„Rewe Center – Die Serie“: Der Supermarkt der Vergangenheit ist wieder da

„Rewe Center – Die Serie“: Der Supermarkt der Vergangenheit ist wieder da

Inhalt:

Rewe hat einer Geschichte, die längst abgeschlossen schien, doch noch eine Fortsetzung spendiert – mit einem geradezu nervenaufreibenden Twist. Willkommen zur zweiten Staffel von „Rewe Center – Die Serie“!

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Düstere Dezemberabende sind ideal, um die gerne erschienene erste deutsche Netflix-Serie „Dark“ in einem Rutsch wegzugucken. In zehn Episoden geht es um seltsame Vorkommnissen in einer Kleinstadt, deren Bewohner in der Vergangenheit landen, wenn sie durch ein Höhlenportal im nahegelegenen Wald robben, das jemand abzuschließen vergessen hat. „Die Frage ist nicht wo, sondern: wann“, orakelt „Dark“.

In der Kölner Zentrale der Rewe Group scheint man deswegen hellhörig geworden zu sein – und hat überlegt:

Höhlen? Seltsame Vorkommnisse? Reise in die Vergangenheit? Das können wir auch! Sogar noch ein bisschen besser.

Schließlich haben die Handelsmanager einer Mystery-Geschichte, die längst abgeschlossen schien, gerade doch noch eine Fortsetzung spendiert – mit einem geradezu nervenaufreibenden Twist. Willkommen zur zweiten Staffel von „Rewe Center – Die Serie“!


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Recap (Was bisher geschah):

Im Jahr 2013 machten Mitarbeiter des renommierten Supermarkt-Höhlenforschers Alain C. eine grausige Entdeckung: Bei einer ihrer Expeditionen stellten die Wissenschaftler mit Entsetzen fest, dass in den Filialen des längst vergessen geglaubten SB-Warenhausunternehmens toom immer noch Kunden einkauften (siehe Supermarktblog)!

In einer groß angelegten Rettungsaktion wurde der Kette daraufhin zuerst der alte Name ausgetrieben und nach einem Jahr ein völlig neues Konzept verpasst. Aus den leblosen Lebensmittelhangars von toom wurden die bunten Bummelhallen von Rewe Center (siehe Supermarktblog) – wenn auch zunächst nur an ausgewählten hessischen Standorten: Egelsbach (bei Frankfurt), Darmstadt, Heppenheim, Heidelberg (bei Heppenheim) und Hamburg-Altona (bei Kassel).

Cliffhanger zum Staffelfinale:

Bereits im Verlauf der ersten Staffel zeichnete sich eine schleichende Bedrohung ab: Das teure neue Konzept schien zwar auf großen Großflächen hervorragend zu funktionieren. Schon auf unwesentlich kleineren Großflächen allerdings neigte das nagelneue Center-Prinzip zur Selbstverstopfung (siehe Supermarktblog) – eine höchst problematische Aussicht für ein Ladenformat, das „3.500 bis zu 8.000 Quadratmeter“ füllen können soll.

War Rewe Center zum Scheitern verurteilt?

Zunächst sah es so aus, als ließen sich die Bedenken zerstreuen. Das neue Design wird weiterhin in (ausreichend große) Center übernommen. Die zweite Staffel von „Rewe Center – Die Serie“ überrascht nun aber mit einem unvorhersehbaren Ereignis.

Die neuen Episoden:

(Spoiler-Warnung: In den kommenden Absätzen werden wesentliche Designstränge aus der neuen Staffel von „Rewe Center – Die Serie“ diskutiert!)

Mit gleich zwei Neueröffnungen startet die Fortsetzung des Kölner Serienhits erneut an vornehmlich hessisch geprägten Handlungsorten: Wiesbaden und Berlin (bei Bad Hersfeld). Sie führt dafür aber einen vollständig neuen Marktcharakter ein: das Rewe Center-Center.

Als Unterschlupf dienen den Rewe-Center-Centern Flächen in großen Einkaufszentren (dem im Dauerrenovierzustand befindlichen Lilien Carré in Wiesbaden und dem gerade notdürftig fachgelifteten Gesundbrunnen Center in Berlin), die verdatterten Handelsvorgängern abgeluchst wurden: einem kleinen Tegut und einem planlosen Real.

