Die Rache der Backtresore: Aldi Süd kommt mit „Meine Backwelt“ nur zögerlich voran

Die Rache der Backtresore: Aldi Süd kommt mit „Meine Backwelt“ nur zögerlich voran

Inhalt:

Vor einem Jahr kündigte Aldi Süd an, Kunden künftig eine deutlich erweiterte Auswahl frischer Backwaren bieten zu wollen. Doch auch heute eröffnen modernisierte Filialen noch mit alten Backautomaten – wieso?

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Genau ein Jahr ist’s her, dass Aldi Süd seinen Kunden eine frohe Backbotschaft zu verkünden hatte. Künftig sollte es in den Filialen des Discounters eine deutlich größere Auswahl an frischem Brot und Brötchen geben:

„Vielfalt, Frische und Transparenz: Dafür steht das neue manuelle Backsystem von ALDI SÜD.“

Besagtes System hatte Aldi zuvor in einigen seiner Filialen getestet (siehe Supermarktblog) und statt der bisher verwendeten Backautomaten, aus denen auf Knopfdruck eine überschaubares Sortiment an Broten, Brötchen und Snacks herausklonkte, „Meine Backwelt“ eingebaut: ein Brötchenknastsystem, aus dessen Zellen sich Kunden ihre Wunschartikel selbst herausnehmen und eintüten konnten – ohne darauf zu warten, dass ihnen ein Automat die Aufbackware fertigfönt.

„Ob zum Frühstück, für die schnelle Mittagspause oder einfach zwischendurch: Das umfangreiche ‚MEINE BACKWELT‘ Sortiment bietet ofenfrische Backartikel für jeden Geschmack zum besten Preis-Leistungsverhältnis“,

jubilierte der Discounter in seiner Pressemitteilung und versprach, dass das Sortiment „je nach Standort (…) bis zu 40 Artikel“ umfassen werde, die in der Filiale frisch gebacken würden.

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Abhängig vom Zuspruch der Kunden wolle man das Sortiment in den darauffolgenden Monaten weiterentwickeln.

Damit war Aldi Süd der letzte Anbieter im deutschen Lebensmitteleinzelhandel, der auf das (einst vom Konkurrenten Lidl forcierte) Brötchenknastsystem umschwenkte, um Kunden mit einem breiten Backsortiment in die Läden zu locken. Auch der Schwester-Discounter Aldi Nord baute zu diesem Zeitpunkt längst breite Brötchenknasts in seine Läden ein (und beweist dabei bis heute teilweise eine ganz erstaunliche Flexibilität).

Ein Jahr nach der Ankündigung ist die Umrüstung allerdings ins Stocken geraten. In Stuttgart hat Ende Januar ein Aldi Süd mit „Backwelt“ wiedereröffnet, Bonn-Röttgen bekam gerade eine spendiert und auch in Ostfildern-Ruit kann man sich schon auf die erweiterte Snack-Auswahl freuen.

In vielen Filialen, die Aldi Süd auf sein neues Ladendesign umstellt, ist zur „Wiedereröffnung“ aber doch wieder bloß die neueste Variante des Backtresors samt daneben gelegenem Snackregal eingebaut – aktuell etwa in Freiburg, Rothenburg, München, Kelsterbach, Bensheim, Solms, Bocholt, Düsseldorf, Kreuzau und Köln-Chorweiler.

In den dazu gehörigen Werbeprospekten wirbt Aldi lediglich mit einer Backauswahl, die „Immer frisch von früh bis spät“ zu haben sei (aus dem Automaten).

Wie kann das sein, wenn der Discounter doch eigentlich erkannt hat, mit dem neuen System viel besser auf die Bedürfnisse seiner Kunden reagieren zu können, wie es noch vor einem Jahr hieß?


Collage [M]: Aldi Süd/Smb

Auf Supermarktblog-Anfrage erklärt das Unternehmen:

„Mit der Umstellung auf das manuelle Backsystem gehen unter anderem auch verschiedene bauliche Maßnahmen einher. Die Implementierung der BACKWELT ist auch daher ein mehrjähriger Prozess, den wir sukzessive umsetzen.“

Wieviele Läden bislang mit „Meine Backwelt“ ausgestattet wurden, will Aldi auf Anfrage nicht sagen, erklärt lediglich:

„Seit Beginn des Rollouts ist eine Vielzahl an Filialen mit MEINE BACKWELT ausgestattet worden. Auch in diesem Jahr wird das manuelle Backsystem in einigen Filialen integriert.“

Kein einheitlicher Aufback-Standard

In einigen Filialen? Klingt nicht so, als habe es der Discounter eilig damit, einen einheitlichen Back-Standard in seinem Ladennetz herzustellen.

