Bio-Cashback für alle: So baut Denns sein Treueprogramm zur App um

Bio-Cashback für alle: So baut Denns sein Treueprogramm zur App um

Foto [M]: Smb/Denns Biomarkt
Inhalt:

Die neue Denns Bio App verspricht, Kund:innen künftig bei jedem Einkauf zu belohnen – mit einer Kombi aus Coupons, Cashback und Wallet-Funktionen. Während bislang vor allem Stammkund:innen mit hohen Monatsausgaben profitierten, ist die neue Lösung auch für jüngere Bio-Fans und Gelegenheitskäufer:innen interessant. Das Supermarktblog hat die Fakten.

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Der Januar entwickelt sich zum neuen Trendmonat zur Einführung digital basierter Programme zur Kund:innenbindung: Nach Rewe und Penny im Vorjahr* schließt sich nun auch Denns Biomarkt an und ersetzt sein bisheriges Treueprogramm durch eine App-Lösung.

Am 14. Januar 2026 löst die neue „Denns Bio App“ die Kund:innenkarten „Mein Denns“ und „BioMarkt-Card“ ab. In den Märkten hängen bereits seit Dezember erste Informationen aus, auch auf biomarkt.de werden Kund:innen vorbereitet. Auf Supermarktblog-Anfrage hat der Bio-Fachhändler nun zentrale Details zur Ausgestaltung verraten.

Screenshot: Denns-Newsletter

Die Neuerungen im Überblick

  • Das pauschale Cashback beträgt künftig 0,5 Prozent für alle – unabhängig von der Einkaufshöhe. Die bisherige Einstiegsschwelle von 50 Euro pro Monat entfällt komplett. Hinzu kommen wechselnde Coupons, die laut Denns die geringere Cashback-Höhe im Vergleich zum bisherigen System mehr als ausgleichen sollen.
  • Die physische Kund:innenkarte bleibt trotzdem vollwertig nutzbar, Coupon-Aktivierungen sind auch über die Website möglich. Wer keine App nutzen will, muss das auch künftig nicht, um bei Denns belohnt zu werden – ein smarter Ansatz in der Kund:innenbindung.
  • Eine neue Wallet-Funktion ermöglicht es, Guthaben aufzuladen und an andere App-Nutzer:innen zu verschenken.

Vom Staffelrabatt zum Pauschal-Cashback

Das bisherige „Mein Denns“-System basierte auf einer klaren Logik: Wer im Monat mindestens 50 Euro ausgab, erhielt – je nach Ausgabenhöhe – gestaffelte Rabatte zwischen 0,5 und 4 Prozent. Die Gutschrift erfolgte zu Beginn des Folgemonats und konnte eingelöst oder angespart werden. Wer die 50-Euro-Schwelle verfehlte, ging leer aus.

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Mit der neuen App ändert sich dieses Grundprinzip fundamental: Kund:innen erhalten künftig bei jedem Einkauf pauschale 0,5 Prozent Cashback – unabhängig von der Höhe ihrer Ausgaben. In der Unternehmenszentrale in Töpen nennt man das „branchenüblich“ und verspricht gleichzeitig:

„Hinzu kommen die Vorteile durch spezielle App-Angebote und Coupons, so dass die gesamte finanzielle Ersparnis für die Nutzer:innen deutlich höher ausfallen werden.“

Screenshots: Denns Biomarkt

Das Guthaben wird prominent auf dem App-Startscreen angezeigt – inklusive des „Gesamtbetrag[s], der bisher gespart wurde“. Die Coupons werden offensichtlich zusätzlich zu den wechselnden Aktions-Angeboten aus dem Denns-Prospekt ausgespielt, wie es erste Screenshots der App nahelegen. (Im Menü haben die „Coupons“ einen eigenen Reiter neben „Angebote“.)

Zudem werden Kassenbons digital in der App hinterlegt. Eine multi-funktionale Einkaufsliste und Bio-Rezepte ergänzen das Angebot.