Dazu rangieren die Filialen am unteren Ende der Flächenvorgabe, ab der die Herabstufung zum gewöhnlichen Supermarkt droht. (In Wiesbaden wird die belegte Fläche mit 3.800 Quadratmetern angegeben, Berlin-Gesundbrunnen ist mit 3.300 Quadratmetern sogar noch kleiner.)

Wie soll das zu schaffen sein mit dem neuen, schon wieder in die Jahre gekommenen Bummelkonzept?

Gleich in der ersten Folge der neuen Staffel stellt sich heraus: gar nicht. Stattdessen erzählen die neuen Episoden davon, wie sich in den Märkten der Gegenwart die Vergangenheit materialisiert: Wer die Neueröffnungen betritt, landet direkt im Jahr 2013!

Fast so, als sei man auf unerklärliche Weise ins Untergeschoss des Karstadt-Warenhauses in Freiburg geschnipst worden, wo Rewe Center vor vier Jahren schon vieles von dem demonstrierte, was nun an den neuen Standorten wieder zu sehen ist (treue Supermarktblog-Leser erinnern sich).

S02E01: Wiesbaden (VÖ: 26. Oktober 2017)

Deshalb beginnt Staffel zwei gleich mit einem Schock: Von der großzügigen Schlenderbummel-Initiative ist im monatelang umgebauten Lilien-Carré-Rewe-Center rein gar nichts übrig geblieben! Die karg holzverdielten Obst- und Gemüseschütten werden wie anno 2013 wieder von einem grünen Riesenrahmen umschwungen, der den Ausblick auf die Kassenebene am anderen Marktende erlaubt.

Gastronomisches überlässt das Center-Center vernünftigerweise lieber gleich dem neben die Pfandautomaten verpflichteten Vorkassenbäcker.

Bereits als Höhepunkt im vorderen Marktbereich muss – noch vor der tristen Smoothie-Melkstation – das neckisch aus der Salattheke herausragende Croutonspender-Trio gelten.

Der einst unübersehbare „Landmarkt“ mit „Qualität und Frische direkt vom Erzeuger“ mit seinem stolzen Hahnensymbol hat statt eines massiven Stands nur noch ein niedriges Ständchen spendiert bekommen.

Und um die Porträts von Lieferanten und Erzeugern aus der Region zu entziffern, muss man sich unbequem weit über die Einkaufswagenparkreihe lehnen. Die per Ananasstapel nur notdürftig verschleierte Kargheit des Eingangs kündigt die gestalterische Zeitreise da freilich schon an.

Genau so geht es weiter: Der schon zur Eröffnung altersschwach aussehende Brötchenknast scheint nicht den blassesten Schimmer von seiner schlanken Verwandtschaft aus der Zukunft zu haben.

Und über der Frischethekensammlung, die rot vertäfelt nicht nur Wurst und Fleisch, sondern auch Käse unterm Spuckschutz beherbergt, steht eine Botschaft aus einer vorübergegangen Zeit: „Genießen“ – „Erleben“ – „Entdecken“.

Verzweifelt müht sich die wochentags unbemannt scheinende Kaffeeröstimitatstation, zumindest etwas Flair in den Laden zu bringen – bevor der Aktionstappellauf zur Kasse sämtliche Anstrengungen wieder zunichte macht.

Viele Sortimente wirken, als sehnten sie sich danach, gefragt zu werden, ob sie sich verlaufen hätten: Die Kochtopfprämien stehen verloren am Rande der spartanischen Drogerieabteilung rum.

Wenige Meter davon entfernt beäugen sich Donut-Theke und Reisekoffer-Auswahl so misstrauisch, dass die um die Ecke gehängten Nackenhörnchen womöglich dazwischen gehen müssten, wenn es Streit gibt.

Spätestens dann sehnt man sich nach der etwas ungelenken, aber deutlich mutigeren Holzstrebenoptik, den goldenen Sortimentstiteln („Kochen“! „Backen“! „Pflegen“!), den weißen Produkt-Signalwürfeln gegen die Tiefkühltristesse und dem ausgeklügelten Kundenleitsystem mit Marktplatzcharakter aus Rewes Ikea-Kopierversuch zurück.

