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Ausgerechnet im Online-Handel, wo es oft um Bequemlichkeit und Geschwindigkeit geht, greifen Kund:innen offenbar häufiger zu Bio-Produkten als im stationären Supermarkt. Das zeigen zumindest Zahlen, die der Bio-Verband BÖLW kürzlich zur Grünen Woche veröffentlicht hat.

Für seinen Vergleich hatte der Verband bei deutschen Lieferanbietern abgefragt, welchen Umsatzanteil Bio bei ihnen hat und wie hoch der Anteil der Warenkörbe mit mindestens einem Bio-Produkt ist: Rewe Lieferservice, Knuspr, Picnic, Tegut (via Amazon), Wolt, Flink.
Ich habe zusätzlich Flaschenpost angefragt, dort erklärt man (bezogen aufs Gesamtjahr 2025): 53 Prozent der FMCG-Warenkörbe enthielten mindestens ein Bioprodukt. Der Umsatzanteil von Bioprodukten lag bei 10 Prozent.
Die Ergebnisse unterscheiden sich naturgemäß und sind auch abhängig von der jeweiligen Positionierung und Ausgangssituation. Und die Werte sind auch nur sehr bedingt konkret aussagekräftig. (Woran das liegt, erfahrt ihr, wenn ihr den folgenden Textzusatz ausklappt.)
🔍 Für mehr Details: bitte ausklappen!
🤔❓Wie aussagekräftig sind die Zahlen?
Tegut ist mit – angeblich – 28 Prozent Umsatzanteil Liefer-Bio-Spitzenreiter im vom BÖLW abgefragten Ranking. Die Zahlen wurden angeblich für die Quartale 1 bis 3/2025 in Bezug auf „Amazon Fresh“ mitgeteilt – das es zum Abfragezeitpunkt aber schon gar nicht mehr gegeben hat. Die Werte können sich also eigentlich nur auf den regional begrenzt verfügbaren Lieferservice beziehen, den Tegut in Kooperation mit Amazons Prime-Logistiknetzwerk betreibt.
Es lässt sich aber auch nicht ausschließen, dass Tegut auf BÖLW-Anfrage einfach den allgemeinen Bio-Anteil an seinen Umsätzen genannt hat. Dieser wurde letztmals 2024 für 2023 öffentlich kommuniziert und mit 27,9 Prozent beziffert. (Seitdem Migros Zürich Tegut auf Rentabilität trimmt, hat es keine Aktualisierung dieses Werts für die Jahre 2024 und 2025 gegeben.) Das würde auch erklären, warum Tegut keine Angabe zu Warenkörben mit mindestens einem Bioprodukt machen konnte oder wollte.
Im Quick-Commerce-Segment haben sich Wolt und Flink geäußert: Plattform-Anbieter Wolt erklärt, 70 Prozent der Warenkörbe enthielten mindestens ein Bio-Produkt, bei Flink sind es 57 Prozent – beide Male: bezogen auf Quartal 1 und 2/2025). Wolt konkretisiert zudem einen Umsatzanteil von 17 Prozent.
Auch hier bleiben Unklarheiten: Beziehen sich die Wolt-Angaben auf alle Handelspartner, die Lebensmittel via Wolt verkaufen? Oder nur die eigenen Wolt Markets?
Wolt hat nach Erscheinen dieses Texts erklärt: „Die Angaben zu Bio-Anteilen (Warenkörbe und Umsatz) beziehen sich ausschließlich auf unseren eigenen Online-Supermarkt Wolt Market. Andere Handelspartner, die Lebensmittel über Wolt verkaufen, sind in diesen Zahlen nicht eingeschlossen.“
Und dann sind da noch die „regulären“ Lieferdienste Knuspr, Rewe und Picnic: Die beiden zuerst genannten liegen mit 86 bzw. 85 Prozent gleichauf bei den Warenkörben mit Bio-Inhalt, die Diskrepanz zu den Umsatzanteilen mit 26 und 20 Prozent ist allerdings groß. Ebenso wie bei Picnic mit 70 Prozent (Warenkörbe mit Bio) und 10 Prozent (Umsatzanteil) sowie Flaschenpost (53 Prozent, 10 Prozent).
