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Seit dieser Woche Montag hängen in den Tegut-Märkten neue Schilder an den Regalen. „Letzte Chance auf Lieblingsprodukte“, steht darauf, und darunter: 30 Prozent Rabatt auf alle Tegut-Eigenmarken, im Regalpreis bereits abgezogen. Ausgenommen sind Obst und Gemüse, die Backstation und die Frischetheke.
Dieselbe Aktion wird auf tegut.com beworben, sie gilt also offenbar in allen Märkten. Im Kleingedruckten steht der Klassiker: „Nur solange der Vorrat reicht.“
Das ist diesmal wörtlich zu nehmen. Denn mit der Marke Tegut verschwinden in den kommenden Wochen auch die Eigenmarken, von „tegut… Bio“ über „tegut… vom Feinsten“ bis zu den Produkten mit dem Reinheitsversprechen. In den Märkten stehen nach dem Umbau die Eigenmarken der neuen Betreiber – Edeka, Netto (ohne Hund), mutmaßlich auch Rewe – im Regal. (Tante Enso greift ebenfalls auf Rewe-Eigenmarken zurück.)
Für einen Teil der Stammkundschaft ist das der eigentliche Verlust, größer als das Logo über der Tür. Supermarktblog-Leser Aufrechtgehn hat in den Blog-Kommentaren schon angekündigt, sich „noch einmal quer durch’s tegut-Bio-Eigenmarkensortiment zu kaufen, als Erinnerungsstücke an eine bessere Zeit“.
Gut möglich ist, dass sich in den kommenden Wochen mancherorts Lücken in den Regalen auftun werden – sofern einzelne Eigenmarken-Produkte, die nicht mehr nachproduziert werden, ausverkauft sind.


Denn: Der Rabatt gilt überall gleichzeitig, das Ende der einzelnen Märkte aber nicht. In Gelnhausen und Linsengericht etwa ist schon Ende Oktober Schluss, bevor dort Edeka-Märkte eröffnen; die ersten Netto-(ohne Hund)-Umbauten beginnen Anfang November (siehe Supermarktblog). Für viele andere Standorte ist dagegen noch nicht klar, wer sie übernimmt.
In Märkten, deren Übergabe kurz bevorsteht, geht der Abverkauf bereits weiter: Im Tegut in den Fuldaer Kaiserwiesen, den Edeka Hessenring nach kurzer Schließung am 5. November wiedereröffnen will, waren laut „Osthessen-Zeitung“ zuletzt zahlreiche Regale mit Preisnachlässen von 50 bis 75 Prozent ausgezeichnet, unter anderem für Haushaltswaren, Schreibwaren und Spielzeug.
Die Tegut-Zentrale in Fulda soll Ende März 2027 schließen. Fraglich ist, ob einzelne Märkte bis dahin weiterlaufen müssen, bis deren Übernahme geklärt ist. In diesem Fall müssten sie ohne die Produkte auskommen, mit denen sich Tegut bislang von der Konkurrenz unterschieden hat.
Eine eigene Discount-Eigenmarke muss Tegut – anders als Kaiser’s Tengelmann vor der Übernahme (siehe Supermarktblog) – nicht einstellen; im Preiseinstieg setzt man bereits einigen Jahren auf die Markant-Marke „Jeden Tag“, die nicht unter die Rabattaktion fällt und deren Produkte bis zur Übergabe verfügbar bleiben dürften.
Wann dein Markt umgebaut wird und wer ihn übernimmt, steht in der Supermarktblog-Liste aller Tegut-Standorte.
Wenn dir in deinem Tegut-Markt auffällt, dass Regale leer bleiben oder Produkte nicht mehr nachkommen, schreib’s gern in die Kommentare oder sende mir eine E-Mail.
Tegut-Standorte: Wer übernimmt welchen Markt?
Alle Tegut-Märkte in einer Liste – und welche Händler sie übernehmen. Wird laufend aktualisiert.
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