Genau in diesem Moment legt einem das Nonfood-Gerümpel, das sich als Überbleibsel aus der einstigen Herrschaft klassischer SB-Warenhäuser trotzig vor die Kassen geworfen hat, in Gestalt eines Euro-Artikel-Mahnmals das baldige Verlassen des Markts nahe. Ende. Durchschnaufen.

S02E02: Berlin-Gesundbrunnen (VÖ: 5. Dezember 2017)

Für einen Moment wirkt Berlin-Gesundbrunnen, als sei Wiesbaden bloß ein böser Traum gewesen. Immerhin signalisiert das „deli am Markt“ im Eingang unmissverständlich den Bezug zur Gegenwart des Jahres 2017, in dem die weiß geflieste Billigfleischsemmelstation symbolisch für ein letztes gastronomisches Aufbäumen innerhalb der Rewe-Welt steht.

Daneben folgt ein randvoll aufbackwarenbekippter Brötchenknast aus dem neuem Supermarkt-Ladendesign, über den jemand während eines anhaltenden Kreativitätsausfalls „Brot & Mehr“ geschrieben hat (und nicht, wie in den kleineren Testläden „Pane Bavaria“ bzw. „Brotmeister“).

Exakt dieses Design hat Rewes neuer oberster Höhlenforscher Lionel S. in der „Wirtschaftswoche“ gerade eigentlich zum Standard erklärt:

„In den rund 300 Läden, die wir pro Jahr in Deutschland neu eröffnen oder von Grund auf modernisieren, werden wir das neue Konzept integrieren.“

Und:

„Unser Konzept Supermarkt 2020 ist modulartig aufgebaut. Die Elemente können wir verändern, je nachdem, ob es zum Beispiel um einen Rewe-Markt auf dem Land geht oder aber um einen Standort in der Münchner Innenstadt.“

Für die neuen Center-Center kommt dieser Entschluss – zu spät.

Drüben, neben dem öde gestapelten Obst und Gemüse steht in Berlin-Gesundbrunnen zwar eine fesche Eat-Happy-Sushi-Theke! Die aufkeimende Modernisierungshoffnung ist jedoch im Maki-Umdrehen wieder zunichte gemacht. Über den Friedhof der Frischekühler schweift der Blick in dasselbe Thekenarrangement wie in der hessischen Landeshauptstadt.

Davor haben Marktmitarbeiter die eingedosten Wochenangebote direkt aus dem Kipplader in die Gittertische abgelassen.

Rewes vermeintliche Regionalkompetenz konnte den sich breit machenden Eigenmarken gerade noch so einen Regalgondelkopf abtrotzen und hat sich mit dem übrigen Angebot in ortsschildgelbe Truhen zurückgezogen.

Über der geradezu historisch anmutenden Weinabteilung (Holzimitatfußboden!) hängen dieselben weißen Ufo-Beleuchtungskringel wie im Rest des Ladens.

Dieser rafft kurz vor Schluss noch mal seinen gesamten Nonfood-Mut zusammen und erinnert vor dem Abkassieren (notfalls: an SB-Geräten) daran, Microwelle, Smart TV, Staubsauger, Druckerpapier, Kaffeemaschine und Playmobil-Sonderangebot von nackten Holzpaletten in den Einkaufswagen zu hieven.

All das ist eine unerwartete, geradezu mystische Wendung, die sich wohl die wenigsten Fans von „Rewe Center – Die Serie“ vorherzusagen getraut hätten: Großer Handelskonzern inszeniert sich in Werbung und Interviews zukunftsorientiert als „Dein Markt“, bei wichtigen Neueröffnungen des zu Ende gehenden Jahres 2017 fällt das Unternehmen jedoch über vier Jahre zurück in der Zeit, bleibt dort stecken und ignoriert sämtliche selbst angestoßenen Weiterentwicklungen.

Fortsetzung folgt, behauptet die Expansionsabteilung der Rewe Group. Nämlich in …

S02E03: Leipzig-Grünau (VÖ: 14. Dezember 2017)

Aber, ach, betrachten Sie das Ausmaß der Vergangenheitsliebe doch am besten selbst: Im schamlosen Werbeblock des „Sachsen Fernsehens“.