⚖️ Wie lassen sich die Unterschiede interpretieren?
Tegut ist seit Jahren als Händler mit Bio-Schwerpunkt etabliert, da ist es durchaus plausibel, dass sich diese Neigung auch im (vermutlich überschaubaren) Online-Geschäft entsprechend abbildet.
Bei den Quick-Commerce-Anbietern steht vor allem Schnelligkeit und Convenience im Vordergrund, deshalb dürften die Werte dort niedriger sein.
Picnic richtet sich nach eigenen Angaben vornehmlich an Familienhaushalte in städtischen Randgebieten und betont stark den Fokus auf Preiswürdigkeit. Rewe und Knuspr liefern hingegen sehr viel eher an eine urbane, tendenziell kaufkräftigere Zielgruppe, bei der Bio höher im Kurs stehen dürfte. Flaschenpost bringt zwar auch Lebensmittel, ein großer Schwerpunkt dürfte aber nach wie vor auf Getränken liegen, daher die Betonung der „FMCG-Warenkörbe“.
Wer online Lebensmittel kauft, kauft häufiger Bio
Ein allgemeiner Trend lässt sich aus den Zahlen aber sehr wohl ableiten: Nämlich, dass Bio-Lebensmittel bei Lieferdiensten offensichtlich bereits eine deutlich größere Rolle spielen als im Gesamtmarkt, für den der BÖLW den Bio-Umsatzanteil mit „aktuell (…) schätzungsweise 7,5 Prozent“ beziffert. (Den konkreten Wert fürs vergangene Jahr will der Verband in diesen Tagen zum Start der Biofach-Messe in Nürnberg bekannt geben.) Online liegen sie hingegen – nach Angaben der Anbieter – zwischen 10 und Mitte zwanzig Prozent.
Das ist vermutlich keine Zahlenanomalie. Und auch nicht auf den deutschen Markt beschränkt. Unter anderem in Großbritannien, wo die Lieferung frischer Lebensmittel schon deutlich etablierter ist (im November 2025 haben 20,6 Prozente alle Haushalte online Lebensmittel bestellt, Quelle: Worldpanel by Numerator via „The Grocer“) , lässt sich Ähnliches beobachten.
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Der britischen Soil Association zufolge werden 23 Prozent aller Bio-Käufe bei Supermärkten online getätigt; bei konventionellen Produkten sind es nur 13 Prozent (Basis: NielsenIQ). Der Online-Supermarkt Ocado verkauft überdurchschnittlich viel Bio, und bei Amazon sind 8 bis 9 Prozent der Top-100-Lebensmittel biozertifiziert – mehr als bei jedem stationären Händler. Fast 59 Prozent aller britischen Supermarkt-Kund:innen kaufen inzwischen Bio, und 70 Prozent tun das bewusst und gezielt. (Quelle: Organic Market Report 2025)
Bio schmeckt auch den Händlern
Warum Bio online besser funktioniert als im Laden, kann mehrere Gründe haben:
Mehr Zeit, mehr Bewusstsein: Online lassen sich Produkte in Ruhe vergleichen, Siegel und Herkunft sind prominent(er) sichtbar, Filter erleichtern die Auswahl.
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Die passende Zielgruppe: Wer online bestellt, gehört oft zur Kernzielgruppe für Bio – urbane, gesundheitsbewusste Menschen, junge Familien. Genau diejenigen also, die auch im Laden häufiger zu Bio greifen, online aber konzentrierter vertreten sind.
Bessere Sichtbarkeit: Während Bio-Produkte im Supermarkt oft zwischen konventionellen Produkten stehen (oder in separaten Bio-Ecken versteckt sind), können Online-Shops Bio gezielt hervorheben.