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Stammkund:innen müssen sich umgewöhnen

Für die bisherige Stammkundschaft bedeutet das dennoch eine drastische Änderung: Wer monatlich 400 Euro oder mehr ausgab, erhielt bislang 4 Prozent – also 16 Euro und mehr pro Monat. Künftig sind es bei gleichem Einkaufswert deutlich weniger. Inwiefern Coupons und Aktionen das ausgleichen können, wird sich zeigen. Gleichzeitig profitieren nun alle, die bisher unter der 50-Euro-Schwelle blieben und für die eine Registrierung bislang wenig attraktiv war.

Die tatsächliche monatliche Ersparnis dürfte stark variieren – je nachdem, wie intensiv Kund:innen die Angebote nutzen und wie gut diese zu ihrem Einkaufsverhalten passen.

Bestandskund:innen haben bis zum 31. März 2026 Zeit, auf das neue System umzusteigen. Wer das nicht tut, kann laut den FAQ ab dem 1. April 2026 kein neues Cashback mehr sammeln. Das angesparte Bestandsguthaben lässt sich jedoch noch bis zum 31. Juli 2026 einlösen. „Mein Denns“-Nutzer:innen, die nicht bis zum 31. März gewechselt sind, können sich jederzeit neu für die App registrieren, teilt Denns mit.

Neuausrichtung der Zielgruppe

Bei der Übernahme des angesparten Cashbacks in die App gilt zudem eine Obergrenze: Guthaben werden nur bis maximal 200 Euro transferiert. Denns erklärt auf Supermarktblog-Anfrage:

„Dieses Limit gibt die e-Geld-Verordnung und das Geldwäschegesetz vor. Nutzer*innen, deren Guthaben diese Grenze übersteigt, senden wir das restliche Guthaben als Geschenkkarte zu.“

Das ist eine faire Lösung für die vermutlich überschaubare Zahl Kund:innen, die von der Regelung betroffen sein dürften.

In jedem Fall ist der Systemwechsel eine grundlegende Neuausrichtung der Zielgruppe. Das alte Modell belohnte vor allem Stammkund:innen mit hohen monatlichen Ausgaben. Das neue System adressiert eine breitere Kundschaft: Jeder Einkauf zählt, auch kleine Beträge, und das Cashback akkumuliert über Monate hinweg. Denns sagt:

„Über die vergangenen Jahre haben sich mehr als 600.000 Kund:innen unserem ‚Mein Denns‘ Treueprogramm angeschlossen. Davon sind mehr als 350.000 Kund:innen jeden Monat aktiv. Diese Zahlen wollen wir so schnell wie möglich auch im neuen Treueprogramm erreichen und natürlich auch neue junge Kunden für uns begeistern.“

Innovation bei Wallet und Kartenlösung

Positiv fällt auf, dass Denns die physische Kund:innenkarte nicht abschafft. In Töpen heißt es:

„Wir bieten die physische Karte weiter an, um auch Kund:innen Zugang zu unserem ‚Mein Denns‘ Treueprogramm zu bieten, die nicht so digitalaffin sind oder bewusst auf Apps verzichten. Dafür müssen sie sich einmalig für das neue Treueprogramm registrieren und die aktualisierten Datenschutzbestimmungen akzeptieren. Anschließend bleibt die gewohnte Karte vollumfänglich nutzbar.“

Kund:innen könnten damit weiterhin Guthaben sammeln und sogar Coupons verwenden, sofern diese vorher über die Denns-Website aktiviert wurden.

Das ist eine Ausnahme im Markt, der dazu tendiert, physische Karten zunehmend komplett durch Apps abzulösen. Was nicht bei allen Kund:innen gut ankommt: Zur Umstellung auf das neue digitale Bonus-System hatten zahlreiche Rewe-Kund:innen, die nicht mit dem Smartphone einkaufen gehen (wollen), Kritik an dem Vorgehen angemeldet. Denns weiß dem – zumindest übergangsweise – eine gute Alternative entgegensetzen.

