Żabka Nano in Polen: Besser als der Rest – und trotzdem nicht genug

Żabka Nano in Polen: Besser als der Rest – und trotzdem nicht genug

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Die Technologie funktioniert, der Einkauf läuft fast reibungslos. Aber den Durchbruch hat der polnische Convenience-Marktführer Żabka mit seinen kassenlosen Nano-Stores bislang nicht geschafft. Und rechnet womöglich auch gar nicht mehr damit, wie ein Blick auf Strategie, Zahlen und die Format-Konkurrenz aus dem eigenen Haus zeigt.

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Auch die modernste Technologie wird irgendwann zum alten Hut, wenn man sie fest in den eigenen Alltag integriert hat. Und ich weiß natürlich nicht, wie es anderen Kund:innen geht, die ab und an oder sogar regelmäßig kassenlos einkaufen gehen. Aber auch nach zahlreichen Smartstore-Besuchen im In- und Ausland finde ich das immer noch faszinierend: Produkte aussuchen, einpacken, ohne Schlangestehen aus dem Laden gehen – fertig.

Nun wissen regelmäßige Leser:innen dieses Blogs, dass es ganz so einfach leider meistens nicht ist.

Also, außer vielleicht: in Polen. Wo die prognostizierte Retail-Revolution des neuen Jahrtausends zwar nicht ihren Ursprung hatte (das war trotz zwischenzeitlicher Rückabwicklung Seattle in den USA). Sie hätte dort aber soviel Durchsetzungskraft entfalten können, dass es auf zahlreiche Nachbarn und Mitbewerber abfärbt. Denn kaum ein anderes Land ist so sehr von spontanen Lebensmittel-Einkäufen geprägt wie Polen. Und kein anderes Land hat deshalb eine so hohe Dichte an Convenience Stores, die allermeisten davon unter dem Namen Żabka.

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Speerspitze der autonomen Ladenrevolution

Kein Wunder, dass die Handelskette ganz vorne mit dabei war, als es plötzlich eine Technologie gab, die den personalfreien Betrieb von Läden verhieß, in denen Kund:innen rund um die Uhr mit maximaler Bequemlichkeit einkaufen konnten.

Während Amazon seine Just-Walk-Out-Technologie in den USA in immer größere Formate stopfte und sie damit an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit brachte, konzentrierte sich Żabka einfach auf das, was man ohnehin am besten konnte: kleine Stores mit überschaubarem Sortiment, ausgerichtet auf den Sofortverzehr.

Unter dem Namen „Nano“ eröffneten die Pol:innen ab Mitte 2021 zahlreiche kassenlose Smartstores im Kleinformat. Während die Konkurrenz sich mit einzelnen, großen Testfilialen abmühte, schien Żabka auf dem richtigen Weg zu sein. Die Technologie war wie gemacht für die Mainstream-Nische der Handelskette. Mit knapp über 50 Standorten gehörte man auf einen Schlag zur Speerspitze der autonomen Ladenrevolution.

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Ziemlich nahtlos wirkender Prozess

Nanos gibt es in mehreren Größen: winzig klein, im Mini-Container; etwas breiter, sodass man locker auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen reinfahren kann (was aber nicht überall selbstverständlich ist); und zugeschnitten auf klassische Retail-Flächen.

Das Sortiment ist auf den ersten Blick immer ähnlich: abgepackte Salate und Sandwiches aus der Żabka-eigenen Produktion, dazu viele – eher ungesunde – Snacks und Getränke, fast nichts originär Frisches und nur wenig Vitaminreiches. Aber das spiegelt weitgehend das, was auch die 12.000 regulären Żabkas mit Personal an der Kasse anzubieten haben.

Wer bei Nano einkaufen geht, erlebt dennoch einen ziemlich nahtlos wirkenden Prozess – so, wie man sich das als Kund:in wünscht. In Posen, wo die Handelskette ihren Unternehmenssitz hat, hab ich’s kürzlich ausprobiert – einmal auf dem Gelände der Medizinischen Universität, einmal auf dem innenstadtnahen Campus der Politechnika Poznańska.

