Update am Ende des Texts beachten!
Kaufland bestätigt die Einführung von XTRA zum 12. Februar.
Payback-Pointees, ihr müsst jetzt ganz stark sein! Es gibt ein neues blaues Rabattmaskottchen in der Nachbarschaft – und obwohl es dank Kulleraugen, freundlichem Lächeln und sehr, sehr weich wirkendem Plüschfell äußerst freundlich aussieht, hat es zwei starke X-Beine, mit denen sich freche Pointees problemlos wegkicken lassen.
Die einzige gute Nachricht ist: Im Moment ist das X-förmige Plüschgesicht von Kaufland mit dem roten Halsband, an dem das Kaufland-K baumelt, zunächst von Siebenbürgen über Bukarest bis nach Moldau unterwegs. Das dürfte bloß nicht lange so bleiben.
In der vergangenen Woche (genauer: am 21. Januar) hat der deutsche SB-Warenhausbetreiber sein Vorteilsprogramm für regelmäßige Kund:innen in Rumänien und Moldau einer umfassenden Renovierung unterzogen – und ihm dabei auch gleich einen neuen Namen verpasst: Aus der „Kaufland Card“ wurde „Kaufland Card XTRA“. Supermarktblog-Leser und Kaufland-Beobachter Tobias ist die Umstellung zuerst aufgefallen.
Keine physische Karte mehr
Es ist plausibel, dass diese Umstellung demnächst auch in Deutschland vollzogen wird. Innerhalb der Kaufland-App gibt es bereits deutsche Übersetzungen für alle XTRA-Änderungen. Auch ein deutscher Anmelde-Screen ist vorhanden. Mit einer deutschen Filiale als ausgewählter Einkaufsstätte sieht man ihn vorerst nur (noch) nicht. In Stellenanzeigen wird aktuell nach Leuten für eine Kaufland-Card-Promotion-Aktion ab Mitte Februar gesucht.

XTRA dürfte der Versuch sein, Teilnehmer:innen des Rabattprogramms stärker zu signalisieren, dass sie hier etwas zusätzlich bekommen. Ähnliches versucht auch Netto (ohne Hund), seitdem man die eigene App im vergangenen Jahr in „Netto plus“ umbenannt hat.
Gleichzeitig läutet Kaufland mit XTRA ein für allemal das Ende der physischen Karte ein, die man zum Start des Programms zunächst noch ausgegeben hatte. Das ist schon seit Längerem nicht mehr der Fall. In den deutschen FAQ steht bereits unmissverständlich: „Eine Neuanmeldung ohne Smartphone mit einer klassischen Karte ist leider nicht mehr möglich.“ Und die rumänischen Nutzungsbedingungen stellen klar:
„Besitzt ein Mitglied eines Treueprogramms sowohl eine alte physische Kaufland Card als auch eine digitale Kaufland Card XTRA, so hat es nicht die Möglichkeit, die physische Karte mit seinem digitalen Konto zu verknüpfen.“
Die Handelskette vollzieht damit konsequent, was andere längst umgesetzt haben: die App als Standard, Plastik allenfalls noch als Relikt für Bestandskund:innen. (Ähnlich wie es Denns derzeit macht, siehe Supermarktblog.)

Psychologisch wertvolle Punkte-Vermehrung
Nahe läge, wie auch Kaufland-Kenner Tobias vermutet, dass deshalb mittelfristig die „Card“ aus dem Namen des Programms verschwinden könnte. Für den Übergang wird die Bezeichnung zwar noch gebraucht. Wie aus Registrierungen beim Deutschen Marken- und Patentamt hervorgeht, hat sich Kaufland aber auch bereits die „Card“-freien Marken „K XTRA“ und „Kaufland XTRA“ schützen lassen (Einfärbung zu Visualisierungszwecken von mir):

Wenig bis nichts ändert sich derweil an den wechselnden (teilweise personalisierten) Rabatt-Coupons für ausgewählte Produkte, sie heißen künftig einfach „XTRA Coupons“; auch Rabatte bei Partnern gibt es nach wie vor.