Wallet-Funktion für Familien interessant

Dazu kommt, dass die neue Wallet-Funktion tatsächlich innovativ ist: Kund:innen können Guthaben nicht nur sammeln, sondern auch selbst aufladen und sogar an andere App-Nutzer:innen verschenken. Denn betont:

„Das sind zwei Vorteile, die so kein anderes Programm bietet.“

Die Verschenk-Funktion könnte besonders für Familien interessant sein, die gemeinsam auf ein Konto sammeln wollen. Außerdem macht sie die App potenziell zur flexiblen Prepaid-Lösung: Eltern können Taschengeld-Guthaben an ihre Kinder übertragen, die dann damit eigenständig nach der Schule einen Snack einkaufen können, ohne auf Bargeld angewiesen zu sein.

Zu den technischen Details der neuen App erklärt Denns auf Supermarktblog-Anfrage:

„Um das bestmögliche Kundenerlebnis zu schaffen, haben wir uns für eine eigene Lösung entschieden. Diese besteht aus einer Vielzahl an Umsystemen und wurde mit verschiedenen Technologiepartnern entwickelt und umgesetzt.“

Die Strategie: Aufholen im Wettbewerb

Der Systemwechsel ist nicht nur eine – überfällige – Anpassung an den Markt, in dem fast jede große Lebensmittelhandelskette inzwischen eine eigene App mit Treue-Funktion für ihre Kund:innen bereithält. Denns erhält so auch die Möglichkeit, Rabatte individualisiert auszuspielen und tiefergehenden Einblick in das Einkaufsverhalten zu erhalten.

Wie intensiv man das zu nutzen plant, sagt man in Töpen noch nicht genau, erklärt aber:

„Die Denns Bio App ist für uns ein wichtiger Kommunikationskanal, mit dem wir sehr nah an unseren Kund:innen sind. Wir möchten für sie ein relevanter Partner und Helfer für alle Kaufentscheidungen sein. Dabei können personalisierte und relevante Angebote helfen.“

Das Ziel ist klar: Denns will im direkten Wettbewerb mit Drogerieketten wie dm und Rossmann bestehen, die ihre Umsätze mit Bio-Lebensmitteln vor allem bei jüngeren Bio-Kund:innen rasant steigern und das auch über ihre Apps zu steuern wissen.

Attraktiver für Gelegenheitskund:innen

Überzeugte Bio-Käufer:innen haben da bislang etwas anders als der Mainstream getickt. Aber nachdem die Personalisierung zunehmend zum Standard wird, scheint auch der Bio-Fachhandel stärker davon Gebrauch machen zu wollen.

Vor allem aber adressiert man nun eine breitere Kundschaft: Wenn jeder Einkauf zählt, rentiert sich die Registrierung auch für alle, die über Monate hinweg für kleinere Einkäufe zu Denns kommen. So könnte Denns versuchen, auch Gelegenheitskund:innen stärker an sich binden. Das dürfte auch für die kleineren Partner – unabhängig geführte Fachmärkte innerhalb des „Biomarkt“-Verbunds, die ebenfalls die App nutzen können – von entscheidender Bedeutung sein. Vor allem, wenn diese seltener Haupteinkaufsstätte für ihre Kundschaft sind.

Gleichzeitig besteht das Risiko, Kund:innen zu vergraulen, die monatlich vorrangig bei Denns eingekauft haben und höheres Cashback gewohnt waren, diesen Vorteil aber über die neuen Coupons nicht gespiegelt sehen.

Gleichziehen mit dm und Rossmann

Auf den ersten Blick scheint Denns mit seiner Entwicklung eine clevere Kombination aus gängigen Marktstandards und attraktiven Zusatzfunktionen mit großer Zielgruppenrelevanz gelungen zu sein – die, wenn sie im Praxiseinsatz wie versprochen funktioniert, auch für andere Händler Vorbild sein könnte. Und für Denns hochgradig nützlich ist, um Bio-Fans (zurück) zu gewinnen, die bislang eher zu dm und Rossmann gehen.