Letzteres passiert auch in Deutschland inzwischen aktiv – weil einerseits die Nachfrage der Kund:innen steigt, und Händler andererseits mit Bio auch mehr verdienen (können) als wenn Warenkörbe hauptsächlich mit Discountpreis-Artikeln gefüllt werden.
Kaufen viele nur Basis-Bio?
„Bio … Noch mehr Bio! … Jetzt bestellen“, wirbt Rewe in seinem Online-Shop für die dort verfügbare erweiterte Bio-Auswahl. Und Wettbewerber Knuspr positioniert sich nicht nur aktiv als Mischung aus Supermarkt und Hofladen, sondern hat den pauschalen 10-Prozent-Rabatt für Bio-Produkte zu einem zentralen Bestandteil seines kostenpflichtigen Mitgliederprogramms gemacht. (Wobei viele Bio-Markenartikel so bepreist sind, dass sie erst mit diesem Rabatt aufs Preisniveau im klassischen Biosupermarkt kommen.)

Gleichzeitig muss man den Trend mit Vorsicht behandeln. Denn wenn man sich die BÖLW-Zahlen genau ansieht, gibt es bei allen Anbietern eine offensichtliche Diskrepanz zwischen dem Anteil der Warenkörbe mit mindestens einem Bio-Produkt und dem gesamten Bio-Umsatzanteil, der durchweg sehr viel niedriger ausfällt.
Mögliche Erklärungen: Viele Kund:innen kaufen Bio nur in einzelnen Warengruppen – vor allem günstige Basics wie Milch, Karotten, Bananen. Teurere Kategorien wie Bio-Fleisch oder -Fisch bleiben vielleicht außen vor. Dazu kommt: Viele Lieferdienste haben starke Bio-Eigenmarken, die günstiger sind als Markenprodukte. Und: „Mindestens ein Bio-Artikel pro Warenkorb“ kann auch nur eine einzige Bio-Milch bedeuten.
Da ist noch Potenzial
Das heißt aber auch: Händler können Kund:innen durch gezielte Ansprache – Banner, Vorteile für Mitglieder usw. – den nächsten Schritt auf dem Bio-Treppchen erleichtern, um Umsätze weiter zu steigern.
Und genau deshalb ist es insbesondere für den Bio-Fachhandel von entscheidender Bedeutung, diese Entwicklung zu beobachten – zumindest wenn er sich nicht die Stammkund:innen von morgen wegnehmen lassen möchte. Die größten drei Bio-Supermarktketten in Deutschland sind bislang im Online-Geschäft allerdings sehr unterschiedlich aufgestellt.
🍏 Alnatura: Zwischen Partnerschaften und eigenen Ambitionen
Alnatura profitiert zumindest teilweise vom Online-Bio-Boom, weil das Unternehmen seit längerer Zeit Produkte unter eigenem Namen über zahlreiche Partner vertreibt: Knuspr, Picnic (via Edeka), Flaschenpost, Wolt, Amazon (via Tegut). Wer online Bio kauft, stößt immer wieder automatisch auf Alnatura. Wie hoch der Anteil dieser Vertriebskanäle am Gesamtumsatz ist, weist Alnatura in seinen Jahresbilanzen nicht aus.
Gleichzeitig ist es den Darmstädter:innen bislang nicht gelungen, ein funktionierendes Modell für einen eigenen Online-Shop aufzusetzen. Einen ersten, gemeinsam mit einem Logistikpartner betriebenen Online-Shop hatte man 2020 aufgegeben. Das ambitionierte Folgeprojekt, einen Lieferdienst mit Picking aus den Läden in Berlin, Frankfurt und Potsdam, stellte man 2024 wieder ein (siehe Supermarktblog).
Die Reste der eigens dafür angeschafften E-Fahrzeugflotte sind nun auf einem Warenlagergelände in Südhessen geparkt.