Bei den Treuepunkten müssen sich bisherige Card-Kund:innen aber umstellen – sowohl was die Vergabe als auch die Einlösung angeht. In rumänischen Filialen wird künftig 1 Bonus-Punkt für jeden ausgegebenen Leu (ca. 20 Cent) vergeben. Gleichzeitig wurde die Zahl der Produkte („XTRA Gratis Prämien“), die sich mit Bonuspunkten einlösen lassen, deutlich erhöht:
„Sichere dir XTTRA Prämien, indem du Treuepunkte einlöst.“
In Deutschland vergibt Kaufland bislang 1 Treuepunkt für jeweils 5 Euro Umsatz an der Kasse. Die deutsche Übersetzung in der App legt nahe, dass sich das ebenfalls ändern wird. Dort heißt es:
„+1 ⭐ je 1€ Zahlung in einer Filiale“

Öfter mal Selbstbelohnen
Bei einem Einkauf von 100 Euro gab es bisher 20 Punkte – der neuen Logik folgend wären es künftig 100 Punkte. Fünfmal mehr, allerdings dürften auch die Prämien entsprechend teurer werden. Die grundlegendere Veränderung besteht ohnehin darin, dass Kaufland die Teilnehmer:innen seines Vorteilsprogramms sich künftig öfter selbstbelohnen lassen will, als das bisher der Fall war. Aktuell lassen sich mit gesammelten Treuepunkten hauptsächlich vergünstigte Nonfood-Artikel erwerben, in Deutschland derzeit z.B. Kopfhörer und Bluetooth-Lautsprecher von JBL, die zu einem speziellen „Treuepreis“ zu haben sind.
Bei XTRA können sich (zumindest rumänische) Teilnehmer:innen hingegen relativ schnell auch Lebensmittel in geringerem Wert als Sofortbelohnung aussuchen – im Zweifel schon beim nächsten Wocheneinkauf. Diese Mechanik ist deutlich niedrigschwelliger als die bisherige, bei der man im Zweifel Wochen oder Monate sammeln musste – ohne Garantie, dass das gewünschte Produkt dann im Markt verfügbar ist.
Angaben zu einer möglichen Umrechnung von Punkten aus dem früheren System in das neue XTRA-Programm, sind in den Nutzungsbedingungen nicht enthalten.
Fast gratis, aber nicht ganz
Gleichzeitig sind auch die neuen „Gratis“-Produkte nicht vollständig kostenlos. In den rumänischen Teilnahmebedingungen erklärt die SB-Warenhauskette:
„XTRA-Produkte sind Produkte, die der Kunde mit den gesammelten XTRA-Punkten zum Preis von nur 0,01 Lei pro Stück erwerben kann.“
Dafür muss das ausgewählte XTRA-Produkt „aktiviert“ sein. Wurden Punkte zur Aktivierung eines Artikels eingelöst, dessen Gültigkeitsdauer verfällt, ohne dass der Coupon eingelöst wurde, sind auch die genutzten XTRA-Punkte weg. Pro Einkauf lassen sich mehrere verschiedene XTRA-Produkte einlösen – aber nicht mehrfach dasselbe Produkt. In Deutschland läge die Aktivierung für 1 Cent nahe.
Wozu der Umstand? Darauf gibt es mehrere mögliche Antworten: Ein Produkt mit Kaufpreis ist rechtlich ein normaler Verkaufsvorgang, kein Geschenk. Das vereinfacht Buchhaltung und Umsatzsteuer, verhindert Missbrauch und wirkt psychologisch im Zweifel sogar wertiger als „gratis“. Kund:innen fühlen sich als aktive Käufer:innen – ein Detail, das in der Praxis großen Unterschied macht.
Das rumänische XTRA-Sortiment umfasst derzeit zahlreiche Prämien (von Wurst über Molkereiprodukte bis zu Ketchup und Kaffeekapseln). Auffällig ist, dass bislang keine Kaufland-Eigenmarken dabei zu sein scheinen. Ob das auch in Deutschland so wäre, ist unklar. Das wirft die Frage auf, ob Kaufland mit Markenherstellern für die Platzierung ihrer Produkte als XTRA-Prämien zusammenarbeitet – und sich so seine Kund:innenloyalität zumindest teilweise gegenfinanzieren ließe.
Kommt Xtra auch für Deutschland?
Die Stellenanzeige für Promoter, die vom 12. bis 21. Februar bundesweit in Kaufland-Märkten die „Kaufland Card erklären“ sollen („Freundliche Ansprache von Kund:innen im Markt“, „App-Funktionen zeigen“, „Unterstützung bei Registrierung & Installation“), deutet auf einen baldigen Start hin.