Ab diesem Mittwoch wird sich zeigen, ob die Coupon-Strategie tatsächlich die niedrigeren Cashback-Sätze kompensiert – und so attraktiv ist, dass Denns die Zahl der regelmäßigen Nutzer:innen seines Treueprogramms nachhaltig steigern kann.

Auf jeden Fall passt der Ansatz zur Strategie, die der Fachhändler derzeit bereits im Marketing verfolgt: nämlich sich über die reine Bio-Kund:innennische hinaus im Gesamtmarkt stärker als regelmäßige Einkaufsstätte zu empfehlen. Künftig auch: mit App-Coupons auf Bio-Kokosmilch, Bio-Tiefkühlpizza und Bio-Barista-Haferdrink.

*Genau genommen erfolgte die Umstellung bereits am 29. Dezember 2024. [Zurück nach oben.]

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25 Kommentare
  • Mich vergrault die neue Umstellung- App hin oder her ist schlussendlich nicht mein Problem, aber das weitaus niedrigere Bonussystem. Ich bin treue Denns-Kundin und habe im Monat immer ca. 20 Euro Bonusguthaben erhalten- jetzt sind es dann ca 2 Euro ? Das ist für mich nicht mehr relevant. Außerdem glaube ich auch nicht, dass die Rabattaktionen dies ausgleichen, zumal ich mein Einkaufsverhalten nicht Lebensmitteln anpassen möchte, welche ich eh nicht kaufen würde. Um die junge Generation oder die Gelegenheits- Biokäufer an sich zu binden, braucht es eine andere Strategie. Nach wie vor werden „Biowenigeinkäufer“ aus allen Angeboten schöpfen, sei es aus dem Drogerie- oder konventionellem Supermarkt. Mittlerweile findet man überall „Bio“ aber Denns findet nicht überall treue Stammkundschaft.

    • Vielen Dank für den Kommentar. Das Rabattsystem war darauf ausgelegt den Großteil der monatlichen Einkäufe bei Denn’s zu tätigen. Das Guthaben war die Motivation, am Monatsanfang schnell wieder die höchste Rabattstufe zu erreichen.
      Die Einführung einer App ist zu begrüßen, die Couponaktivierung, wie bei Lidl und Kaufland ist lästig.

      Ich glaube die Einführung geht nach hinten los!

  • Auch ich werde nicht auf die neue App umsteigen, sondern aktiver mit anderen Märkten vergleichen. Bis zu 4 Prozent Rabatt sind ein guter Anreiz. Da kommt über die Zeit einiges zusammen und man wird „verführt“, auch mal etwas Teureres zu kaufen. Die paar Cent mit der App sind vielleicht etwas für Menschen, die gar nicht rechnen können, denn für die vermeintlich neue Zielgruppe der Wenigkäufer ergibt sich ein Rabatt nahe Null. Außerdem habe ich keine Lust, mich ständig noch über digitale Tools mit meinem Einkauf zu beschäftigen. Für Denns mag das Sammeln von Daten über die Hintertür attraktiv erscheinen. Für mich als Kunde lohnt sich die Suche nach besseren Angeboten bei Konkurrenten mehr. Dass Denns gerade konservative und Treue KundInnen, die viel Geld für Bio ausgeben, verprellt, halte ich nicht für den klügsten Schachzug. Schade

    • Genau auf den Punkt gebracht. Es sieht so aus, als hätte ein Rundtisch in der Zentrale ein Benchmarking betrieben und eine App-Betreiber gefunden, der das neue System als den Goldstandard in der Kundenbindung präsentiert.

  • Auf dieser Seite habe ich endlich die Strategie von denns verstanden.
    Nicht schön ist das Vergraulen der Stammkundschaft, die evtl. nicht so digitalaffin ist. Auch ich habe keine Lust, mich beim Einkaufen ständig mit digitalem Kram zu beschäftigen. Hauptsache, „mein“ Biomarkt hat weiterhin freundliche und kompetente Mitarbeiter:innen. Gut ist allerdings, dass man die Kundenkarte weiterhin benutzen kann.