Grundsätzlich sei die Umstellung zwar „in jeder ALDI SÜD Filiale möglich“; der Umbau müsse jedoch „in jeder Filiale individuell“ geplant werden, heißt es aus Mülheim an der Ruhr.

Dass der Wechsel vom bisherigen Automatensystem zum offenen Brötchenknast bauliche Herausforderungen mit sich bringt, ist unbestritten. Für „Meine Backwelt“ sind andere Voraussetzungen notwendig als für die Backautomaten. Das heißt aber keineswegs, dass das zwangsläufig aufwändiger wäre, wie Supermarktblog-Leser Jonas K. bereits Ende des vergangenen Jahres beobachtet hat:

„In einer erst im November nach Umbau wieder eröffneten Filiale in Duisburg-Laar gibt es (leider!) keine Backwelt sondern dort wurde der alte Automat durch ein ‚Backtresor-Snack-Ensemble’ ersetzt, es wurde an die andere Seite des Marktes gesetzt und allein dafür wurde ein sehr großes Stück an den alten Markt angebaut. Durch eine Glastür kann man von außen sogar die Technik hinter den Kulissen sehen, ein erschreckender Anblick (sehr viele Geräte) den man hinter dem relativ kleinen Schrank nicht erwartet.“

Offen bleibt, warum Aldi Süd im Zuge der Modernisierungen nicht die Chance nutzt, direkt die notwendigen Voraussetzungen für den erklärten neuen Standard zu schaffen.

„Neue Herausforderungen“ fürs Personal

Allein auf Umbauaufwand kann das kaum liegen. Naheliegend wäre, dass sich Aldi Süd sehr genau ansieht, an welchen Standorten sich eine erweiterte Backwarenauswahl tatsächlich auch lohnt (und an welchen eher nicht, z.B. weil die Konkurrenz in der Nähe überschaubar ist).

Denn mit „Meine Backwelt“ ist ein deutlich höherer Aufwand in den Filialen verbunden: Anders bei einem automatisierten System muss das Sortiment beim „manuellen Backen“ (wie der Name schon sagt) von Mitarbeitern im Laden selbst aufgebacken und vom Ofen in die Zellen geschubst werden; das sorgt im Zweifel dafür, dass die Kosten steigen – was im klassischen Discount (und ganz besonders bei Aldi) über Jahrzehnte um jeden Preis vermieden werden sollte.

Eher zögerlich räumt Aldi Süd ein, dass

„für unsere Mitarbeiter in den Filialen neue Tätigkeitsbereiche und Herausforderungen [entstehen]“.

Das wäre zumindest eine der plausibelsten Erklärungen dafür, dass „Meine Backwelt“ nicht direkt in alle modernisierten Filialen eingebaut wird – und im übrigen auch nicht automatisch in alle neuen: Selbst schicke Neubauten, in denen es nicht an Platz mangelt, wurden im vergangenen Jahr noch mit Backtresor-Snack-Ensemble ausgestattet.

Das ist umso kurioser, weil Aldi Süd zugleich erklärt:

„Das erweiterte Frische-Angebot im Backwarenbereich kommt gut bei unseren Kunden an.“

(Ob man in Filialen mit „Meine Backwelt“ mehr frische Backwaren verkauft als in solchen mit Backautomat, mag man allerdings nicht verraten.)

Aldis Zwei-Klassen-Backsystem

Kurzfristig wird Aldi Süd auf diesem Weg vielleicht Kosten sparen; mittelfristig führt die zögerliche Umbau-Strategie aber dazu, dass alle jetzt modernisierten Filialen, die weiterhin das bisherige System nutzen, später noch einmal angepasst und umgebaut werden müssen. Auch das kostet Geld.

Bis dahin pflegt der Discounter ein Zwei-Klassen-Backsystem, bei dem Kunden sich sehr genau überlegen müssen, in welcher Aldi-Süd-Filiale sie gerne einkaufen wollen: In einer mit mehr „Vielfalt, Frische und Transparenz“, wie sie im übrigen Lebensmitteleinzelhandel längst zum Standard geworden ist; oder in einer, wo der alte Backtresor so lange stehen bleiben muss, bis er seine Anschaffungskosten halbwegs wieder reingeholt hat.

Vielen Dank an Jonas K. und xrw, denen die Rache der Backtresore zuerst aufgefallen ist!

Fotos: Supermarktblog

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12 Kommentare
  • Für die Backwelt sucht Aldi Süd übrigens spezielles Personal (derzeit ist bei Dornstadt eine entsprechende Anzeige im Wiedereröffnungsprospekt drin). Könnte mir durchaus vorstellen, dass sie momentan nicht mehr genug geeignetes Personal finden, abgesehn davon, dass es was kostet. An den baulichen Maßnahmen kann es wohl selten scheitern, wenn sie das anfangs ohne großen Vorlauf bei praktisch jeder Wiedereröffnung geschafft haben.