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Die App gibt’s nur auf Polnisch

Mit Betreten des Stores stimmt man zu, dass Żabka auf dem hinterlegten Zahlmittel 15 PLN (3,53 Euro) vorautorisiert. Nach Abschluss des Einkaufs wird das mit dem tatsächlichen Betrag verrechnet.

Am einfachsten läuft der Prozess, wenn man sich vorher die Żappka-App runterlädt und eine Kreditkarte als Zahlart hinterlegt – dann muss man vor dem Nano-Store seiner Wahl bloß noch den automatisch auf dem Smartphone generierten QR-Code an die Eingangstür halten und wird reingelassen. Der Vorteil: Mit der App gibt’s Vergünstigungen per Coupon und man sammelt Bonuspunkte. Der Nachteil: jedynym językiem jest polski – nichtmal der Wechsel ins Englische ist möglich.

Alternativ kann man den Laden auch mit seiner Kreditkarte betreten. Die hält man dafür ans Eingangsterminal, das anschließend die Eingabe einer Mobilnummer erbittet, an die ein einmalige Code zur Verifikation geschickt wird, der innerhalb von 100 Sekunden eingegeben werden muss. (Das Terminal kommuniziert erfreulicherweise auch auf Englisch oder Deutsch mit den Einkaufsinteressenten.)

Kund:innen bestimmen selbst, ob sie per App oder Karte plus Mobilnummer Zulass erhalten wollen. Foto: Smb

Anschließend läuft alles wie gehabt: einkaufen, rausgehen – und abwarten, bis der E-Bon per SMS-Link aufs Smartphone kommt. (Kann ein bisschen dauern.)

„Neue Dimension“, alte Probleme

Bei mehreren Tests – mit App und Karte – lief in meinem Fall fast alles weitgehend reibungslos. Die Technologie erkannte erfolgreich, dass unter meinem Profil mehrere in den Laden gelassenen Personen eingekauft haben; die abgerechneten Summen waren korrekt; nur ein einziges Produkt wurde falsch erkannt‘ (Tee statt frischem Kaffee aus dem Automaten).

Einen großen Ansturm schien dennoch keiner der beiden von mir besuchten Stores ausgehalten zu haben – auch nicht während oder nach der Mittagszeit. Und während ich im Nano an der Politechnika in der zweiten Tageshälfte noch fast volle Auswahl hatte, waren die einfachen Snack-Automaten im Erdgeschoss des daneben gelegenen Uni-Gebäudes bereits komplett leer geplündert.

Genau an diesem Punkt beginnt das Versprechen von der „neuen Dimension des Einkaufens“, die Żabka auf einem der Nanos annonciert, zu wackeln: Die Technologie funktioniert. Aber richtig durchgestartet ist die Handelskette damit trotzdem nicht. Wieso?

Begrenztes Skalierungspotenzial?

Im Ende März publizierten Pressestatement zu den Jahresergebnissen 2025 taucht Nano nur noch in der Unternehmensbeschreibung auf. Konkrete Wachstumskennzahlen fehlen ebenso wie eine strategische Einordnung. Im Jahresbericht (pdf) selbst, dem ersten vollständigen nach dem Żabka-Börsengang im Oktober 2024, findet sich eine einzige substanzielle Passage zu Nano, versteckt im Kapitel „Digital Customer Offering“:

„Nano’s strategy focuses on developing and expanding its fully autonomous store network to serve a base of repeat customers. As technology matured along with increased excellence of our processes and efficient cost control as well as increasing customer adoption, we have seen Nano migrating towards ready to scale business on the back of excellent 3-4 year paybacks on capital expenditure.“

Im Jahresbericht nur eine Randnotiz wert: die Nano-Entwicklung. Screenshot: Żabka Group Annual Report 2025

Das klingt nach Erfolgsgeschichte. Bei genauerem Hinsehen ist es aber eher das Gegenteil:

  • Nano ist nach mehreren Jahren im Markt noch nicht skalierungsreif, sondern auf dem Weg dorthin.
  • Eine Amortisationszeit („payback“) von drei bis vier Jahren ist im Filialgeschäft eher solides Mittelfeld. Bei regulären Żabka-Stores – personalbesetzt, größeres Sortiment, höherer Umsatz – geht es schneller.
  • Nano wird explizit als Format für wiederkehrende Kund:innen positioniert – das begrenzt auch das Skalierungspotenzial auf Standorte mit fester Nutzer:innengruppe.