  • Schade. Ich habe meinen wöchentlichen Einkauf bisher bei Denns erledigt, werde diese Gewohnheit nicht beibehalten.
    Ich nutze mein Smartphone so wenig wie möglich, gehe mit Einkaufszettel ins Geschäft. Ich denke, dass die ausufernde Smartphonenutzung eine enorme Energieverschwendung ist – nebst anderer Nachteile.

    • Ich sehe da kein Problem. Man kann doch weiterhin OHNE Smartphone, aber MIT
      Einkaufszettel einkaufen gehen. Also ich kaufe bei denns wegen der Produkte ein……

  • Das neue System ist wohl eher eine Sparmaßnahme von Denns, um nicht so viel Rabatt zahlen zu müssen und gleichzeitig bei noch mehr Kunden Daten über deren Kaufverhalten zu sammeln. Für 4% Rückzahlung (bei uns monatlich über 25 Euro) waren sogar wir bereit, Denns Infos über unser Kaufverhalten zu geben, obwohl wir normalerweise solche Cashback-Systeme ablehnen. Jetzt bekommen wir nur noch ein Achtel davon? Gerade mal 3 Euro bei 600 Euro Monatseinkauf?
    Sorry, aber dafür bekommt ihr unsere Daten nicht mehr.

  • Danke für den Überblick.

    Was die Cashbackrate angeht, sind die 0,5 % statt der bisherigen bis 4,0 % ein Witz. Payback & Co hätten zu den kleiner/gleich 0,5 % Standardrate ohne spürbare „Mehrfachbepunktung“ auf Warengruppen & Einkauf auch keinen nennenswerten Nutzen. Und dass Denns künftig z.B. Warengruppenkupons mit beispielsweise 2,5 oder 10 % auf bestimmte WG und regelmäßig z.B. 7,5 % auf den Gesamteinkauf ausspielt, halte ich für sehr fraglich. M.E. sind all diese Kupons auf einzelne Produkte aus Kundensicht die Pest, wie sie v.a. die Edeka oder gar REWE auf die Spitze treiben. Andererseits gehe ich davon aus, dass bislang gar nicht so wenige Kunden, die an sich wenig miteinander zu tun haben, gebündelt auf ein Bonuskonto sammeln und sich damit permanent die 4 % „ergaunern“ – mit den neuen Pauschalen 0,5 % lohnt sich das trotz expliziter Transferierbarkeit ja nicht mehr 😉

    „Die physische Kund:innenkarte bleibt trotzdem vollwertig nutzbar, Coupon-Aktivierungen sind auch über die Website möglich. Wer keine App nutzen will, muss das auch künftig nicht, um bei Denns belohnt zu werden – ein smarter Ansatz in der Kund:innenbindung.“
    Das ist auch alles andere als innovativ – zwei bekannte Beispiele:
    – Payback mit Aktivierbarkeit von Kupons auch per Browser oder über die ganz altmodischen Papierkupons aus der Dialogpost bzw. vom Kassenbon & Scan der Kundennummer auch von der (Bestands-) Plastikkarte oder auch einem simplen Ausdrückchen möglich
    – Kaufland mit Aktivierbarkeit von Kupons auch per Browser oder am Terminal vor Ort (wie früher bei REWE, Kommastrich etc.) & Scan der Kundennummer auch von der Platikkarte oder unter Vorzeigen/Vorlesen der Nummer

    Wobei man dazusagen sollte, dass Denns gegenüber den Drogerieketten bei haltbaren (EU-) Bio-Preiseinstiegsartikeln ohnehin nie konkurrenzfähig sein wird (sofern man nicht spezielle Art. beispielsweise wegen des abweichenden Herstellers präferiert) und wohl kaum auf Rabatte wie der Zentaur mit in Summe schnell mal über einem Drittel des Regalpreises setzen wird und kann.