Gleichwohl könnte XTRA bei manchen Kund:innen zunächst Assoziationen mit kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaften wie Amazon Prime wecken – auch wenn das Programm kostenlos bleibt. Auch inwiefern es weiterhin Nonfood-Prämien geben könnte, ist noch offen.
Fest steht hingegen: Das zottelige blaue X hat einen klaren Auftrag. Es soll demonstrieren, dass es sich zwischen all den Plus- und Bonus-Versprechen der Wettbewerber mehr denn je lohnt, regelmäßig bei Kaufland einzukaufen – und zwar nicht nur, falls man irgendwann ein paar neue Kopfhörer braucht.
Dieser Text entstand nach dem Hinweis und der Vorrecherche von Supermarktblog-Leser Tobias – vielen Dank!
Update, 29. Januar: Kaufland bestätigt
Nachdem zahlreiche andere Medien und Portale diesen Text aufgegriffen haben und berichten, bestätigt Kaufland die Umstellung auf XTRA nun offiziell per Pressemitteilung. Der Start in Deutschland erfolgt am 12. Februar 2026 – genau im Zeitraum, den die Promoter-Stellenanzeige nahelegte. Das blaue Maskottchen heißt „Xara“ und wird ab Mitte Februar in einer Kampagne (TV, Filiale, Prospekt, Radio, Plakate, digital) zu sehen sein.
Kaufland bestätigt auch die neue Punktemechanik: Ein Euro beim Einkauf entspricht einem gesammelten Punkt. Die Punkte können für „Gratis-Produkte“ in Filialen, auf kaufland.de oder bei Partnern eingelöst werden. Geschäftsleitungsmitglied Michael Lüttgen verspricht „moderne Kundenbindung“ und ein „Omnichannel-Angebot, das europaweit seinesgleichen sucht“.
Was die Pressemitteilung verschweigt: welche und wie viele Produkte als „Gratis-Produkte“ angeboten werden, ob Kaufland-Eigenmarken dabei sind oder nur Markenartikel, und was mit den bisherigen Nonfood-„Themenwelten“ passiert. Auch ob ein „Gratis-Produkt“ symbolisch 1 Cent plus Punkte kosten soll, bleibt offen.
Coupons sollen noch stärker personalisiert werden: mit Angeboten für die Produkte, die Kund:innen „immer in den Einkaufswagen legen – oder die gut zu ihren Warenkörben passen“.
Deutschland ist nach Rumänien und Moldau der dritte Kaufland-Markt, in dem XTRA an den Start geht. Es folgen im Laufe des Jahres: Polen, Bulgarien, die Slowakei, Tschechien und Kroatien.







Für mich klingt das alles fürchterlich kompliziert, und der Eindruck wird verstärkt dadurch, dass selbst Kaufland extra „Erklärer“ anwerben muss, um das Programm zu starten. Und dann zählen für die Kunden am Ende doch hoffentlich die „Belohnungen“ sprich Prämien, nicht das Maskottchen. Und die waren/sind? (wir werden sehen) mir viel zu abstrakt und unattraktiv: vom Händler ausgewählte Produkte sind selten die, die ich gerne hätte, und nur weil „billiger“ dransteht, wird’s nicht besser, aber ich bin da wohl zu abgebrüht.
Auch wenn’s vielleicht peinlich ist (und ich die digitale Welt durchaus schätze): das meiste Vergnügen bereitete mir immer das Aufkleben von an der Kasse gesammelten Stickern auf einen Bonuszettel, und wenn der voll war konnte man dann Produkte günstiger erwerben. Selbst wenn der Rabatt regelmäßig realistisch nie so hoch war wie in der Werbung (Phantasie-UVPs!), standen da die Bonusprodukte gut sichtbar im Laden, und wenn die passten, sammelte ich sogar durchaus gerne die Aufkleber von anderen Kunden mit ein, die sie nicht haben wollten, inklusive kindlich gierigem Erfolgserlebnis. Psychologisch und haptisch ein Genuss, den kein smartes Fon mit noch so toller App erzielen kann. Und sowas ging auch bei Kaufland und früher bei real.
Und falls ein psychologisch geschulter Leser mir da weiterhelfen kann: Ich empfinde das X-Maskottchen oben als ausgesprochen gruselig, als ob es mich aus einem Horrorfilm anspringen will, und ich kann nicht herausfinden, warum?!? Auch schlecht für’s Programm, aber sicherlich eher mein Problem, oder geht es auch anderen so?