Weiter im Experimentier-Status

Nano läuft im Report auch weiter nicht unter „Ultimate Convenience“ (wo die über 12.000 regulären Żabka-Stores bilanziert werden), sondern unter „New Growth Engines“ – zusammen mit dem Lieferdienst Jush!, der Meal-Prep-Marke Maczfit und dem Marktplatz Dietly. Organisatorisch sitzt Nano in der Einheit „Żabka Future“, dem digitalen Innovationslabor des Konzerns. Żabka behandelt Nano strukturell also weiter als Experimentierfeld, nicht als reguläres Filialformat.

Und zwar: auch innerhalb der eigenen App, wo Nano kein eigenständiger Menüpunkt ist, sondern sich unter „Usługi“ (Dienste) versteckt – direkt neben „Automaty vendingowe“, den Verkaufsautomaten. (Für Nicht-Polnischsprechende gar nicht so leicht zu finden.)

Dass hinter der vorsichtigen Konzernsprache ein Konsolidierungsprozess steht, legte bereits ein Bericht des polnischen Fachmagazins „Wiadomości Handlowe“ nahe, der bereits Mitte 2024 eine kritische Zwischenbilanz für Nano zog. Zahlreiche Standorte – u.a. in Einkaufsstraßen – seien wieder geschlossen worden, es gebe kaum noch Wachstum. Store-in-Store-Partnerschaften mit Decathlon, Leroy Merlin und dem Fitnessstudio Zdrofit wurden beendet. Eine offizielle Zahl der Stores wollte Żabka damals gegenüber der Redaktion nicht kommunizieren.

In der Unterführung des Hauptbahnhofs in Posen ist Nano erhalten geblieben – im frequenzstarken Teil des neuen Hauptbahnofgebäudes setzt Żabka aber lieber auf eine klassische Filiale. Foto: Smb

Neueröffnungen ohne Nano?

Auch auf eine aktuelle Supermarktblog-Anfrage von Mitte April mit konkreten Fragen zu Bedeutung und Entwicklung von Nano schweigt man in Posen – und verweist lapidar auf die „available materials“. Eine nochmalige Nachfrage wird gar nicht mehr beantwortet.

Auf der Żabka-Website ist Nano derzeit mit 51 polnischen Standorten eingetragen (Stand: Ende Mai 2026) – also ungefähr in derselben Größenordnung wie vor drei Jahren. Schätzungsweise ein Drittel davon dürfte öffentlich nicht zugänglich sein, weil die Stores auf geschlossenen Geländen liegen – darunter z.B. Żabka-eigenen Distributionszentren (wie in Plewiska bei Posen).

In der euphorischen Meldung zu den Ergebnissen für das 1. Quartal 2026 („Expansion at Full Speed Supported by Higher Profitability“) berichtet das Unternehmen zwar, gruppenweit 435 neue Stores eröffnet zu haben – fast fünf pro Tag. Ob darunter auch nur ein einziger Nano-Store war, verrät „Europe’s largest modern convenience ecosystem“ (so die Selbstdarstellung) aber nicht.

Fast am Break-even

Mehr über den Stand des Experiments liefert der Jahresabschluss der Żabka Nano sp. z o.o. für 2024, der 2025 veröffentlicht wurde. Das Dokument zeigt ein Format, das operativ Fortschritte macht – aber bilanziell tief im Minus steckt. Der Umsatz wuchs 2024 zwar um 27 Prozent, der Rohertrag verfünffachte sich. Das EBITDA lag 2024 bei minus 252 Tsd. PLN, nach minus 4,25 Mio. im Vorjahr. Operativ, vor Abschreibungen und Zinsen, war Nano dem Break-even also so nah wie nie.