Wer weiß, welche Zeitreisen – und Charaktere! – die Kunden in den kommenden Neueröffnungen noch alle erwarten. Die Heiße Theke, notdürftig als „deli“ mit weißen Fliesen verkleidet, schwankt schließlich auch wieder zombieartig durch Rewe-Märkte (siehe Supermarktblog). Wahrscheinlich dauert es nicht mehr lange, bis in der Tiefkühlabteilung wieder die Neonleuchten zu surren beginnen und irgendjemandem in Köln auffällt, dass der Name toom doch eigentlich viel zu schade ist, um ihn de ganze Zeit im Keller rumliegen zu lassen. Die Frage ist nicht wo, sondern: wann.

Vielen Dank an Daniel R.!

Fotos: Supermarktblog"

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8 Kommentare
  • Es manifestiert sich das Problem, dass sich hinter dem „Rewe Center“ überhaupt gar kein einheitliches Konzept verbirgt, auch wenn die Ex-Toom-SB-Warenhaus-Variante langsam auszusterben scheint.
     
    Der Gesundbrunnen-Real war schon auf zwei Center-Etagen für einen Real ziemlich klein und eng (vor allem, wenn noch die Paletten mit Weihnachtsschokolade oder anderen Aktionsartikeln in den Gängen standen). Ich nehme an, dass Rewe sich jetzt (ähnlich vor einigen Jahren im Hessen-Center in Frankfurt – auch ECE) auf eine Etage reduziert hat und damit zwangsläufig aus einem SB-Warenhaus einen großen Supermarkt gemacht hat.
     
    Der Ex-Toom im Frankfurter Nordwestzentrum, bis letztes Jahr das vielleicht letzte verbliebene SB-Warenhaus-Rewe-Center des Rhein-Main-Gebietes (eine Etage gefühlt nur für Waschmaschinen, Textilien und Haushaltsartikel!) wird ja derzeit auch auf eine Etage zurückgebaut und dann vermutlich keinen echten Mehrwert mehr gegenüber dem anderen Rewe im Center bieten, der trotz „City“-Bennenung in Abgrenzung zum Center-Center, größer ist als manche innenstädtische Regel-Variante.
     
    Und das lang geteaserte Rewe-Center in Wiesbaden – das mich in der ersten Woche mit dem verschmorten Geruch aus der „Rösterei“ grauste – ist eben auch „nur“ ein großer Supermarkt. Das Konzept „Rewe XL plus Mikrowellen“ kann gut funktionieren, auch in „Auto“-Standorten – mir gefällt z.B. Frankfurt-Praunheim sehr gut: eine freundliche rechteckige Halle aus Holz und Glas und einfach nur drei Hauptgängen zum schnellen Einmal-im-Kreis-laufen. In seiner Übersichtlichkeit das genaue Gegenteil von Wiesbaden. (Wofür haben die das jahrelang entkernt – um diese Höhle zu bauen?)
    Scheibenwaschkonzentrat z.B. habe ich neulich dort vergeblich gesucht, dafür musste ich dann doch zum benachbarten Rumpel-Real – und habe noch ein gesuchtes Brettspiel für Weihnachten mitgenommen. Manchmal muss es eben doch noch SB-Warenhaus sein 😉

    • Ich grüble immer noch über diese furchtbaren Tropfsteinhöhlen. Z.B. der unterirdische „normale“ Rewe in Neukölln auf der Karl-Marx-Straße ist auch so ein Unort. Ich glaube, was echt viel ausmachen würde: Bei fensterlosen Märkten auf die dunklen Fliesen zu verzichten. Der keine drei Jahre alte Rewe an der Bockenheimer Warte in Frankfurt ist hell gefliest und so unfassbar viel angenehmer, trotz praktisch nicht vorhandener Außenfenster: https://lebensmittelpraxis.de/ladenreportagen/12209-rewe-markt-frankfurt-bockenheim-hausgemachtes-ist-trumpf.html

    • Genau. Der „REWE Center“ im Gesundbrunnen Center ist ein stinknormaler REWE Supermarkt nur halt mit extrem bereiten Gängen, sodass ohne Probleme zwei Geschwisterkinderwagen nebeneinander durch den Markt geschoben werden können. Das Sortiment sollte kaum bis gar nicht von den anderen modernen Märkten abweichen.
      Ich trauere da Real schon irgendwie hinterer. Ich denke Real hätte da mal über seinen Schatten springen müssen und dieses schreckliche Non-Food aus dieser einen Filiale wegrationalisieren müssen. Ein „real City“ auf einer Etage hätte wohl eher funktioniert, da der Laden (jedenfalls die Lebensmittel- und Getränkeabteilung) wirklich gut besucht war.