„Für mich klingt das alles fürchterlich kompliziert, und der Eindruck wird verstärkt dadurch, dass selbst Kaufland extra „Erklärer“ anwerben muss, um das Programm zu starten.“
Promoter zu platzieren, ist eine völlig gängige Methode (und auch bei K. gab’s die auch schon, was das bisherige Bonusprogramm angeht).
Dass „dumme“ Papierbögen/Sammelbapperl zwar eine gewisse Bindungswirkung erzielen, aber weder Daten zum Kaufverhalten liefert noch überhaupt aus eigenen Umsätzen stammen müssen (was du mit dem „Fremdsammeln“ selbst bestätigst), lässt sie aus dem Rahmen eines sinnvollen Instrumentes zur Umsatzoptimierung und nachhaltigen Kundenbindung fallen.
„Und falls ein psychologisch geschulter Leser mir da weiterhelfen kann: Ich empfinde das X-Maskottchen oben als ausgesprochen gruselig, als ob es mich aus einem Horrorfilm anspringen will, und ich kann nicht herausfinden, warum?!?“
Irgendwann sind eben die üblichen Punkte, Bälle, Münzen, Ziffern, Sterne usw. durchgelutscht.
Klebepunkte? So praktisch und anonym sie auch sind, haben sie aus Kundensicht auch einige handfeste Nachteile:
1. Oft ist die Prämienauswahl recht begrenzt. Und da das meist keine „alltäglichen Verbrauchsprodukte“ (wie Lebensmittel oder Drogeriewaren) sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man eigentlich keinen Bedarf an den angebotenen Prämien hat. Und für „einfach mal mitnehmen“ ist die Zuzahlung zu hoch.
2. Klebepunktsysteme funktionieren nicht wirklich mit SB-Kassen – die SB-Kasse kann keine Klebepunkte abzählen und ausgeben und sie kann auch nicht die vollen Sammelkarten prüfen und einkassieren. Und welcher SB-Kunde hat Lust darauf, für die begehrten Punkte erst die Aufsicht oder Info ansprechen zu müssen? Meist wird das darauf hinauslaufen, dass auf die Punkte verzichtet wird – insgeheim fühlt man sich aber als Kunde zweiter Klasse.
3. Analoge Klebepunkte funktionieren nur mit analogen Prämien – also solchen, die man physisch aus dem Markt mitnimmt. Bei digitalen Prämien – etwa beim Streamingdienst „Dyn“, wo die Schwarz-Gruppe eingestiegen ist – wäre ein aufwändiger und unbequemer Medienbruch erforderlich.
Dass das Kaufland-Kundenbindungsprogramm durch seine vielen möglichen Couponbedingungen (bedingungslos, X Punkte, Mindesteinkaufswert, kumulierter Umsatz, Nutzung von Kaufland Scan, Kombination der vorgenannten Bedingungen) vergleichsweise kompliziert ist, muss aber auch ich zugeben. Rewe Bonus ist da deutlich einfacher, sind doch dort fast alle Coupons bedingungslos. Der kumulierte Umsatz tritt da nur beim monatlichen „Bonus-Booster“-Coupon in Erscheinung, und der Mindesteinkaufswert kommt nur bei den seltenen „5 € Bonus für 30 € Einkauf“-Coupons vor.
Welche Rolle das Maskottchen bei Kaufland XTRA (das mich an ein X-Chromosom erinnert) spielen wird, kann ich derzeit noch nicht sagen. Derzeit wird es doch sehr begrenzt eingesetzt: Nämlich um das Kaufland-XTRA-Programm in der App vorzustellen. Die rumänische Webseite und der Prospekt sind maskottchenfrei, und auch im alltäglichen App-Betrieb kommt es nicht zum Vorschein.
Eine Ergänzung dazu. Die individuell ausgespielten „Nicht-ganz-Geschenke“-Kupons gegen sodundsoviele Punkte und ein paar Cent Kaufpreis gibt es schon länger. Ich klicke jetzt nicht die Benutzerkonten durch, habe aber eher Eigenmarken und irgendeinen symbolischen Preis von ein paar Cent in Erinnerung. Jedenfalls wirkt der Symbolpreis: Weil das normalerweise irgendwelches K-Classic-Junkfood (Süßwaren, Salzsnacks, Tk-Fastfood etc.) oder ähnlich Verzichtbares war, habe ich die symbolischen Cent stets gespart (auch, weil die Nachbarschaft, Tafel usw. den ganzen Krempel irgendwann nicht mehr geschenkt haben will *g*), was wiederum die Verfügbarkeit solcher sonst (standortabhängig) „sofort“ leergefegten Gratisartikel etwas verbessert. Ein breiter aufgestellter – und sehr gern an das Kaufverhalten angepasster! – „Coinshop“ würde sicherlich nicht wenigen Kunden entgegenkommen.