So ganz will man sich aber offensichtlich nicht von der Idee verabschieden, in Zukunft auch Bio-Wocheneinkäufer:innen online wieder direkt versorgen zu können. Ende 2024 suchte Alnatura explizit einen neuen „Head of Digital Commerce“ mit dem explizit ausgeschriebenen Auftrag, „die Digital-Commerce-Strategie zu verantworten und den Aufbau sowie den operativen Betrieb des eigenen Online-Shops inklusive Profit & Loss zu leiten“. Wie dieser Shop aussehen soll und zu welchem Zeitpunkt er umgesetzt werden könnte, ist derzeit unklar.
🍀 Bio Company: Nachhaltigkeit vs. Plattform-Kapitalismus
Mit seinem Fokus auf Berlin hatte Bio Company zuletzt einen eigenen regionalen Lieferservice namens „Frische Kiste“ getestet – per E-Bike, also nachhaltig organisiert. Allerdings mussten Kund:innen teilweise mit enormem Vorlauf bestellen, um in ihrem Kiez beliefert zu werden – was stark dem sonst gewohnten Online-Komfort widersprach. Das Projekt wurde im November des vergangenen Jahres eingestellt.

Seitdem kooperiert Bio Company mit Wolt, auf dessen Plattform der Händler mit eigenen Shops aktiv ist. Derzeit wird aus fünf Berliner und einem Dresdner Markt fast das gesamte Sortiment geliefert – je nach Standort und Tageszeit innerhalb von 30 bis 60 Minuten. Laut Wolt sollen „im Laufe der nächsten Monate“ weitere Standorte in Berlin sowie eine Filiale in Potsdam folgen.
Wie viele andere Sofort-Lieferdienste steht Wolt allerdings regelmäßig in der Kritik wegen der Zusammenarbeit mit Subunternehmern, weil diese Strukturen zu Lohnbetrug, Ausbeutung und Undurchsichtigkeit bei der Anstellung von Fahrerinnen führen können. Das passt nicht zur Bio-Company-Philosophie, die auf faire Arbeitsbedingungen und nachhaltige Lieferketten setzt.
Clever war deshalb die frühere Kooperation mit dem norwegischen Lieferdienst Oda, der zu seinem Deutschland-Start 2022 fast das gesamte Bio-Company-Eigenmarkensortiment anbot. Oda hielt aber nicht lange durch und zog sich nach wenigen Monaten aus Deutschland zurück. So steckt Bio Company nun in einem Dilemma zwischen Reichweite und Werten.
🐢 Denns Biomarkt: Stationäre Treue oder strategischer Fehler?
Der schwierigste Fall ist Dennree mit seiner Handelskette Denns Biomarkt. Dennree-Eigenmarken sind online bislang lediglich über spezialisierte Bio-Händler erhältlich, die neben ihrem stationären Laden teilweise auch Zustell- bzw. Versandoptionen anbieten. Auf Supermarktblog-Anfrage, ob Dennree sich vorstellen könne, zumindest Eigenmarken künftig auch über größere Online-Partner (wie Knuspr, Wolt, Lieferando) zugänglich zu machen, heißt es aus der Zentrale in Töpen:
„Wir haben uns der Treue gegenüber dem Fachhandel verpflichtet und beliefern ausschließlich Vertriebsformate, die dem Bio-Fachhandel zugeordnet sind und vollständig auf Bio ausgerichtet sind.“
Auf die Frage nach Plänen für einen eigenen Online-Shop antwortet Dennree:
„Wir beobachten den digitalen Vertriebskanal und sehen durchaus Potenzial. Aktuell gibt es jedoch kein konkretes Projekt.“

Keine Frage: Online ist kompliziert, teuer – und gerade für stationär etablierte Bio-Anbieter ist es schwer, das richtige Modell zu finden. Das Problem daran ist: Während Dennree an seiner stationären Exklusivität festhält, etablieren sich andere Anbieter im wachsenden Online-Bio-Segment – und binden Kund:innen an sich, die dem klassischen Fachhandel verloren gehen, weil er sich nicht bewegen kann oder will. Wer als Kund:in Dennree-Produkte schätzt, muss dafür in den Laden. Das ist in einer zunehmend digital organisierten Welt ein gravierender Nachteil.