Für Alkohol und Energy Drinks verifiziert man sich im Nano per KI-Gesichtserkennung. Foto: Smb

Aber operativ fast am Break-even heißt eben nicht profitabel: Nach Abschreibungen und Zinskosten blieb für 2024 ein Nettoverlust von 1,83 Mio. PLN. Weniger als im Jahr 2023 – aber eben immer noch Verlust. Und die kumulierten Verluste seit Gründung der Gesellschaft belaufen sich auf 14,17 Mio. PLN (rund 3,3 Mio. EUR).

Die Bilanz zeigt, was das bedeutet: Das Eigenkapital der Żabka Nano sp. z o.o. ist negativ – minus 3,09 Mio. PLN. Die Verbindlichkeiten übersteigen die Aktiva. Am 7. April 2025 hat die Muttergesellschaft – das geht aus dem Abschluss selbst hervor – der Nano-Gesellschaft schriftlich zusichern lassen, für die nächsten zwölf Monate den Geschäftsbetrieb finanziell zu sichern.

Mehr Vollzeitkräfte als Stores

Im Juni 2025 kam es dann, wie das Protokoll der Gesellschafterversammlung zeigt, zur Abstimmung über den Fortbestand der Gesellschaft – die das polnische Handelsrecht vorschreibt, wenn die kumulierten Verluste einer Gesellschaft die Rücklagen und die Hälfte des Stammkapitals übersteigen.

Żabka Polska, alleinige Gesellschafterin, stimmte für den Fortbestand. Im September 2025 wurde das Stammkapital von 1,1 auf 1,8 Mio. PLN erhöht – frisches Geld, um die Bilanz zu stabilisieren.

Ein Detail aus dem Jahresabschluss verdient besondere Aufmerksamkeit: Die Żabka Nano sp. z o.o. beschäftigte 2024 im Durchschnitt 68 Vollzeitkräfte. Wie viele davon in der Zentrale arbeiten und wie viele im operativen Store-Betrieb, geht aus dem Abschluss nicht hervor. Klar ist aber: Ein „autonomes“ Einzelhandelsformat, dessen zweitgrößter Kostenblock Personalkosten sind, widerspricht aber ein Stück weit seiner eigenen Erzählung.

Das strukturelle Dilemma

Das relativiert auch die Amortisations-Rechnung: Wenn ein Nano-Store als Kapitalinvestition drei bis vier Jahre braucht, um seine Hardware-Kosten einzuspielen, die Regale sich aber nicht von selbst füllen und die Technik sich nicht von selbst wartet, dann konkurriert er nicht mit null Personalkosten – sondern eher mit einer personalbesetzten Kiosk-Lösung. Oder einem klassischen Automaten.

Eines der Probleme dürfte sein, dass die Nano-Warenkörbe eher klein sind. Meine (wahrscheinlich gar nicht so untypischen) Spontankäufe in Posen lagen bei jeweils um die 6 Euro: Snack, Getränk, Süßes. Für die ganze Woche kauft hier niemand ein. Rechnet man den Jahresumsatz der Żabka Nano sp. z o.o. (32,7 Mio. PLN) auf die rund 50 Stores herunter, ergibt sich ein Tagesdurchschnitt von gut 1.800 PLN pro Laden – umgerechnet rund 420 Euro. Nach Abzug des Wareneinsatzes bleiben laut Jahresabschluss davon knapp 185 Euro Rohertrag, aus dem sämtliche Kosten gedeckt werden müssen, von der Amortisation der Hardware ganz zu schweigen.

Das bedeutet: Ein Nano-Store braucht entweder sehr viele Transaktionen pro Tag oder sehr lange, um sich zu rentieren. Und genau hier entsteht ein strukturelles Dilemma.

Hohe Frequenz, zu hohe Miete

Denn die Standorte, an denen genug Laufkundschaft für viele Einkäufe vorhanden wäre – Innenstädte, U-Bahn-Stationen, Verkehrsknotenpunkte – sind oftmals zugleich die teuersten. Das könnte der Grund sein, warum Läden an Einkaufsstraßen und in der Warschauer Metro wieder geschlossen wurden, wie es „Wiadomości Handlowe“ berichtete.

