Bevor sich alle ins weihnachtliche Informationskoma verabschieden, will ich wieder ein Dankeschön loswerden – für das große Interesse, die klugen Kommentare und die vielen spannenden Diskussionen in diesem Jahr. Außerdem kommt hier wieder der Blick in die Glaskugel für die besten Blog-Schlagzeilen im neuen Jahr:
- „Aldi Süd präsentiert revolutionäre Drei-Seiten-Kasse: Jetzt kapieren noch mehr Kund:innen gleichzeitig nicht, wo sie stehen sollen“
- „dm hat Probleme mit eigener Online-Apotheke: Karlsruher Gesundheits-Initiative macht Kund:innen zu fit“
- „Nach erfolgreichen Eigenmarken-Schokolade-Kopien: Edeka launcht Nuss-Nougat-Linie ‚Edeka Herzstücke Schmutella‘“
- „Rewe macht Bio noch normaler: Neue Verpackungen kommen komplett ohne Produktnamen aus“
- „Nach dem Self-Checkout-Erfolg: Lidl lässt Kund:innen Ware selbst ins Regal einräumen – 3 Prozent Treuerabatt bei Lidl Plus!“
- „Amazon überlegt sich’s anders: Lebensmittel-Lieferdienst kehrt nach Deutschland zurück – als ‚Amazon Fresh Now‘ mit Prime-Zwang“
- „Zu flexibel für die Praxis: Netto (ohne Hund) schraubt rollbare Aktionstische wieder fest“
- „Großer Gesichtscreme-Vergleich zwischen Frankfurt und Köln: Rossmann eröffnet erste ICE-Filiale im neuen Wohlfühl-Design“
- „‚Videothek im Kiez‘ und ‚Tamagotchi to go‘: Flink setzt voll auf virtuelle Shop-Marken für Retro-Besteller:innen“
Zu albern? Kein Problem: Ihr könnt dafür sorgen, dass an dieser Stelle im neuen Jahr wieder ausgewogene, kritische, vielfältige Texte über echte Entwicklungen im deutschsprachigen Lebensmitteleinzelhandel erscheinen – ganz ohne Rücksicht auf mögliche Verlagsinteressen.
Zum Beispiel, indem ihr ein freiwilliges Steady-Abo abschließt, um den Journalismus in diesem Blog zu unterstützen. Eine Mitgliedschaft gibt’s schon ab ein paar Euro im Monat. (Danke an alle, die schon dabei sind!)
Und falls ihr im neuen Jahr keinen Beitrag mehr verpassen wollt: Das Supermarktblog gibt’s auch auf LinkedIn und Bluesky. Am praktischsten ist aber der kostenlose Newsletter: In dem erscheinen ab sofort auch exklusive Beobachtungen und Updates, die es nur dort gibt – in der neuen Rubrik „Checkout“.
Nun aber erstmal: entspannte Feiertage, einen guten Start ins neue Jahr – und steht zwischen den Jahren beim Einkaufen nicht so lange in Kassenschlangen herum!
PS: 284 von euch haben an der Sommer-Umfrage teilgenommen (Ergebnisse hier), 224 bei der Eigenmarken-Umfrage im November – danke! Die Auswertung kommt im Januar, und 2026 wird’s voraussichtlich mehr solcher Community-Befragungen geben.
PPS: An die Profis aus der Branche: Alle Details, wer das Supermarktblog aus der Branche liest und wie es genutzt wird, findet ihr zusammen mit den Werbemöglichkeiten für 2026 jetzt hier.





„Großer Gesichtscreme-Vergleich zwischen Frankfurt und Köln: Rossmann eröffnet erste ICE-Filiale im neuen Wohlfühl-Design“
Du bist gemein. Habe gerade nachgeschaut, wie lange der PR-Gag mit dem grün folierten REWE-Einkaufszug (damals leider nicht im SMB vorgestellt, wenn ich nichts vergessen habe) her ist – schon vor vier Jahren abgehakt, als wenn’s erst gestern gewesen wäre.
In diesem Sinne gesundes Neues (und wie immer bitte eine langsamer tickende Uhr als Zugabe an der Rutschbahn, wenn der selfgamificationgenerierte eCoupon noch heute aktiviert und vor dem Rutschen der angezeigte QR-Code gescannt wird, sofern der Telco mitspielt)!
„Aldi Süd präsentiert revolutionäre Drei-Seiten-Kasse: Jetzt kapieren noch mehr Kund:innen gleichzeitig nicht, wo sie stehen sollen“
Mit der Erziehung wird das noch eine Weile dauern. Vor den Feiertagen selbst erlebt, dass ein Kunde, der zu Slot 2 dirigiert wurde, seine Karte zum Bezahlen unbedingt an das Lesegerät von Slot 1 halten wollte, wo eine andere Kundin stand.
Ich war am Anfang auch skeptisch, aber mittlerweile mag ich die Kassen. Ich kann viel entspannter meine Sachen wieder in den Einkaufswagen verräumen und in Ruhe zahlen. Für die Leute an der Kasse wiederrum ist es noch mehr Stress und Druck. Aber das die Kunden es nicht verstehen liegt weder an der Komplexität noch an Aldi selbst, sondern meiner Meinung nach einfach an der Verblödung der Menschheit im allgemeinen. Wir verlernen alle das selbstständige denken und kommen dann mit einer sich selbst erklärenden Kassenzone zurecht.
@ Peer Schader
Achtung, schon wieder tegut, aber eigentlich nicht 😉
Falls du’s bloggenswert findest und noch nicht auf der Liste hast: Ein gewisser Thomas Gutberlet ist neu beim genossenschaftlich organisierten, EU-geförderten Einzelhändler (Tante) Enso vorm. myenso eingestiegen. Und der setzt statt auf Nullmannbetrieb („theo“, ick hör dir trapsen) auf ein Hybridmodell aus Personenkasse und SCO only off peak (also ein wenig wie der von dir längst vorgestellte Airport-Jäger, aber in den unbemannten Zeiten bislang wohl „nur“ mit Kundenkarte). Was die hochtrabenden Expansionspläne angeht, sind ja gewisse Erfahrungen vorhanden …
@Paul: Hatte ich gesehen, danke!
Das mit dem Selber-Regale-Einräumen gibt es doch schon, sogar in Berlin.
Nennt sich Supercoop, ist ein Bio-Supermarkt, der seinen Mitgliedern gehört. Um dort einzukaufen, muss man mindestens einen Genossenschaftsanteil im Wert von 100 Euro zzgl. 10 Euro Verwaltungsgebühr gekauft werden sowie 3 Stunden im Monat im Laden mitgearbeitet werden.
Es soll laut eigenen Angaben durch geringe Personalkosten (nur wenige fest angestellte Mitarbeiter) der günstigste Bio-Markt Berlins sein.
Weitere Infos unter https://supercoop.de