Baguette vs. Bot: Was bei Rewes Lieferbot-Pilot in Hamburg schiefläuft

Baguette vs. Bot: Was bei Rewes Lieferbot-Pilot in Hamburg schiefläuft

Inhalt:

Auf der Straße erfährt Rewes Lieferbot in Hamburg-Barmbek eine Sympathie, wie sie kaum einer anderen Technologie der vergangenen Jahre zuteil wurde. Unter der Haube allerdings ruckelt es gewaltig – was vor allem an der operativen Umsetzung liegt. Der erste Text für Supermarktblog-Mitglieder.

Es gibt Pilotbetriebe, die scheitern an der Technologie. Und es gibt Pilotbetriebe, die funktionieren trotz ihrer Technologie – fahren aber trotzdem geräuschlos am eigenen Anspruch vorbei.

Der Rewe Lieferbot in Hamburg-Barmbek fällt in die zweite Kategorie. Seit Mitte Oktober 2025 rollt der etwa bierkastengroße Roboter von Starship Technologies durch ein Wohngebiet im Hamburger Norden und beliefert Kund:innen mit Einkäufen aus dem Rewe-Markt am Holsteinischen Kamp. Es ist Rewes zweiter Anlauf nach einem ersten Test 2023 in Hamburg-Eimsbüttel – diesmal mit anderem Technologiepartner, größerem Sortiment und längeren Servicezeiten.

Rewe freut sich sehr „über die positive Aufmerksamkeit“ für den Test, heißt es auf Supermarktblog-Anfrage. Zu den gemachten Erfahrungen will man sich aber erst äußern, wenn die Ergebnisse ausgewertet sind.

Vorsicht, Baustelle – Achtung, Ampel!

Die dürften der Handelskette allerdings nur bedingt weiterhelfen. Denn wer den Lieferbot in der Praxis testet – vor Ort, in der App, bei einer echten Bestellung –, erlebt einen Pilotbetrieb, der an mehreren Stellen operativ nicht so sauber geführt wird, wie es möglich wäre. Das fängt beim Shop an, der nicht aktiv gepflegt zu werden scheint. Es zieht sich über Unsicherheiten des Marktpersonals bei der Kommissionierung bis zu einer Volumenberechnung in der App, die Rätsel aufgibt – mit Konsequenzen, die den gesamten Test betreffen.

Und dann schickt Rewe seinen autonomen Lieferhelfer auch noch über achtspurige Straßen einer deutschen Großstadt, in der ständig neue Überraschungsbaustellen aufploppen!

Die Akzeptanz in der Nachbarschaft ist trotzdem außergewöhnlich hoch. Das Geschäftsmodell hat ökonomische Logik. Rewe könnte so einen Baustein für den Convenience-Markt der Zukunft entwickeln – wenn man den Pilotbetrieb ernster nehmen würde, als es gerade der Fall ist.

Der vollständige Beitrag ist exklusiv für Supermarktblog-Mitglieder erschienen: mit konkreten Beobachtungen aus dem Live-Test vor Ort, einem ausführlichen App-Test – und einer Einordnung, welche strategischen Konsequenzen all das für Rewes Last-Mile-Strategie haben könnte.


Diesen Text teilen:
Kommentieren

Datenschutzhinweis: Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden. Eine Freischaltung erfolgt nur unter Angabe einer validen E-Mail-Adresse (die nicht veröffentlicht wird). Mehr Informationen.

2 Kommentare

Archiv