  • S02E03 (das Leipziger Rewe-„Center“) erinnert an eine Mischung aus 2007er Drehbuchautoren-Streik und Mockbuster-Verfilmung. Kaum Inhalt und hastig mit falscher Verpackung auf den Markt geworfen.

    Das „Center“ fand im ehemaligen zweietagigen real-Markt Platz; allerdings nur auf einem Geschoss. Das konnte nicht wirklich gut gehen. Die Ovale an der Decke empfinde ich jetzt nicht als schlimm, der Rest des Marktes ist allerdings ernüchternder Standard – ein aufgeblähter „normaler“ Rewe auf viel zu kleine Fläche gestopft. Inkl. altem Rot/Weiß-Design und Beschilderung, welche die Bio-Abteilung witzigerweise mit „Trend“ betitelt.

    Ansonsten kann sich durch symmetrische unübersichtliche Regalreihen geschlängelt werden. Truhenfriedhöfe gibt’s auch und sogar ein ganzes Gefrier-Abteil davon – convenience food at it’s best. Immerhin sehen die ganz schick aus. Unterm Strich gibt viel aber irgendwie dann doch nichts. Es fehlt das Besondere. Selbst die Frischetheke Fisch/Fleisch schafft es nur zur Mittelmäßigkeit und erinnert in der nüchternen Aufmachung bisschen an DDR.

    Der einzige Lichtblick innerhalb des Marktes ist die Sushibox. Maki und Co. sehen wirklich sehr frisch aus und der Fisch wirkt deutlich gesünder, als der an der Frischetheke. Auch bei der Bierauswahl kann Rewe punkten.

    Die Spirituosenabteilung dagegen ist wieder finsteres Mittelalter. Generell wurde der Markt aalglatt vorbei an der (sich gerade ändernden) Bevölkerungszusammensetzung des Stadtteils angepasst. Da bleibt der kleine 150 Meter entfernte Ur-Rewe deutlich aufgeräumter sortiert und ansprechender.

    Imgrunde ist der neue Markt ok.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    REWE-Center hätte ich den jetzt nicht genannt. Gerade in Hinblick auf alteingesessene Konkurrenten wie Hit, EDEKA, Globus, Karstadt-Markt und ja sogar ein bisschen das Kaufland, die alle angesichts des Angebotes und auch Optik unbeschwert am Rewe-Center vorbeiziehen. Schade eigentlich…

  • In Dorsten gibt es weiterhin einen TOOM-Markt. Außen wird weiterhin mit TOOM geworben. Im Markt selber wird mit REWE-Center geworben. Auf dem Kassenbon steht immer noch TOOM. Alles sehr verwirrend. Seit der Eröffnung (Anfang 2000) hat sich im Markt nicht viel getan. Im Obergeschoss (Non-Food) wurden lediglich Sortimente gestrichen und Regale rausgenommen.

  • In Berlin Gesundbrunnen Center (zu ECE) ist der REWE Center schlicht ein REWE XXL.
    Was aber nicht genannt wurde, dass es bei dem Daily am Markt ein elektronisches Kassensystem eingebaut wurde. Der Kunde muss dabei sein Geld in einen Automat werfen, der unterhalb der Theke eingebaut wurde. Der Nachteil an einer Bedientheke im Eingangsbereich: der Kassiervorgang wird unnötig verlängert. Und im Markt ist ein externer Anbieter für Pasta integriert

  • Der Wiesbadener Rewe Center ist einfach nur ein dunkler, großer Rewe. Hier hätte man mehr machen können, wie z.B. intregrierter Food Court zum Essen und verweilen. Ich war einmal da… Dafür wurde ein toller Tegut frühzeitig gekündigt.
    Also noch so ein langweiliger Rewe für Wiesbaden. Als hätten wir nicht schon genug davon. Wie wäre es, ihr lieben Rewe Leuten, Karstadt Lebensmittel Geschäft zu eröffnen. Mit Deli und nicht immer Mainstream.

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