Ein weiterer Grund für die „Schutzgebühr“ ist die psychologische Wirkung. Habe es schon mehrmals mitbekommen, dass irgendwelche Leute App-Gratisartikel einfach eingesteckt (oder am SCO nicht gescannt) haben, was im Erfolgsfall „Einstiegsdroge“ zum regelmäßigen Diebstahl werden kann und für solche Menschen ansonsten als perfekt erscheinende Ausrede zu taugen scheint. Durch die Symbolcent lässt sich solches Verhalten ganz nebenbei als klassischer LD sanktionieren und es kann entsprechend per Hausverbot ausgesiebt werden.
Nur weil Promoter gängig sind, muss ich sie nicht mögen, und damit scheine ich nicht ganz alleine: sehr viele Kunden lassen sich nicht gerne ansprechen von irgendwelchen Heinis, die einem etwas verkaufen wollen, nicht mal auf dem Flughafen hinter den Kontrollen, wo meistens genügend Zeit wäre.
Dass Aufklebepunkte keine Kundendaten hergeben, weiß ich selber, und das ist genau ein Grund, warum ich da gerne mal mitgemacht habe. Für mich sind meine Daten mehr wert, als das, was solche Programme bieten. Aber die Babberl führten doch zuweilen zu erheblich mehr Umsatz von mir für die ausführenden Unternehmen, waren also nicht ganz vergebene Liebesmüh‘.
Plüschige Figuren als alternative Maskottchen verstehe ich schon und habe ich auch prinzipiell nichts dagegen, meine Frage war ja, ob auch andere Leser dieses Design gruslig/abstoßend finden…?!?
Den Gedankengang vom Gratisartikel als Einstiegsdroge zum regelmäßigen Diebstahl finde ich übrigens auch gruselig, wenn auch leider nachvollziehbar…
Wie gesagt, ich bin eher altmodisch gestrickt…
@ Alexander P.
„Nur weil Promoter gängig sind, muss ich sie nicht mögen, und damit scheine ich nicht ganz alleine: sehr viele Kunden lassen sich nicht gerne ansprechen von irgendwelchen Heinis, die einem etwas verkaufen wollen, nicht mal auf dem Flughafen hinter den Kontrollen, wo meistens genügend Zeit wäre.“
Das war auch nicht meine Aussage – es ging nur darum, dir nahezulegen, dass das „neue alte“ Angebot nicht besonders beratungsintensiv ist, nur weil branchenübliche Methoden, um es an Dame, Herrn oder Hamster zu bringen, seine Einführung begleiten. Aber was soll’s … gerade in manchen K-Standorten schreien einem im Nachkassen-/Packbereich bzw. der Passage regelmäßig irgendwelche Vertragsverticker (wahlweise Kabel, Handy, Energie, Versicherungen oder welche einmalige Chance gerade dran ist) nach und gegen die nervtötenden Wegeblockierer auf größeren Bahnhöfen, die einem nur zu gern buchstäblich vor den Koffer rennen, können K.s Promoter nur plüschig sein 😉
„Aber die Babberl führten doch zuweilen zu erheblich mehr Umsatz von mir für die ausführenden Unternehmen, waren also nicht ganz vergebene Liebesmüh‘.“
Wer tatsächlich Mehrumsätze WEGEN der üblichen „UVP-B-Waren-Treueprämien“ generiert, legt eigentlich immer drauf. Diese Menschen reagieren zur Selbstbestätigung i.d.R. mit der Aussage „wäre dort sowieso hingegangen und hätte davon auch alles dort gekauft“.
