Aldis Albtraum, Lidls Kumpel – und ein Discounter nur für Frisches

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Für einen Blick in unsere Supermarktzukunft reicht es manchmal schon, sich anzusehen, was im Ausland passiert. Weil vieles anschließend von deutschen Handelsketten kopiert wird. Die folgenden Beispiele vielleicht ja auch.

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Wer sich während des Urlaubs im Ausland einmal bei Dia mit Lebensmitteln eingedeckt hat, der weiß: Das ist nur für Discount-Puristen ein Vergnügen. Viele Spanier haben wegen der Krise, in der ihr Land steckt, keine andere Wahl – und sorgen dafür, dass Dia Rekordumsätze erzielt. Gegen die alte Albrecht-Regel (Verdienen geht vor verändern) hat sich Dia trotzdem zu einer Auffrischung entschlossen. Anstatt die bisherigen Hutzelläden freundlicher zu gestalten, stampft das Unternehmen ein neues Konzept aus dem Boden: Dia Fresh.

Neues Dia-Fresh-Konzept in Frankreich und Spanien / Foto: Dia

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Warum ein Messe-Spiel zeigt, was eine Kasse zuverlässig macht

Vier Bildschirme, zwei Handscanner, ein Bon-Drucker – und Kassen-Code aus produktiven Projekten unter der Haube. Gebaut hat GEBIT-Entwickler Rene seinen Messe-Automaten aus Neugierde. Im Einsatz stellt er aber genau die Anforderungen auf die Probe, die am Checkout über Tempo und Stabilität entscheiden.

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In Spanien gibt es erste Fresh-Filialen bereits seit dem vergangenen Jahr, jetzt kriegen auch die Franzosen den neuen „Nachbarschafts-Discounter“ zu Gesicht. Dort soll es auf gerade mal 200 Quadratmetern – wie der Name schon sagt – vor allem frische Sachen geben. Dia-Fresh-Filialen bestehen aus einer klassischen Obst- und Gemüse-Abteilung, einer für vorgepacktes Fleisch und Fisch, einer für Sofortessen (Sandwiches, Nudeln, geschnittenes Obst), einem „Hot spot“ für Backwaren, einer Abteiilung für eingelegtes Gemüse und einem Regal zum „Last minute Shopping“. Für Leute, die beim Kochen auch gut riechen wollen, aber kein Deo mehr daheim haben. Nur auf eine Süßwarenabteilung mag Dia Fresh nicht verzichten. (Bilder hier ansehen.)

Die Läden sollen mitten in der Stadt liegen, von halb zehn morgens bis halb zehn abends geöffnet sein und jeden Tag mit neuer Ware beliefert werden.

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Kriegen Sie vom Einkaufen auch immer so Hunger? Kein Problem, im britischen Städtchen Cromer in Norfolk schafft Subway jetzt Abhilfe. Dort hat das Franchise-Unternehmen Ende Juni seine erste Sandwichbude in einem Lidl eröffnet. (Hier gibt’s ein Bild.) Wenn genug Kunden kommen, soll das keine Ausnahme bleiben. Dem britischen „Grocer“ zufolge ist Subway verstärkt auf der Suche nach „nicht-traditionellen“ Orten für neue Filialen, zum Beispiel in kleinen Supermärkten, Universitäten und Colleges.

Die Discounter-Fast-Food-Kooperation würde auch hervorragend nach Deutschland passen: Dort könnte Subway die frei werdenden Markt-Anbauten füllen, die sich für die bisher dort eingemieteten Bäcker nicht mehr rentieren, seitdem Lidl seine Märkte mit Backstationen ausrüstet. Die Kunden wiederum können das Geld, was sie bei der Selbstbedienung am Brötchenknast sparen, nachher prompt in ein wabbeliges Spezialbrötchen mit Fleischeinlage und süßer Soße investieren.

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Während hiesige Händler vollständig damit ausgelastet sind, sich gegenseitig einzureden, dass sich mit der Online-Bestellung von Lebensmitteln kein Geld verdienen lässt, ist die britische Supermarktkette Waitrose schon ein paar Schritte weiter. Die großen Online-Gewinne fahren zwar der Rivale Tesco und Spezialist Ocado ein. Aber bei Waitrose hat man zumindest erkannt, dass es keinen Weg mehr zurück zum alten Wagenschiebereinkaufsbummel geben wird. Und baut deshalb jetzt seine Märkte um.

In etwa 100 Filialen wird in diesem Jahr Platz gemacht für „Willkommens-Tresen“ – eine Art Kundenempfang wie im Hotel. Die „welcome desks“ sind zu allererst Anlaufstelle für Kunden, die ihren zuhause vorbereiteten Online-Einkauf vervollständigen und gleich danach im Laden abholen wollen. Das lässt sich am Tresen auf Tablets erledigen. (Ähnlich wie bei Emmas Enkel.)

Außerdem bietet Waitrose dort an, im Laden gekaufte Blumen einzupacken oder Süßwaren bzw. andere Artikel in Geschenkpapier zu verhüllen. In einigen Läden werden auch Klamotten zur Reinigung angenommen. Für den Waitrose-Managing-Director Mark Price sind die Willkommens-Tresen ein erster Beleg dafür, dass sich die Funktion der Supermärkte verändert: „Die Läden werden immer stärker zu Abholstationen“, und an denen würden Kunden weitere Service-Angebote erwarten.

Oder wie’s auf Deutsch heißt: Aldis Albtraum.

Foto: Dia

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