Gleichzeitig lässt Dennree wachsende Umsätze mit Bio im Online-Vertriebskanal komplett an sich vorbeiziehen. Während Alnatura über Partner präsent ist und Bio Company zumindest über Wolt liefert, fehlt Dennree online komplett.
Schwierig ist das auch deshalb, weil sich Denns mit seinem Marketing zuletzt konsequent darauf ausgerichtet hat, ein jüngeres Kund:innenklientel anzusprechen – ohne einem ihrer Kernbedürfnisse entsprechen zu können: Die Lieferung des Bio-Einkaufs nachhause.
Und jetzt?
Der Online-Bio-Boom ist keine kurzfristige Modeerscheinung. Die Zahlen zeigen: Wer online kauft, kauft häufiger Bio. Das ist eine Riesenchance für Händler, Bio noch stärker als bisher voranzubringen – aber nur wenn man bereit ist, entschieden zu handeln. Vielen fällt das auch deshalb so schwer, weil sie ihre gewachsenen Ladenstrukturen nicht kannibalisieren wollen – und weil im neuen Geschäft so vieles ungewiss ist.
Es hilft aber nichts: Kund:innen erwarten beides – sie wollen im Laden einkaufen, aber Bio-Lebensmittel auch unkompliziert bestellen können. Wer dabei nicht präsent ist, verliert an andere: Kund:innen, Umsätze und Relevanz.
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Dennree gibts beim Bio-Versandhändler Violey, 547 Produkte aktuell. Violey hat, glaube ich, auch ein Ladengeschäft. Den Händler gibt’s schon ewig, keine neue Sache.
Danke für die Ergänzung. Es ging mir aber eher nicht um den Spezialhändler ohne Kühlsortiment mit einer Woche Lieferzeit und unberechenbarer DHL-Zustellung. So kaufen allenfalls Leute mit sehr großer Markenverbundenheit für den täglichen Bedarf ein.
ich bin der Meinung online und Lieferservice passt so gar nicht nicht zu Bio und Nachhaltigkeit, jeder Mensch sollte Zeit finden, selbst entspannt zum Einkaufen zu gehen. Ohne meinen wöchentlichen Bio Einkauf würde mir tatsächlich was fehlen. Noch mehr Ressourcen verbrauchen für online Bestellung und per Mobil liefern. ich finde die Menschen haben nichts Menschliches mehr an sich! wie schade und was für ein Eingeständnis von Dummheit
Das lässt sich keinesfalls pauschal sagen. Im Zweifel kann eine straff organisierte Endverbraucherlogistik nachhaltiger sein, als wenn die Waren über Regionallager auf zig Filialen der am Markt tätigen Händler verteilt, in den Läden bis zum Verkauf vergleichsweise ineffizient gelagert werden müssen und dabei größeren Abschreibungen unterliegen. Spätestens, wenn auch nur wenige Ladenkunden ein Individual-Kfz (anstatt der (nicht) motorisierten Verkehrsmittel im Umweltverbund) bemühen, ist die Umweltbilanz des stationären Einzelhandels hinüber. Und welche Datenmengen pro Kunden im EH erzeugt werden, muss sicherlich nicht erwähnt werden.
Bio – Bio-Boom – Bio-Umsätze, die durch die Decke gehen…
Alles ein Widerspruch in sich. „Bio“ ist in meinen Augen zu einem Massensegment geworden, welches König Kunde durch geschickte PR das wohlige Gefühl verleiht, der Natur und sich selbst etwas Gutes zu tun.
Allein durch die schiere Menge an Bio-Produkten, die es braucht um den wachsenden Bedarf zu decken, und die ja auch produziert werden müssen, sollte jedem klar sein, das es mit Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und den ganzen anderen schönen Argumenten nicht weit her ist. Bio ist nicht weniger ein knallhartes Business, als er herkömmliche (Lebnsmittel)Einzelhandel.