„Den Gedankengang vom Gratisartikel als Einstiegsdroge zum regelmäßigen Diebstahl finde ich übrigens auch gruselig, wenn auch leider nachvollziehbar…“
Ich empfinde auch diverse gesellschaftliche Entwicklungen gruselig (aber ohne pauschal „hier ist heute alles kriminell!“ zu meinen). Da sind diese netten Mitkunden, die einem beim Rumdrehen ganz routiniert Artikel aus dem Einkaufswagen nehmen, noch eine … ähm plüschige Version. Aber wozu hat man denn Augen im Rücken? 😉
Ganz ehrlich: Wenn ich für die Kaufland Treueaktion 6-7 verschiedene Filialen in Lichtenberg, Treptow und Friedrichshain abklappern muss und dann immer noch höre „Sry, die Kollegin die die Prämien betreut hat 2 Wochen Urlaub“, dann sind diese Punkte am Ende einfach absolut wertlos. Gute Prämien wie die Zwilling Küchenschere letztes Weihnachten sind einfach extrem schnell weg, da reichen keine 10 Stück für ne Filiale mit 5000 Anwohnern im Einzugsgebiet. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe gerade 603 Treuepunkte und kann absolut gar nix damit anfangen. Dass ich jetzt im Gegenzug zu Lidl (Gratis-Artikel nach Umsatzschwellen) auch noch zuzahlen muss, finde ich komplett daneben. K Xtra taugt aktuell nur für personalisierte Angebote (und auch nur dann, wenn 3-4 Wochen nicht mehr gekauft, vorher gibts keinen Rabatt). Konsequenz: Rewe und Edeka mit div. Coupons nutzen, Ciao Kaufland
Interessant, dass Kaufland XTRA auf ein Maskottchen setzt. Soll „Xara“ jetzt der Gegenspieler zu „Bo“ von Rewe Bonus werden? (Wobei mich „Xara“ eher – aufgrund der Ähnlichkeit zu „Zara“ – an ein Textilgeschäft erinnert.) Sprachlich finde ich Kaufland XTRA professioneller und besser – Rewe Bonus hat einer eher flapsige und kumpelhafte Sprache.
Unter https://www.kaufland-xtra.de/ sind schon erste offizielle Informationen zum Programm online. Gravierendster Unterschied zu Rumänien: Statt von 0,01 RON ist von „Gratis-Artikeln“ die Rede. (Ich vermute, dass rechtliche oder steuerliche Vorgaben in Rumänien zu diesem Unterschied führen.)
Klargestellt wird auch, dass es die „Treueaktionen“ mit den „Themenwelten“ (wie aktuell JBL) weiterhin geben wird – vermutlich aber mit 100 statt 20 Punkten pro Einlösung. Weiterhin unbekannt ist, in welchem Verhältnis die „Altpunkte“ in „XTRA-Punkte“ überführt werden.
Solange „Xara“ in der Audiowerbung nicht ansatzweise pumucklhaft wie beim roten R an den Nerven sägt, meinetwegen 🙂
Was die Gratisartikel angeht, wird bislang nur vage auf einen nötigen Mindesteinkaufswert (wie gehabt) hingewiesen; es soll sich um „eine vielfältige Auswahl – von beliebten Markenprodukten bis hin zu Artikeln unserer Eigenmarken“ handeln. Interessantes Detail: Um den technikfernen Teil der Bestandskundschaft nicht zu vergraulen, werden zwar keine Neukunden-Plastikkarten mehr vergeben, bestehende/verlustige aber auf Wunsch ersetzt. Ein Ausdruck/Barcode sollte aber auch bei internetfernen Neukunden genügen, sofern die Kundennummer wie bislang auch manuell erfasst werden kann.
In der aktuellen Beilage zum Doppelhalbwochenprospekt git’s nun Beispiele für die „bis zu 120 Gratis-Prämien“ (auf der Symbolabbildung allerdings alles Marke und nur einmal K-CLASSIC). Konkret wird das Pfund „Reichenhaller“ zu 140 X-Coins … ähm „digitalen Treuepunkten“ (d.h. mind. 140 vollen Euro ohne die üblichen Ausschlüsse) plus 10 € MEW beworben. Die runde Xe sollen weiterhin auch auf die bekannten Rabattkupons und „Treue“-Produkte einzulösen sein und wie gehabt nicht in anderen Vertriebsländern (bzw. umgekehrt) einsetzbar sein. Die Kupons sind auf der App bislang noch nicht erstausgespielt.
Am Rande fällt auf, dass der Erklärtext, dass die Prämie an der Kasse zu scannen sei, offenbar gezielt auf die SCO-affine Kundschaft abzielt – ich denke aus Gründen nicht, dass es so gemeint ist, die Prämie an der Personenkasse abseits des Kassenbandes nur per Kundenscanner zu erfassen.