  • Sabines Kommentar stimme ich 100 % zu, auch ich möchte weiterhin mit Einkaufszettel zum Einkaufen gehen , auch ich denke an die enorme Energieverschwendung, ganz zu schweigen von den Gefahren der Strahlen bei der Nutzung des Smartphones.
    Besser war ohnehin die Kundenkarte von „Naturgut“ bei der alle Einkäufe rabattiert wurden. .Schade, dass Sie nun diesen anderen Weg gehen.

  • @ Rose Müller
    Was hindert dich daran? Die rabattfähige Summe kann nach wie vor auch per physischer Karte oder Ausdruck erfasst werden. Die Kupons sind auch per Browser (auch daheim am Desktop) aktivierbar. Und digital abrufbare Kassenbons sind ökologisch auch eher vorteilhaft, zumal an den Denns-Standorten ansonsten oft genug nur klassisches („weißes“) Thermopapier ausgegeben bzw. direkt entsorgt wird. (Die initial schon aktivierte e-invoice bei Umstellung aufs neue Verfahren hatte Kaufland auch mal drin – mal schauen, ob’s Denns dabei belässt …)

    Was „Strahlung“ angeht, ist jedes alte Handy „zum nur Telefonieren“ (oder beispielsweise auch mobilfunkbasierte Zahlungsterminal, jede nicht per ISDN/DSL etc. angebundene ATM usw.) deutlich intensiver als ein beliebiges halbwegs zeitgemäßes Smartphone dabei (erst recht, wenn mancher Kunde nur das Händler-WiFi nutzt). Bei deinem Maße an Bedenkentragung würde ich allerdings dringend vom Aufsuchen geschlossener Einrichtungen wie Biosupermärkten mit vielen funktechnisch ausgestatteten Menschen auf engem Raum absehen!

  • Leider wurde die bestehende Kundenkarte NICHT weiter geführt, entgegen der Aussage in diesem Blog. Ist man bis 31.3. nicht umgestiegen, endet die Gültigkeit der Karte!
    https://www.biomarkt.de/denns-bio-app-umstieg/
    Das finde ich absolut unsozial gegenüber nicht smartphone-affinen oder -besitzenden Kundinnen. Mein Vater, ohne Smartphone, ist seit ca 10 Jahren Stammkunde im Kundenprogramm. Wird nun also einfach rausgeschmissen.
    Asozial von Denns.

    • @Melanie H.: Du musst laut Denns einmal den geänderten Datenschutzbedingungen zustimmen, dann soll die Karte nutzbar bleiben. Wie hier im Text steht: Aktivierung von Coupons per Browser möglich. (Hab es selbst noch nicht ausprobiert.) Wie in dem von dir verlinkten Text auf biomarkt.de steht: „Ab dem Umstieg kannst du die App nutzen und parallel auch deine Mein denn’s Karte weiterverwenden.“ Nur wer bis zum 31.03.2026 nicht die neuen Bedingungen akzeptiert, wird abgemeldet.

      Verstehe deshalb nicht ganz die Aufregung. Die Lösung ist genau für Kunden wie deinen Vater gemacht.

    • @ Peer Schader
      So ist es; wer sich im Browser einloggt, bekommt sogar explizit „Alternativ kannst du dir in deinem Kontobereich auch eine physische Vorteilskarte bestellen, wenn du noch keine hast.“ angeboten (im Bestand ist dort ein ausgegrautes Häkchen gesetzt). Kupons sind direkt nach Login aktivierbar.

      Bislang sind die Kupons allerdings ein Witz – neben den paar App-only-Artikeln aus dem Prospekt und dem „Lockvogel“ habe ich für eine Warengruppe 10 % drin. Und das laut Kleingedrucktem in der kundenunfreundlichen Variante, dass sich die Nachlässe gegenseitig ausschließen und nur der höhere gewährt wird – nachteilig bei Aktionsware, MHD & Co.