Standorte, an denen die Miete niedrig genug ist – Bürokomplexe, Unigelände, Logistikzentren – haben dafür eine begrenzte Nutzer:innengruppe, was wiederum den potenziellen Umsatz einschränkt.

Regelmäßige Nutzer:innen sind den Nano-Stores auf Unigeländen gewiss – aber es fehlt an Laufkundschaft. Dafür ist die Miete tendenziell niedriger. Foto: Smb

Nano säße dann zwischen zwei Stühlen: Mit zu wenig Frequenz an den günstigen Standorten, aber zu hohen Mieten an den frequenzstarken. Das begrenzt das Wachstum auf genau die Nische, in der das Format aktuell funktioniert.

Und es könnte erklären, warum selbst kassenlose Convenience-Stores, in denen die Technologie weitgehend reibungslos funktioniert, dem Pick-&-Go-Prinzip nicht zu dem durchschlagenden Erfolg verhelfen können, von dem die Branche zumindest eine zeitlang geträumt hat.

Vorsicht, Automaten-Konkurrenz!

Was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass sie gar nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Seit einiger Zeit eröffnet Żabka nämlich „Non Stop“-Filialen – reguläre Stores mit Personal, die tagsüber normal betrieben werden und erst in den Nachtstunden in den autonomen Modus wechseln. Dort ist die kassenlose Technologie quasi eine Betriebsmodus-Erweiterung für die bestehende Filiale (vom Prinzip her ähnlich wie bei Edeka Jäger am Stuttgarter Flughafen, allerdings mit klassischen SB-Kassen – siehe Supermarktblog).

Das könnte auch der Grund sein, warum Żabka bislang keinen radikalen Schlussstrich unter das Nano-Experiment zieht. Mal abgesehen davon, dass man sich so kurz nach dem Börsengang vermutlich keine Negativ-Schlagzeilen leisten will – und jetzt halt einfach Nano-Standorte weiterbetreibt, die auch mit Drei-Euro-Warenkörben in aller Ruhe Richtung Rentabilität zuckeln.

Selbst der King of Convenience hat sich, so scheint es, mit dieser Erkenntnis arrangiert. Er redet nur nicht gern darüber – und investiert derweil lieber in über 40 klassische Verkaufsautomaten in Fabriken und Bürogebäuden, wie die jüngste Quartalsmeldung verrät. An genau den Standorten also, für die auch Nano gedacht war.

Zwischen Fernsehturm und Schloss

Dabei wollten die Pol:innen zuletzt eigentlich auch in Deutschland mit Nano in die Expansion gehen und warben dafür um Business-Partner. Außer den Standorten in der Tesla-Fabrik in Grünheide (Brandenburg) und einem Potsdamer Student:innenwohnheim (siehe Supermarktblog, Foto) wird auf der Website seit einiger Zeit aber nur noch ein weiterer, nicht öffentlich zugänglicher Store in Berlin angezeigt.

Einer der deutschen Nanos in einem Potsdamer Student:innenwohnheim. Foto: Smb

Auf die Genauigkeit dessen Standortangabe sollte man sich – wie schon beim Potsdamer Nano – vermutlich eher nicht verlassen. Aber wenn sie exakt wäre, würde sich besagter Nano in einem mehrstöckigen Business-Komplex in der Karl-Liebknecht-Straße zwischen Fernsehturm und Humboldt-Forum befinden. Der Zugang ist nur für Gebäudenutzer:innen möglich. Wer Partner ist, sagt Żabka auf Supermarkblog-Anfrage nicht.

Aber es ist ein bisschen lustig, wer dort (neben einer großen Unternehmensberatung und einem Spielwarenhersteller) zu den Hauptmietern gehört: die deutsche Dependance von Amazon – dem Konzern also, der seine eigenen Ambitionen mit kassenlosen Convenience Stores vor kurzem radikal beerdigt hat.

Es ist natürlich reine Spekulation, aber: Vielleicht will man ja zumindest die eigenen Büro-Mitarbeitenden weiter in den Genuss einer funktionierenden Convenience-Lösung für Snacks und Getränke kommen lassen.

Mit Unterstützung von North Data GmbH.

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