    Bei den Kosten spielt vielleicht auch noch eine Rolle, dass sie da wahrscheinlich wesentlich mehr wegschmeißen als bei den Automaten. Verpacktes altes Brot verkauft Aldi Süd an sich billiger, aber beim offenen Brot hab ich das außer beim Lidl (und richtigen Bäckern) noch nie wo gesehn.

    • Guter Punkt. Nachdem wir hierzulande die letzten Jahrzehnte Massenarbeitslosigkeit gewohnt waren und die abgehängten Aluhüte vor den PCs es ja bis heute nicht glauben wollen, dass inzwischen Arbeitskräftemangel das größere Problem ist, denken wir zuerst gar nicht an Aspekte der Personalknappheit, das sind wir nicht gewohnt. Wenn man darüber nachdenkt ergibt es aber viel Sinn und der „Backtresor“ spart nun einmal Personaleinsatz.

      Ich denke übrigens, dass die SB Kassen alleine deshalb hierzulande bald Verbreitung finden.

      Unser lokaler Großflächensupermarkt hier im Raum München, Name tut gerade nichts zur Sache, annonciert derzeit zum ersten Mal überhaupt nicht mehr nur Minijobber oder Teilzeitkräfte, sondern Vollzeitkräfte, die als „Kassenkraft“ ohne spezielle Ausbildung gesucht werden und vollen Tariflohn erhalten sollen.

      Es ist lange her, dass hierzulande nicht für jeden simplen Anlernjob mindestens drei Berufabschlüsse und 1000 Jahre Berufserfahrung erwartet wurden, weil die Arbeitgeber halt im Rosinenpicken geübt waren, weil sie es sich halt erlauben konnten.

      München ist nicht typisch für die Bundesrepublik, aber der demografische Wandel wird mit der Zeit überall zuschlagen. Selbst in Ostdeutschland (Alterung und Wegzug) wird irgendwann nicht mehr Arbeitslosigkeit das Problem sein, sondern (motivierte/fähige) Mitarbeiter überhaupt noch zu finden.

      Darin könnte in der Tat der Grund für Aldis heterogenes Vorgehen liegen. Möglicherweise will man sich die Tür zur Rationalisierung aber auch einfach noch offen halten. Wenn in 10 Jahren vielleicht auch bei Aldi die SB Kasse Einzug hält und der Backtresor 2.0 seinen Dienst verrichtet braucht so eine Filiale sicherlich eine Vollzeitkraft weniger als bisher.

    • Aldi hat immense Möglichkeiten um hervorragende, regionale Produkte anbieten zu können. Was ich heute an Meiner Backwelt Frisch & Lecker habe erleben dürfen, war aus meiner persönlichen, geschmacklichen Sicht allerdings unterirdisch!!!
      Das Potential des Anbieters sollte Qualität erwarten und es dürfte auch leicht möglich sein, eine geschmackliche Vollendung darbieten zu können. Die Größe und Erfahrung des Unternehmens vorausgesetzt, stellt im Verhältnis selbst junger Lebenserwartungen der Menschheit keine Gaumenfreude dar!!!!
      Sobald ich gute Erfahrungen darstellen kann, ist es mir eine Freude diese weiter zugeben!!!
      Mit besten Grüßen,
      Thomas v. Landenberg

  • Letztlich ist es mir egal, wo das Produkt herkommt. Ob aus einem geschlossenen Kasten oder einer transparenten Rutsche. Die Qualität des Brötchens muss stimmen. Bei Aldi ist es in beiden Fällen nicht überzeugend. Da hilft die Show und Auswahl auch nicht.

    Von mir aus können die Discounter komplett auf Backwaren verzichten. Von einzelnen Ausnahmen abgesehen (Lidlciabatta als Beilage für Chili Con Carne, Lidl Laugenknoten als Kindersnack) spiegeln die Preise der Waren das Qualitätsniveau wider.
    PS: leider ist die Situation bei sogenannten „Bäckereien“ auch nicht viel besser. Dort bekommt auch ähnlichen Standard.

  • Wieviele Läden bislang mit „Meine Backwelt“ ausgestattet wurden, will Aldi auf Anfrage nicht sagen,

    Das könnte man doch wunderbar crowd-dingsen. Karte mit den Aldi-Süd-Standorten, und die Smb-Leser können dann eintragen, ob der Laden Brötchenknast oder Automatenbäckerei hat. 🙂

    • Das stünde auch in der Übersicht der Märkte auf der Website, allerdings müsste man dann 1890 Filialen durchsehen. (Dafür war ich zu faul.)

    • Allzu richtig sind die Angaben in der Filialsuche erfahrungsgemäß eh nicht. In München sind derzeit nicht besonders viele Fehler drin; an Backwelten fehlt glaub ich nur die Meglingerstraße (bin mir aber nicht überall sicher). In Freiham gibts laut Filialsuche einen Aldi Nord mit Backofen.