    • Nachtrag: Guthaben lässt sich nach wie vor auch ohne Untergrenze einlösen, aber weiter nur komplett oder gar nicht (was z.B. bei Payback besser gelöst ist). Das Kassenpersonal gibt krampfhaft den Code zur Erfassung ein, auch wenn man einfach den generierten QR-Code gescannt haben möchte (handelsübliche Kundenscanner sind wohl gerade nicht vom Laster gefallen bzw. sollen bestimmte „Analog“-Klientel nicht abschrecken). Und beim E-Bon au der App kann man sich noch nicht entscheiden, ob man mich nun duzen oder siezen will 😉

  • Ich habe Denz per Email bereits gebeten, meinen Account zu löschen. Für 0.5 % GS pro Artikel oder Einkauf lohnt der Aufwand nicht. Das sind z.B. bei 100 € 50 Cent, einfach lächerlich. Auch werde ich meinen Einkauf nicht danach ausrichten, was gerade über die App im Angebot ist, wobei die Uhr für diese Coupons auch noch rückwärts läuft. Ich kaufe das ein, was ich brauche. Ich glaube, dass Denz die Rabattstaffelung bis 4 % loswerden wollte. Die 0,5 % sind Payback- Niveau. Ich werde jedenfalls nur noch gelegentlich bei Denree einkaufen, und das ohne App, ohne Kundenkarte, ohne Coupons usw. Den nicht unerheblichen Umsatz mache ich zukünftig woanders. Die Kommentare über die Strahlung bei Smartphones sind für mich Nebelkerzen Für mich gilt, Denz hat umgestellt, ich stelle auch um. Punkt.

    • Ich verstehe die Leute nicht die auf Grund der App nicht mehr bei Denns einkaufen wollen. Sie ist doch kein Zwang. Ich kanns auch lassen und einfach so einkaufen.

      Wer in einen Bio Markt einkaufen geht macht das doch aus vielen, vorallem nachhaltigen Gründen und nicht wegen ein paar Euro Ersparnis.

  • Ich kann mich den ganzen Kommentaren nur anschließen. Ich habe immer sehr gerne bei Denns eingekauft, doch diese ganze Erneuerungen schrecken mich voll ab. Ich habe auch keine Lust, ständig mit dem Handy herum zu rennen und sich damit dann auch noch beschäftigen müssen, das nervt nur extrem! Und was man letztendlich bekommt, ist nur noch ein schlechter Scherz. Ich werde ab jetzt auch nach anderen Angeboten in anderen Läden schauen, weil die gibt es ja. Sehr schade eigentlich aber wenn Denns das so möchte, Bitteschön. ich kann mir nur wünschen, dass das noch viel mehr Menschen verkrault!

  • Ich gehöre auch zu denen, die 1. Stifte lieben und mit analogem Einkaufszettel unterwegs sind, 2. bestimmt nicht vorher am Computer sitzen und alle Angebote lesen, von denen mich 95 % ohnehin nicht interessieren, 3. mehr als genug Apps auf dem Handy haben/ nutzen müssen und nicht noch eine zum Salat kaufen wollen, 4. Denns auf keinen Fall Daten schenken für 50 Cent/ 100 €.
    In meiner Stadt ist Denns seit mehr als 10 Jahren, erst jetzt hat sich Al Natura hierher getraut. Ich habe vom ersten Tag bei Denns eingekauft und gehöre zu denen, die 4% pro Monat bekamen. Als Al Natura dann kam, bin ich aus Prinzip Denns treu geblieben und habe nicht parallel bei AL Natura eingekauft (obwohl ich an meinem früheren Wohnort Al Natura-Kundin war) – ich habe auch nicht die Naturland-Möhren bei Aldi gekauft, obwohl sie billiger und besser waren, und auch nicht all die EU-Bio-Produkte in den anderen Supermarktketten wie Aldi, Edeka, dm, in denen ich andere Sachen hole und an den Bioprodukten bewusst vorbeigegangen bin. Das ändert sich ab sofort.
    Was ich Denns wirklich übel nehme: Ich bin hier vor Ort vom ersten Tag an Stammkundin mit wirklich hohem Umsatz. Und dann bekomme ich einen Brief mit meiner Kartennummer und Pin zum Ummelden, in dem so getan wird, als ob ich bald „alle Vorteile in der Tasche habe“. Man hätte sich für die StammkundInnen wenigstens im persönlich zugestellten Brief anstandshalber irgendeine Blabla-Begründung überlegen können, warum die Kürzung für den Betrieb unbedingt nötig ist.
    Nein, Denns, ich habe es gemerkt. Ich bekomme nicht mehr 4 %, sondern nur noch 0,5 %. Das ist kein Vorteil. Damit ich bald „alle Vorteile in der Tasche“ habe, schau ich mich jetzt bei der Konkurrenz um.

