen guten Grund, mich zu echauffieren.

      Jörgs Beitrag ist dann leider direkt am Ziel vorbeigeschossen. Hier ein passender Beitrag von 2015 zum Thema: https://tdssg.de/Praxistipps/28-15.pdf

    • bist du doof liebste sabine? ich wär happy wenn bei kartenzahlung mit unterschrift mein ausweis abgefragt würde! solang keine pineingabe anliegt, ist das einfach der sicherste weg. denn selbst wenn die gesperrt is, geht mit unterschrift immer noch jahrelang alles. vlt war die art und weise nich genehm, was allerdings speziell dem personal zuzuschreiben wäre doch doch die anfrage auf ausweis, bei unterschrift, zu zeiten der kartenbrissbräuche im netto deines viertels, find ich total beruhigend. mir lieber als die privatläden, mit unterschrift, denen es rille is und wo abzieher täglich mehrmals mit gerackten karten abräum könn., also dein kriterium hier is äusserste blödness und hoffe du merkst das. is kein spass, bei geklauter karte jeden monat die abbuchungen von sich wegzuweisen. also chill tante. hundenetto hat speziell im käseangebot und bei feinen salaten gute feste artikel. verlässlich und cool. ausserdem geht das bier superdope und wenn ich rauskomme, hab ich nur was ich brauchte, wenn ich es vorher wusste, was ich wollte. im qualinetto komm ich jedesmal raus und hab dreimal so viel und haufen unnütz fettigen scheiss dazu, den ich garnich brauch. also die strategie da klappt enorm im umsatz. alles superhübsch und günstig aber irgendwie verführerisch strukturiert. nervt mich.

  • Schwarzer Netto ist lokaler als man denkt. Habe mir mal die Mühe gemacht und die Hersteller der Eigenmarken angeschaut. Waren zu 50%aus meiner Region. Klasse. In anderen Märkten steht für xy hergestellt.
    Liebe Frau Stich. Parkkarte oder Parkuhr. Bei allen beiden muss man oder Frau selbst daran denken. Zweitens ohne Unterschrift auf der Karte sich auszuweisen ist Klasse. Übrigens liegt es auch im Ermessen der Kassenkraft eine Karte abzulehnen wenn sie weibliches aussehen haben und auf der Karte ein männlicher Name steht.

    • Es liegt im Ermessen des Supermarktes und seiner Angestellten, bei Unsicherheiten die Vorlage eines Lichtbildausweises zu fordern. Damit ist dann auch das Vergleichen der Unterschrift nicht mehr so entscheidend, da man ja ein Foto mit der realen Person vergleichen kann. (Bei entsprechendem Abstand darf man dafür auch mal ein paar Sekunden die Maske lüften.)

      Eine Zahlungsart individuell abzulehnen, weil einem der Name auf der Karte zu männlich (weiblich/deutsch/südländisch/alt/modern/…) erscheint, ist Diskriminierung.

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