    • Ich erweitere den Gedanken. Warum nicht eine Karte mit allen Supermärkten, Discountern, usw? Durch die User aufgebaut und aktuell gehalten. Das darf gerne auf den schon guten google maps Einträgen basieren. Aber dort fehlen gerade solche Infos wie: renoviert? Backwelt? links-/rechstdrehend? Usw.

  • unser Aldi hier in Süddeutschland bei Ulm wird gerade renoviert und laut dem gestern aufgestellten Pylon auch „Meine Backwelt“ bekommen. Da fühle ich mich ja regelrecht privilegiert 😀

  • Ich bedauere diese Entwicklung. Das Sortiment bei „Meine Backwelt“ ist schlicht breiter und zumindest mir schmecken gerade die Sachen, die es bei dem Backautomaten nicht gibt.

    Nach meinem Verständnis eines hoch standardisierten Discounters sind solche doch deutlichen Unterschiede zwischen den Filialen und Sortimenten eigentlich ausgeschlossen.

    Eine Bestätigung, alle Filialen sollen die Backwelt erhalten, gab es auch auf meine Anfrage im Aldi Süd-Blog, siehe https://blog.aldi-sued.de/schon-500-filialen-umgeruestet/

    Dafür habe ich gerade bei den Wiedereröffnungen etwas entdeckt, siehe derzeit
    https://www.aldi-sued.de/de/infos/filialeroeffnungen/
    und dann NRW anklicken: dem text nach gibt es seit gestern in Mechernich keine der beiden Brot-Lösungen. Im Flyer gibt es allerdings den Spruch und das Bild zum Backautomaten.

    Wie im Aldi-Blog vermisse ich übrigens auch hier die Option, per eMail über neu eingegangene Kommentare informiert zu werden.

  • Mir wärs lieber, wenn Aldi stattdessen mehr *Lebensmittel* verkaufen würde, statt Industrieabfälle und Drogen. Die Backwarenregale und Pizza-Eis-Gebäck-Tiefkühler und Süß-/Salzwaren-Regale und Zucker-/Alk-Getränke-Palettenzonen sind ellenlang,
    aber es gibt genau EINE Gemüse-Kräuter-TK-Truhe und Frischgemüse/-obst nehmen zwei erbärmlich kleine Regale hinten in der Mitte ein.

    Das mag man grade in Deutschland ungerne wahrhaben, aber Brot, und andere Getreideprodukte sind KEINE Lebensmittel, sondern Kohlenhydratbomben-Drogen in beinahe Apothekenreinheit! Sie ruinieren komplett die Darmflora, die sich entzündet, weil sie so voller bestimmter Bakterien ist die Leptinresistenz erzeugen und zu einer Fehlverdauung der Fette führen.
    Die Zähne müssen wir uns genau deswegen ständig putzen. Aber keiner kommt mal auf die Idee, daß das nicht so sein sollte. Und den Darm können wir uns nicht jedes Mal putzen!

    Und nein, Kohlenhydrate sind NICHT generell schlecht. Nur wenn sie in hoher Konzentration und Reinheit, frei von verzweigten und anderen komplexen Kohlenhydraten, frei von Vitaminen und anderen Mikronährstoffen und besten noch azellular und kurzkettig (Stärke, Zucker) vorkommen.
    Also Brot, Nudeln, Reis, Süßigkeiten (inkl Frühstücksflocken & Müsli), Säfte, Limos, u.s.w.

    Ein schönes Beispiel von Massentotalverblödung, die keinem als ungewöhnlich auffällt, weil jeder da hineingeboren wurde, und es garnicht anders kennt.
    Nur traurig daß die *Mehrzahl* aller Menschen hierzulande an den Folgeschäden stirbt. Die man dann schlicht als „Alterskrankheiten“ abtut. Obwohl sie erwiesenermaßen nicht wegen dem Alter, sondern nur mit dem Alter, und Jahrzenten von Drogenkonsum einhergeht.

    • Ups, Quelle im Text vergessen:

      Für die generelle Problematik bestimmter Kohlenhydrate: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3402009/

      Was dort noch nicht klar war, war, warum z.B. die Kitava-Indianer nicht krank sind, obwohl sie ihre Taro-Wurzeln (ähnlich wir Kartoffeln/Maniok) auch totkochen.
      Dies hat sich aber über die Menge der verzehrten verzweigten Kohlenhydrate (u.a.), auch bekannt als „Präbiotik“, geklärt, die bestimmte Darmbakterien (welche diese verdauen können) favorisieren, die eben keine Leptin-Resistenz erzeugen. Siehe dazu also generell unter „Präbiotik“ und „Darmflora“.

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