    • Mittlerweile habe ich wirklich den Eindruck, dass hier manchereiner auf Druck einen Weltuntergang herbeireden möchte, weil er im Extremfall 3,5 % CB „genommen“ bekommt. Liegt das einfach nur an dem Gefühl, sich nicht mehr hinreichend „gebauchpinselt“ zu fühlen oder weshalb kann man sich an der (haushaltswirtschaftlich faktisch nicht feststellbaren) Differenz so festklammern?

      Wie du schon selbst ausgeführt hast, wird jemand, dem es auf diese Bagatellen ankommt, gleich zu Aldis naturlandzertifizierten Möhren (oder besser Kauflands demeterzertifizierten, für deren Preis Denns üblicherweise nur EU-Bio im Sortiment hat) greifen. Und zu allem Überfluss noch Alnatura als bessere Alternative darstellen, wo es (ohne die ach so teuflischen (E-) Kupons) ohnehin nur höchstens 0,5 % CB und dazu AMEX als „Datenkrake“ gibt? Klingt mir dann doch sehr nach angepieksten persönlichen Befindlichkeiten.

  • Wir sind hochgradig enttäuscht, dass es das bisherige Rabattsystem nicht mehr gibt. Das war ein großer Anreiz, bevorzugt bei Denns einzukaufen, was wir wohl künftig weniger tun werden.
    Das umständliche Suchen nach Angeboten und Coupons, die man aktivieren muss, um die Ermäßigung zu bekommen, spricht wohl eher junge Leute an, die ohnehin den ganzen Tag im Internet zocken…
    Wir haben einen Bäcker, einen Metzger sowie Edeka und Rewe um die Ecke – da gibt es auch Angebote…

  • Ich bekomme zukünftig 0,5% anstatt 4% vom monatlichen Umsatz und das als Vorteil zu verkaufen, nicht schlecht. Denn’s deine Marketingabteilung kannste schließen, dass Geld sparen und weiterhin das noch bestehende Treueprogramm beibehalten und damit hättest Du sicherlich Einsparungen gehaben anstatt treue Kunden zu vergraulen. Werde mich nach Alternativen umschauen und die 0,5% schenke ich euch.

  • Also, ich wartete mit Spannung auf die App – tatsächlich dürfte sie lediglich dem Konzen dienen. Ich lebe allein, bin auf die Verwendung eines Kraftfahrzeuges angewiesen um den Markt überhaupt zu erreichen und fahre 1x pro Woche in den Markt einkaufen. Jetzt sehe ich, daß es mir tatsächlich nicht einmal 45 Cent (!) brachte, obwohl ich über 110€ ausgab – diese Art von Cashback erachte ich als Frozlerei…

    • Du machst die Entscheidung, extra per Kfz zu dem Laden zu fahren, also von 3,15 € CB-Differenz abhängig? Wenn es so eng ist, empfehle ich dir, das Kfz einfach um die acht Kilometer je Woche weniger zu bewegen – oder das Gefahre zu Denns zu streichen, was der Umwelt wirklich zugutekäme. Oder irgendwo eine Stunde monatlich zum Mindestlohn auszuhelfen.

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